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2024 | Forschung

A-Game

Entwicklung eines medienerzieherischen Werkzeugkastens zu digitalen Spielen

A-Game ist ein interaktives Familienspiel rund um Gaming, Mediennutzung und Zusammenleben im Alltag. Es richtet sich an Eltern, Kinder und Jugendliche sowie an pädagogische Fachkräfte, die Familien in Bildungs-, Beratungs- oder Workshopkontexten begleiten.

Im Mittelpunkt steht nicht die Frage, ob Gaming „gut“ oder „schlecht“ ist. A-Game hilft Familien vielmehr dabei, miteinander ins Gespräch zu kommen: Was bedeutet Spielen für mich? Was macht daran Spaß? Was stresst mich? Wo entstehen Missverständnisse? Und wie können wir gemeinsam gute Regeln und Lösungen für den Familienalltag finden?

Dafür stellt A-Game verschiedene spielerische Methoden und Materialien bereit, die einzeln oder nacheinander genutzt werden können – je nachdem, welches Thema gerade wichtig ist.
 

Diese Materialien gibt es

Dein Gaming-Avatar
Wenn Familien besser verstehen möchten, was Gaming für ein Kind oder einen Jugendlichen bedeutet. Die Methode lädt dazu ein, die eigene Gaming-Welt kreativ sichtbar zu machen.

Das magische Quiz
Wenn Familien ihr Gaming-Wissen testen und erweitern möchten. Das Quiz greift Begriffe, Spiele, Alterskennzeichnungen, Spielgeschichte und typische Mechanismen in Games auf.

Space Mission
Wenn Familien ihren Alltag rund ums Gaming besser verstehen möchten. Die Methode hilft dabei, Tagesabläufe, Bedürfnisse, Spielzeiten und gemeinsame Absprachen in den Blick zu nehmen.

Der Endboss
Wenn Gaming manchmal Streit oder Stress auslöst. Mit Karten zu typischen Konflikten können Familien herausfinden, welche „Endbosse“ ihnen im Alltag begegnen – und welche Lösungen helfen können.

Daddelnix’ geheime Zaubersprüche
Wenn Familien verstehen möchten, wie bestimmte Spiele fesseln, frustrieren oder zum Weiterspielen und Kaufen anregen. Die Methode erklärt unter anderem Belohnungssysteme, Lootboxen, Battle Passes, Statussymbole, Frust-Momente und toxische Communities.

Missverständnis-Memory
Wenn typische Streitsätze immer wieder auftauchen. Das Memory greift Aussagen wie „Nur noch eine Runde!“, „Zocken ist nur Zeitverschwendung!“ oder „Du verstehst das nicht!“ auf und eröffnet Wege zu verständnisvolleren Gesprächen.

Alle Materialien können heruntergeladen, ausgedruckt und direkt genutzt werden. Ergänzend gibt es eine Methodenanleitung für Familien sowie Materialien, die auch in pädagogischen Kontexten eingesetzt werden können.
 

So funktioniert A-Game

Die Familien wählen zunächst eine Mission aus, die zu ihrer aktuellen Situation passt. Dann spielen sie gemeinsam, hören einander zu und sammeln neue Perspektiven. Es gibt kein Richtig oder Falsch – wichtig ist, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Begleitet werden die Missionen von der Spielfigur G.U.I.D.A., die Hinweise gibt und Fragen stellt. Gegenspieler ist der Zauberer Daddelnix: Er steht für Streit, Frust und Missverständnisse rund ums Gaming. Je mehr Familien über ihre Bedürfnisse, Sorgen und Erfahrungen sprechen, desto schwächer wird Daddelnix.

Denn seine größte Stärke ist: Missverständnis.
 

Hintergrund des Projekts

A-Game ist Teil des Forschungsschwerpunktes zu Games am JFF. Ziel ist es, Kinder, Jugendliche und ihre Bezugspersonen dabei zu unterstützen, digitale Spiele selbstbestimmt, kompetent und reflektiert in den Alltag einzubinden.

Die Materialien wurden auf Grundlage partizipativer Konzepte und Methoden entwickelt. In einem Expert*innen-Workshop wurden Erfahrungen aus der pädagogischen und beratenden Praxis gesammelt. In einem Eltern-Kind-Workshop wurden Perspektiven von Familien auf das Konfliktthema Gaming einbezogen. Daraus entstanden Ziele, Methodenideen und Umsetzungsstrategien für das Methodenset.

Das Konzept, die Spielideen sowie die analogen und digitalen Materialien wurden anschließend in einem Design-Thinking-Prozess gemeinsam mit einem Entwicklerstudio ausgearbeitet.
 

Erprobung und Weiterentwicklung

Im weiteren Projektverlauf werden die Methoden in Eltern-Kind-Workshops erprobt und evaluiert. Dabei stehen unter anderem folgende Fragen im Mittelpunkt:

Wie verständlich und praktikabel sind die Methoden? Wie funktionieren sie im Familienalltag? Welche Themen, Fragen und Wünsche bringen Kinder, Jugendliche und Eltern ein? Und welche Ansätze können dazu beitragen, Konflikte rund um Gaming zu entschärfen?

Ergänzend sollen Einzelerhebungen in Familien zeigen, wie die Materialien im Alltag eingesetzt werden können. Ziel ist es, die A-Game-Materialien zum Projektabschluss zu veröffentlichen, weiterzuentwickeln und für Familien sowie Fachkräfte nutzbar zu machen.

Laufzeit: Mai 2024 bis Dezember 2026

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Steckbrief

Projektteam

Projektleitung

Wissenschaftliche Leitung



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