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2018 | Praxis | Forschung

Digitales Deutschland

Mensch, Gesellschaft und Kompetenzen im digitalen Wandel

Mit dem digitalen Wandel verändern sich die Anforderungen an die Kompetenzen der Einzelnen wie auch an die Förderung von Kompetenzen. Besonders im Fokus steht dabei die Frage, welche Bedeutung der alltagsnahe Einsatz von Systemen mit künstlicher Intelligenz für das kompetente Handeln Einzelner hat. Hier zeigt sich: Es werden Grundlagen für die Bildung angesichts der Digitalisierung benötigt.

Ziel des Projekts Digitales Deutschland ist es, einen Überblick über die Kompetenzen der Bevölkerung zu geben, die angesichts der Digitalisierung für ein souveränes Leben notwendig sind. Das Projekt widmet sich in aufeinander aufbauenden Modulen sowohl den unterschiedlichen Kompetenzanforderungen als auch den Rahmenbedingungen, die zu einem gelingenden Kompetenzerwerb notwendig ist.

Im aktuellen Modul 4 arbeiten wir in vier miteinander verschränkten Bausteinen an Folgendem:

  • Wir schaffen einen Überblick – Im Monitoring analysieren und begutachten wir kontinuierlich aktuelle und relevante Studien und Modelle zur Medien- und Digitalkompetenz. Mit einem besonderen Fokus werden in Modul 4 auch relevante Studien zu künstlicher Intelligenz und Kompetenz einbezogen. Das Monitoring wird für das Online-Angebot https://digitales-deutschland.jff.de aufbereitet.
  • Wir entwickeln Konzepte weiter ‑ In einem theoretisches Rahmenkonzept bündeln wir Kompetenzmodelle und entwickeln sie für die weitere Auseinandersetzung und Analyse von Kompetenzen angesichts des digitalen Wandels weiter. Expertisen und interdisziplinäre Fachgespräche begleiten diesen Prozess.
  • Wir schließen Forschungslücken ‑ In eigenen empirischen Studien eruieren wir die Kompetenzen der Bevölkerung. Eine Repräsentativbefragung hat zunächst den Schwerpunkt auf die mit Künstlicher Intelligenz verbundenen Kompetenzanforderungen. Qualitative Befragen fokussieren Erfahrungen und Bedürfnisse der Menschen in Bezug auf Medien- und Digitalkompetenzen.
  • Wir bereiten Wissen auf ‑ In Form eines digitalen Magazins bereiten wir Expertisen, Fachgespräche und eigene Forschungsergebnisse für eine breite (Fach-)Öffentlichkeit auf.

Der Projektverbund

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. Es findet in Kooperation zwischen dem JFF – Institut für Medienpädagogik, einem Team um Prof. Dr. Anja Hartung-Griemberg und Prof. Dr. Thomas Wilke (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg - Abteilung Kultur- und Medienkompetenz) sowie einem Team um Prof. Dr. Dagmar Hoffmann (Universität Siegen - Lehrstuhl für Medien und Kommunikation) statt.

Für das JFF sind Kathrin Demmler, Dr. Niels Brüggen, Dr. Senta Pfaff-Rüdiger, Maximilian Schober, Laura Cousseran, Nadja Jennewein und Kerstin Heinemann am Projekt beteiligt.

Projektmodul 1 (11/18 – 02/19)

Im ersten Projektmodul wurden aktuelle Studien und Modelle der letzten fünf Jahre (2013-2018) zu digital- und medienbezogenen Kompetenzen hinsichtlich der verwendeten Begriffe, empirischen Umsetzungen und zentraler Befunde analysiert und für das Online-Angebot https://digitales-deutschland.jff.de aufbereitet.

Projektmodul 2 (02/19 – 09/19)

Das zweite Modul legte den Schwerpunkt auf den interdisziplinären Austausch und die konzeptionelle Arbeit. Realisiert wurde der Austausch u. a. mit einer Diskussionsveranstaltung mit Expert*innen verschiedener Fachrichtungen am 01. Juli in Frankfurt am Main. Diskutiert wurden hier die im Projekt entwickelten Expertisen zu den Zielgruppen „Kinder und Jugendliche“, „Erwachsene“ und „Menschen im höheren Alter" sowie ausgewählte Kompetenzmodelle zur Einordnung der Befunde. Dies diente der Identifikation von Leerstellen und Herausforderungen zur Vorbereitung des Rahmenkonzepts.

Modul 3: (10/19 – 02/20)

Im dritten Projektmodul wurden die bisherigen Erkenntnisse aus der Datenbank und den interdisziplinären Impulsen zusammengeführt, um ein Rahmenkonzept als Grundlage für ein umfassendes Monitoring zu erstellen. Aufbauend auf die Projektmodule 1 und 2, die der Grundlegung und Diskussion des Sachstands zu digital- und medienbezogenen Kompetenzen dienten, wurde ein Rahmenkonzept entwickelt, um Studien und Maßnahmen zum Erwerb von Digitalkompetenz/Medienkompetenz in der Zivilbevölkerung einordnen zu können, Leerstellen zu identifizieren, diese ggf. schließen zu können. So wurde eine Grundlage geschaffen, um den Fachdiskurs hinsichtlich der Frage der Medienkompetenz/Digitalkompetenz der Bevölkerung in Deutschland wahrnehmbar voranzutreiben. Dieser Prozess und die Erkenntnisse wurden in den aktuellen Fachdiskurs in Form weiterer Expert*innen-Gespräche eingeordnet.

Modul 4: (09/20 – 12/23)

Im vierten Modul werden kontinuierlich aktuelle und relevante Studien und Modelle zur Medien- und Digitalkompetenz analysiert und begutachtet sowie für das Online-Angebot https://digitales-deutschland.jff.de aufbereitet. Zudem widmet sich das Projekt eigenen empirischen Studien und legt dazu mit einer Repräsentativbefragung zunächst einen Schwerpunkt auf die mit Künstlicher Intelligenz verbundenen Kompetenzanforderungen. In qualitativen Studien werden u. a. die Perspektiven der Kompetenzträger*innen fokussiert. Das in Modul 3 entwickelte theoretische Rahmenkonzept bietet eine Grundlage für die (weitere) Auseinandersetzung und Analyse von Kompetenzen angesichts des digitalen Wandels und wird in Modul 4 kontinuierlich weiterentwickelt. Interdisziplinäre Fachgespräche und Expertisen aus unterschiedlichen Fachgebieten begleiten diesen Prozess. In Form eines digitalen Magazins werden Expertisen, Fachgespräche und eigene Forschungsergebnisse für eine breite (Fach-)Öffentlichkeit aufbereitet.



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