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2025 | Praxis

Drag & Drop the System - Kunst, Comedy und queerer Protest

Das Projekt Drag & Drop the System – Kunst, Comedy und queerer Protest wurde von August 2025 bis Januar 2026 durchgeführt und durch den Fonds Soziokultur sowie den Jugend-Demokratiefonds gefördert.

Im Projekt entwickelten queere Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 27 Jahren kreative, humorvolle und mediale Ausdrucksformen, um sich mit Queerfeindlichkeit, Diskriminierung und rechten Narrativen auseinanderzusetzen – und diesen aktiv etwas entgegenzusetzen. Im Zentrum standen künstlerische und komödiantische Formate wie Drag, Meme-Kultur, Comics, Social-Media-Comedy, Sticker sowie verschiedene Drucktechniken. Humor und Satire wurden dabei bewusst als Strategien genutzt, um Kritik zu formulieren, Erfahrungen zu verarbeiten und gesellschaftliche Debatten mitzugestalten.

Die Workshops fanden in Kooperation mit verschiedenen queeren Jugend- und Begegnungseinrichtungen in mehreren Berliner Bezirken statt, darunter die AHA Berlin, das JuKuZ, der q*lub, das Queerdom, das Meko Neukölln, die qu:alle sowie das AWO-Begegnungszentrum. Dadurch konnten unterschiedliche Zielgruppen erreicht und niedrigschwellige Zugänge geschaffen werden. Die Veranstaltungen wurden von queeren Künstler*innen und Medienschaffenden geleitet, die ihre eigene Praxis aus Kunst und Aktivismus einbrachten. Sie vermittelten nicht nur kreative Techniken, sondern ermöglichten auch Austausch auf Augenhöhe und boten Identifikationsmöglichkeiten für die Teilnehmenden.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts war die aktive Beteiligung der Jugendlichen. Sie entwickelten eigene künstlerische Beiträge, griffen Themen aus ihrer Lebensrealität auf und setzten diese in unterschiedliche Formate um – von Memes und Comics über Sticker und Textildesign bis hin zu Comedy-Performances und Drag-Personas. Die Teilnahme war bewusst offen gestaltet: Jugendliche konnten punktuell an einzelnen Workshops teilnehmen oder sich über einen längeren Zeitraum intensiver einbringen.

Neben der künstlerischen Arbeit spielte auch der Austausch innerhalb der Community eine wichtige Rolle. Die Workshops boten Raum, um Erfahrungen zu teilen, Perspektiven zu diskutieren und gemeinsam Ausdrucksformen zu entwickeln. Dabei ging es nicht nur um aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen, sondern auch um die Frage, wie queerer Protest historisch entstanden ist und wie sich Formen von Widerstand, etwa durch digitale Medien, weiterentwickelt haben.

Den Abschluss bildete eine öffentliche Veranstaltung im Januar 2026. Hier wurden die entstandenen Arbeiten präsentiert, darunter Drag-Performances, Meme-Formate, Drucke, Sticker und Videos. Die Teilnehmenden waren aktiv an der Gestaltung beteiligt, etwa durch die Kuratierung von Beiträgen oder die eigenständige Entwicklung von Performances. Die Veranstaltung bot die Möglichkeit, die eigenen Arbeiten sichtbar zu machen und sie in einen öffentlichen Kontext zu bringen.

Drag & Drop the System zeigte, wie künstlerische und humorvolle Formate genutzt werden können, um gesellschaftliche Konflikte zu bearbeiten, eigene Perspektiven zu artikulieren und sich aktiv in Debatten einzubringen. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig sichere Räume, Community-Bezüge und die Zusammenarbeit mit queeren Künstler*innen sind, um solche Prozesse zu ermöglichen.

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