Zukunftsdialoge vor Ort
Was ist wichtig für die Zukunft? Welche Erwartungen haben junge Menschen zwischen 14 und 21 Jahren? Welche Themen bewegen sie? Was wünschen sie sich von der Politik? In den „Zukunftsdialogen vor Ort" gehen Jugendliche bayernweit in den Austausch mit Fachleuten des JFF und präsentieren in Form einer multimedialen und interaktiven Vernissage ihre Gedanken, Visionen und Wünsche für ein gutes Zusammenleben – aktuell und in der Zukunft – der Bayerischen Staatsministerin des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales sowie weitere stellvertretende Ministerpräsidentin Ulrike Scharf.
Aktuelles
Am 8. Juli 2026 fand ein Zukunftsdialog an der Berufsschule für Fachinformatik Systemintegration in München zum Thema „Zusammenleben in Zeiten von Künstlicher Intelligenz“ statt. In einem Live-Talk unterhielten sich die Berufsschüler Paul und Bozidar mit der Bayerischen Staatsministerin des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales sowie weitere stellvertretende Ministerpräsidentin (Frau StMin) Ulrike Scharf und Dr. Susanne Eggert über Herausforderungen, Chancen und Wünsche für den gesellschaftlichen Umgang mit KI. Das Gespräch ist als Podcast zum Nachhören bei Dein LiFE auf Spotify sowie auf weiteren Podcast-Plattformen verfügbar.
Über das Projekt
Die Zukunft ist nicht absolut vorherseh- und kontrollierbar, was oftmals zu Angst und Sorgen führt. Gerade für junge Menschen ist das Nachdenken über die eigene, nahe Zukunft ein großer Bestandteil ihrer Lebenswelt. In der Identitätsentwicklung setzen sie sich auf persönlicher Ebene beispielsweise damit auseinander, wer sie sein möchten, wie und wo sie leben möchten und wohin der berufliche Weg sie führen wird. Diese Handlungs- und Entscheidungsoptionen sind dabei in gesamtgesellschaftliche Kontexte eingebunden. So stellen sich Jugendliche immer auch Fragen nach dem Miteinander:
Wie wollen wir zusammenleben? Was macht Gemeinschaft aus? Was trägt zum guten Miteinander bei?
In Zeiten von Polykrisen (z. B. Klimakrise oder Extremismus als Gefahr für die Demokratie, …) kann die Beschäftigung mit der eigenen und gesellschaftlichen Zukunft für Jugendliche verstärkt mit negativen Erwartungen, Angst oder Überforderung verbunden sein.
Hier setzen wir mit dem Projekt „Zukunftsdialoge vor Ort“ an. Weil der Blick in die Glaskugel, wie Erkenntnisse aus den Bereichen Zukunftsforschung und Futures Literacy (Zukunftskompetenzen) zeigen, oft produktiv sein kann: Er eröffnet neue Sichtweisen und Handlungsoptionen und ist daher unmittelbar an unsere Gegenwart geknüpft. Die Beschäftigung mit Zukunft kann uns durch die neuen, vielfältigen Perspektiven besser auf den Umgang mit Veränderungen und Krisen in der Gegenwart vorbereiten und eröffnet uns dadurch Möglichkeiten, uns an deren Gestaltung zu beteiligen. Durch die Verdeutlichung der eigenen Handlungsmacht enthält die Auseinandersetzung mit Zukunft also grundsätzlich ein demokratisches Element.
Die Beteiligung junger Menschen an der Zukunftsgestaltung steht im Fokus des Projekts „Zukunftsdialoge vor Ort“. Jugendliche und junge Volljährige zwischen 14 und 21 Jahren formulieren dabei ihre Themen, Wünsche, und Bedarfe, tauschen sich darüber mit Fachleuten des JFF aus und präsentieren Frau StMin Ulrike Scharf in einer multimedialen Vernissage ihre ganz persönlichen Ergebnisse.
Ziel des Projekts ist es, entsprechend Themen, Wünsche und Bedarfe junger Menschen zwischen 14 und 21 Jahren für ihre Zukünfte und ein gutes Zusammenleben in diesen sichtbar zu machen, sie direkt und indirekt zur Beteiligung an der eigenen und gesellschaftlichen Zukunftsgestaltung weiter zu motivieren und einen Austausch zu ‚Demokratie als Lebensform‘ anzuregen.
