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2024 | Praxis

Empowering Media Literacy - Spielend Teilhabe stärken

Medienkompetenz ist eine Schlüsselkompetenz des 21. Jahrhunderts – und entscheidend für gesellschaftliche Teilhabe.

Mit Empowering Media Literacy entwickeln das tim und die Medienstelle Augsburg des JFF ein Angebot, das die digitale Handlungsfähigkeit von pädagogischen Fach- und Lehrkräften stärkt und sie in ihrer Arbeit mit geflüchteten Jugendlichen unterstützt. Das Projekt versteht Medienbildung als einen wesentlichen Bestandteil kultureller und gesellschaftlicher Teilhabe. Aus diesem Anspruch heraus entsteht ein Medien- und Fortbildungspaket, in dessen Mittelpunkt ein kreatives Smartphone Spiel steht. Es erweitert digitale Teilhabe und eröffnet Fachkräften und Jugendlichen einen spielerischen, kreativen Zugang zur selbstbestimmten und reflektierten Mediennutzung.

Das Projekt Empowering Media Literacy wird vom tim- Staatliches Textil- und Industriemuseum Augsburg in Kooperation mit der MSA – Medienstelle Augsburg des JFF umgesetzt. Es ist Teil des Projektverbundes DIWA 4.0 „Das inklusive Wir in Augsburg“, der aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der EU gefördert und vom Büro für gesellschaftliche Integration der Stadt Augsburg koordiniert wird. Der Projektverbund will Chancen für Drittstaatsangehörige und deren Integration fördern und die Augsburger Stadtgesellschaft zukunftsfähig machen. Dabei wird eine Vielfalt von Materialien und digitalen Lösungen entwickelt.

Das Projekt hat eine Laufzeit vom 30.06.2024 bis 31.05.2027.

 

DAS SPIEL

Im Zentrum des Projekts steht die Entwicklung eines kreativen Smartphone Games, das pädagogische Fachkräfte in der Arbeit mit fluchterfahrenen Jugendlichen einsetzen können. Das Spiel vermittelt Medienkompetenz auf spielerische und motivierende Weise – flexibel, niedrigschwellig und eng an der Lebenswelt der Jugendlichen orientiert. Die Spielentwicklung wird von Fachkräften begleitet, deren Perspektiven und Erfahrungen maßgeblich in das Game einfließen.

Das Spiel wird nach Fertigstellung kostenlos zur Verfügung stehen.

 

DIE WORKSHOPREIHE

Parallel zur Spielentwicklung findet eine Workshopreihe für pädagogische Fachkräfte statt, in welcher sie Content für das Game produzieren, sich mit den Einsatzmöglichkeiten des Spiels vertraut machen und ihre eigene Medienkompetenz erweitern. Sie umfasst zwei Formate:

  1. Workshops zu „Media Literacy und Flucht“: Können Computerspiele Resilienz fördern? Wie kann mit der Darstellung von Flucht und Migration in Social Media pädagogisch umgegangen werden? Wie kann mit künstlerischen Ausdrucksformen die Identität geflüchteter Jugendlicher gestärkt werden? Diese und andere Aspekte aus der Medienarbeit mit geflüchteten Jugendlichen werden fachlich beleuchtet und mit praxisnahen Methoden angereichert.
  2. Spielworkshops zum Game Creator: Aspekte, die im Spiel vorkommen sollen, werden im Workshop inhaltlich und visuell aufbereitet. Dabei werden gezielt unterschiedliche integrations- und medienbezogene Themen herausgearbeitet und anschließend als Content produziert. 

Die Workshops reichten sich an alle Fachkräfte, Lehrkräfte oder Ehrenamtlichen, die mit Jugendlichen mit Fluchterfahrung arbeiten.

 

DIE TOOLBOX

Als ergänzendes Produkt entsteht eine Toolbox zur Medienarbeit mit geflüchteten Jugendlichen. Sie bündelt Methoden und Hintergrundwissen zum Game, weitere Materialien und Praxistools, die Fachkräfte in ihrem Alltag unterstützen. Die Toolbox wird nach Fertigstellung frei zugänglich zur Verfügung stehen.

 

DIE TAGUNG

Am 02.02.2027 werden alle im Projekt entstandenen Materialien, Erfahrungen und medienpädagogischen Ansätze im Rahmen einer Fachtagung der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie bietet Austausch, Praxisbeispiele und Einblicke in das Themenfeld Medienkompetenz und Integration. Die Tagung richtet sich an alle Interessierten aus den Bereichen Integration und Jugendhilfe, Medienpädagogik, Forschung und Game Design und will durch interdisziplinäre Vernetzung bereichern.

Weitere Informationen zu Anmeldemöglichkeiten folgen zeitnah.

 

PROJEKTBETEILIGTE

Das Projekt Empowering Media Literacy wird vom tim – Staatliches Textil- und Industriemuseum Augsburg in Kooperation mit der MSA – Medienstelle Augsburg des JFF umgesetzt.

Das tim – Staatliches Textil- und Industriemuseum Augsburg versteht sich als ein „Laboratorium der Zukunft“, das sich in den Dienst einer gerechten Gesellschaft stellt. Industriegeschichte war und ist immer Gesellschafts-, Migrations- und Mediengeschichte. Deshalb werden gesellschaftspolitische Fragen im Zusammenhang mit Flucht, Migration, soziale Umbrüche oder Carearbeit nicht lediglich im Sinne des erinnernden „Bewahrens“ musealisiert, sondern aktiv in die Gegenwart geholt und in die Zukunft gedacht. Mit dem Projekt Empowering Media Literacy verfolgt das tim konsequent den Weg, seine Vernetzung voranzutreiben, die junge, gesellschaftlich diverseGeneration zu befähigen, zu stärken und damit Verantwortung für die lokale Gemeinschaft wahrzunehmen.

Die MSA – Medienstelle Augsburg des JFF begleitet seit 1985 medienpädagogische Projekte mit Kindern und Jugendlichen. Im Mittelpunkt stehen praktische Erfahrungen mit und über Medien sowie Orientierung zu aktuellen Medienphänomenen. Die Angebote richten sich an Personen aus Pädagogik, Jugendarbeit, Kindertageseinrichtungen und anderen erzieherischen Bereichen sowie direkt an Kinder und Jugendliche.
Die MSA ist eine Zweigstelle des JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, das sich seit 1949 mit Medien, Trends sowie Chancen und Herausforderungen aus Sicht junger Menschen beschäftigt. Träger ist der gemeinnützige Verein „JFF – Jugend Film Fernsehen e.V.“.

 

Steckbrief

Projektteam

Projektleitung


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