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2018 | Praxis | Forschung

Digitales Deutschland – Studien zu digital- und medienbezogenen Kompetenzen

"Digitales Deutschland - Studien zur Digitalkompetenz der Bevölkerung" trägt aktuelle Studien zur Medienkompetenz bzw. zu Kompetenzen bezogen auf Digitalisierungsprozesse zusammen und bereitet diese systematisch für ein Online-Angebot im Sinne offener Wissenschaftsdaten (Open Data) auf.

Im Auftrag des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) trägt das JFF in Kooperation mit einem Team der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und der Universität Siegen Studien und Modelle zu Medienkompetenz systematisch zusammen. Die Studien werden hinsichtlich der verwendeten Begriffe, empirischen Umsetzungen und zentraler Befunde analysiert und für ein Online-Angebot aufbereitet, das die entsprechenden Rechercheergebnisse im Sinne offener Wissenschaftsdaten (Open Data) zugänglich macht. Die Aufbereitung der Ergebnisse fokussiert auf Annahmen über die sozialen und gesellschaftlichen Folgen der Digitalisierung, thematisierte Kompetenzanforderungen, sowie die Perspektive der Kompetenzträgerinnen und -träger in aktuellen Kompetenzmodellen und Studien. Das aktuelle Projektmodul dient der Grundlegung des Sachstands zu Medienkompetenz und bildet zugleich die Grundlage für ein mögliches Monitoring zu Kompetenzen bezogen auf Digitalisierungsprozesse in der Zivilbevölkerung, um allen Teilen der Bevölkerung adäquate Angebote zur Weiterentwicklung digital- und medienbezogener Kompetenzen machen zu können und so zu einem gelingenden (Zusammen)leben in einer von Digitalisierung geprägten Gesellschaft beizutragen.


Der Projektverbund

Das Projekt findet in Kooperation zwischen dem JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis und dessen Berliner Büro, einem Team um Prof. Dr. Anja Hartung-Griemberg und Prof. Dr. Thomas Wilke (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg - Abteilung Kultur- und Medienkompetenz) sowie einem Team um Prof. Dr. Dagmar Hoffmann (Universität Siegen - Lehrstuhl für Medien und Kommunikation) statt. Für das JFF sind Kathrin Demmler, Dr. Niels Brüggen, Dr. Guido Bröckling, Kerstin Heinemann und Fabian Hellmuth am Projekt beteiligt.

Projektmodul 1 (11/18 – 02/19)

Im ersten Projektmodul werden aktuelle Studien und Modelle zu digital- und medienbezogener Kompetenzen hinsichtlich der verwendeten Begriffe, empirischen Umsetzungen und zentraler Befunde analysiert und bis Februar 2019 systematisch für ein Online-Angebot im Sinne offener Wissenschaftsdaten (Open Data) aufbereitet.

Folgende Fragestellungen stehen dabei im Fokus:

  • Auf welchen Annahmen über die sozialen und gesellschaftlichen Folgen der Digitalisierung werden aktuelle Modelle für sogenannte „Digitalkompetenzen“ formuliert?
  • Welche Kompetenzanforderungen werden in aktuellen Modellen bezüglich dieser Entwicklungen formuliert? Inwiefern bestehen systematische Unterschiede zwischen den aktuell diskutierten Modellen? Inwiefern ist eine Synthese in ein übergreifendes Rahmenmodell möglich?
  • Inwiefern wird in Kompetenzmodellen auch die Perspektive der Kompetenzträgerinnen und -träger auf die abgefragten Kompetenzen einbezogen? Inwiefern werden bei empirischen Studien auch die Lebenskontexte der Befragten und Berührungspunkte mit Prozessen der Digitalisierung einbezogen?

Ausblick

Im Anschluss an Projektmodul 1 soll in 2019 zunächst eine breit angelegte, öffentlichkeitswirksame Expert*innentagung durchgeführt werden, auf der vorhandene Studien präsentiert und diskutiert, sowie Leerstellen der Forschungslage identifiziert werden, um den Fachdiskurs hinsichtlich der Frage der Medienkompetenz/Digitalkompetenz der Bevölkerung in Deutschland wahrnehmbar voranzutreiben. Aufbauend auf Projektmodul 1 und Expert*innentagung, die der Grundlegung und Diskussion des Sachstands zu digital- und medienbezogener Kompetenzen dienen, wird (a) ein Arbeitsmodell zur Erforschung der Digitalkompetenz/Medienkompetenz in der Zivilbevölkerung entwickelt und (b) ein Monitoring zu digital- und medienbezogener Kompetenzen in der Zivilbevölkerung durchgeführt.

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