Das Projekt „Zukunftsdialoge vor Ort“ wird durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales (StMAS) gefördert und in Kooperation durchgeführt.
Kreativ-Workshops vorab
Vor den zentralen Zukunftsdialogen finden zeitnah interaktive, medienpädagogische Workshops in und um die Veranstaltungsorte statt. Die jungen Menschen tauschen sich über ihre Perspektive auf die Zukunft aus und diskutieren darüber, wie ein gutes Miteinander aussehen kann. Anschließend stellen sie in aktiver, kreativer Medienarbeit ihre Wünsche und Themen in Medienprodukten dar. Dabei entstehen beispielsweise Kurzfilme, VR-Welten, Comics, KI-Bilder oder Mini-Podcasts. Diese sind Teil der multimedialen Vernissage am Zukunftsdialog im Dialog der jungen Menschen mit Frau StMin Ulrike Scharf.
Vergangene Zukunftsdialoge: Themen und Perspektiven junger Menschen
Der erste Zukunftsdialog fand am 25. Juli 2024 in Oberfranken im KOMMunalen Jugendzentrum in Bayreuth mit ca. 40 jungen Menschen statt. Am 26. November 2024 versammelten sich im Jugendzentrum Come In in Weilheim in Oberbayern rund 80 Jugendliche. Am 8. Mai 2025 füllte sich der Kreistagssaal des Landratsamtes Roth zur Freude von Frau StMin Ulrike Scharf mit rund 60 jungen Menschen aus Roth und dem umliegenden Landkreis. Aus dem Landkreis Aichach-Friedberg waren beim Zukunftsdialog am 23. Oktober 2025 in Aichach mehr als 50 Jugendliche im Kreuzgratgewölbe im Kreisgut in Aichach vor Ort. In Deggendorf trafen sich am 13. Mai 2026 circa 50 Jugendliche aus Deggendorf und Plattling zum Austausch mit Frau StMin Ulrike Scharf.
Jede Veranstaltung zeigt verschiedene Fokusthemen. Über die Veranstaltungen hinweg sind jedoch auch Überschneidungen erkennbar. Folgende Themen greifen die jungen Menschen wiederkehrend in Medienprodukten auf:
- Junge Menschen wünschen sich mehr Aufmerksamkeit für mentale Gesundheit.
- Die Jugendlichen und jungen Menschen sorgen sich um Inflation, finanzielle Sicherheit und soziale Ungleichheit. Sie wünschen sich daher berufliche Sicherheit und vielversprechende Zukunftsperspektiven.
- Die Sorge vor der Klimakrise und damit einhergehend der Wunsch nach umweltbewusstem Handeln spielen eine große Rolle.
- Sie wünschen sich mehr Mitbestimmung und politische Beteiligung von Kindern und Jugendlichen.
- Sie fordern ein respektvolles, tolerantes und diskriminierungsfreies Miteinander.
- Schule und Digitalisierung sollen stärker an die Lebenswelt junger Menschen angepasst werden.
- Besonders im ländlichen Raum besteht der Wunsch nach besserem ÖPNV und mehr Mobilität.
- Den jungen Menschen fehlen vor Ort zum Teil sichere Treffpunkte und Freizeitangebote.
- Die jungen Menschen wünschen sich, dass Politik auch kleinere Städte und ländliche Regionen stärker berücksichtigt.
Medienprodukte, Themen und Wünsche der jungen Menschen sind für die einzelnen Zukunftsdialoge vor Ort auf digitalen Pinnwänden (Taskcards) einzusehen:
Steckbrief
Projektteam
-
Annabelle
Jüppner
Praxis | Geschäftsstelle
annabelle.jueppner@jff.de
0176/30885033 -
Johannes
Rockstuhl
johannes.rockstuhl@jff.de
Projektleitung
-
Marie
Kätzlmeier
Praxis | Geschäftsstelle
marie.kaetzlmeier@jff.de
+4917630885051
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