A-Game
Entwicklung eines medienerzieherischen Werkzeugkastens zu digitalen Spielen
A-Game ist ein interaktives Familienspiel rund um Gaming, Mediennutzung und Zusammenleben im Alltag. Es richtet sich an Eltern, Kinder und Jugendliche sowie an pädagogische Fachkräfte, die Familien in Bildungs-, Beratungs- oder Workshopkontexten begleiten.
Im Mittelpunkt steht nicht die Frage, ob Gaming „gut“ oder „schlecht“ ist. A-Game hilft Familien vielmehr dabei, miteinander ins Gespräch zu kommen: Was bedeutet Spielen für mich? Was macht daran Spaß? Was stresst mich? Wo entstehen Missverständnisse? Und wie können wir gemeinsam gute Regeln und Lösungen für den Familienalltag finden?
Dafür stellt A-Game verschiedene spielerische Methoden und Materialien in digitaler und analoger Form bereit, die einzeln oder nacheinander genutzt werden können – je nachdem, welches Thema gerade wichtig ist.
Diese Materialien gibt es
Dein Gaming-Avatar
Wenn Familien besser verstehen möchten, was Gaming für ein Kind oder einen Jugendlichen bedeutet. Die Methode lädt dazu ein, die eigene Gaming-Welt spielerisch sichtbar zu machen.
Das magische Quiz
Wenn Familien ihr Gaming-Wissen testen und erweitern möchten. Das Quiz greift Begriffe, Spiele, Alterskennzeichnungen, Spielgeschichte und typische Mechanismen in Games auf.
Space Mission
Wenn Familien ihren Alltag rund ums Gaming besser verstehen möchten. Die Methode hilft dabei, Bedürfnisse und Ressourcen sowie Tagesabläufe und gemeinsame Absprachen in den Blick zu nehmen.
Der Endboss
Wenn Gaming manchmal Streit oder Stress auslöst. Mit Karten zu typischen Konflikten können Familien herausfinden, mit welchen Attacken der Gaming-Endboss ihren Alltag erschwert – und welche Lösungen helfen können.
Daddelnix’ geheime Zaubersprüche
Wenn Familien verstehen möchten, wie bestimmte Spiele fesseln, frustrieren oder zum Weiterspielen und Kaufen anregen. Die Methode erklärt spielerisch verschiedene Spielmechaniken beliebter Games.
Missverständnis-Memory
Wenn typische Streitsätze immer wieder auftauchen. Das Memory greift Aussagen wie „Nur noch eine Runde!“, „Zocken ist nur Zeitverschwendung!“ oder „Du verstehst das nicht!“ auf und eröffnet Wege zu verständnisvolleren Gesprächen.
Alle Materialien können heruntergeladen, ausgedruckt und direkt genutzt werden. Ergänzend gibt es eine Methodenanleitung für Familien sowie Materialien, die auch in pädagogischen Kontexten eingesetzt werden können.
Alle Materialien sowie die Methodenanleitungen für Familien und Fachkräfte finden Sie unter “Veröffentlichungen”.
So funktioniert A-Game
Die Familien wählen zunächst eine Mission aus, die zu ihrer aktuellen Situation passt. Dann spielen sie gemeinsam, hören einander zu und sammeln neue Perspektiven. Es gibt kein Richtig oder Falsch – wichtig ist, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Begleitet werden die Missionen von der Spielfigur G.U.I.D.A., die Hinweise gibt und Fragen stellt. Gegenspieler ist der Zauberer Daddelnix: Er steht für Streit, Frust und Missverständnisse rund ums Gaming. Je mehr Familien über ihre Bedürfnisse, Sorgen und Erfahrungen sprechen, desto schwächer wird Daddelnix.
Denn seine größte Stärke ist: Missverständnis.
Hintergrund des Projekts
A-Game ist Teil des Forschungsschwerpunktes zu Games am JFF. Ziel ist es, Kinder, Jugendliche und ihre Bezugspersonen dabei zu unterstützen, digitale Spiele selbstbestimmt, kompetent und reflektiert in den Alltag einzubinden.
Die Materialien wurden auf Grundlage partizipativer Konzepte und Methoden entwickelt. In einem Expert*innen-Workshop wurden Erfahrungen aus der pädagogischen und beratenden Praxis gesammelt. In einem Eltern-Kind-Workshop wurden Perspektiven von Familien auf das Konfliktthema Gaming einbezogen. Daraus entstanden Ziele, Methodenideen und Umsetzungsstrategien für das Methodenset.
Das Konzept, die Spielideen und das konkrete Material der analogen und digitalen Methoden wurden anschließend in einem Design-Thinking-Prozess gemeinsam mit einem Entwicklerstudio ausgearbeitet.
Erprobung und Weiterentwicklung
Im weiteren Projektverlauf werden die Methoden in Eltern-Kind-Workshops erprobt und evaluiert. Dabei stehen unter anderem folgende Fragen im Mittelpunkt:
Wie verständlich und praktikabel sind die Methoden? Wie funktionieren sie im Familienalltag? Welche Themen, Fragen und Wünsche bringen Kinder, Jugendliche und Eltern ein? Und welche Ansätze können dazu beitragen, Konflikte rund um Gaming zu entschärfen?
Ergänzend sollen Einzelerhebungen in Familien zeigen, wie die Materialien im Alltag eingesetzt werden können. Ziel ist es, die A-Game-Materialien zum Projektabschluss zu veröffentlichen, weiterzuentwickeln und für Familien sowie Fachkräfte nutzbar zu machen.
Laufzeit: Mai 2024 bis Dezember 2026
"Missverständnis-Memory" aus dem Methodenset des Projekts A-Game
Das “Missverständnis-Memory” greift typische Sätze und Reaktionen auf, die im Familienalltag rund ums Gaming schnell zu Streit führen können – und…
"Dein Gaming-Avatar" aus dem Methodenset des Projekts A-Game
Die Methode “Dein Gaming-Avatar” lädt Kinder und Jugendliche dazu ein, ihre eigene Gaming-Welt sichtbar zu machen: Hier können gaming-begeisterte oder…
"Der Endboss" aus dem Methodenset des Projekts A-Game
“Der Endboss” setzt dort an, wo Gaming im Familienalltag zu Stress, Streit oder Missverständnissen führt. Mithilfe von Karten werden typische…
"Daddelnix' geheime Zaubersprüche" aus dem Methodenset des Projekts A-Game
Bei der Methode “Daddelnix’ geheime Zaubersprüche” stehen typische Mechanismen digitaler Spiele im Mittelpunkt, die Kinder, Jugendliche und Eltern…
"Das magische Quiz" aus dem Methodenset des Projekts A-Game
“Das magische Quiz” stellt das gemeinsame Gaming-Wissen auf die Probe. In drei spielerischen Prüfungen setzen sich Eltern, Kinder und Jugendliche…
"Space Mission" aus dem Methodenset des Projekts A-Game
Die Methode “Space Mission” lädt Eltern, Kinder und Jugendliche dazu ein, den Familienalltag rund ums Gaming spielerisch in den Blick zu nehmen:…
Steckbrief
Projektteam
-
Andreas
Oberlinner
Forschung | Geschäftsstelle
andreas.oberlinner@jff.de
+49 89 68 989 152 -
Felix
Berger
Praxis | Geschäftsstelle
felix.berger@jff.de
Projektleitung
-
Michael
Gurt
Forschung | Flimmo
michael.gurt@jff.de
+49 89 68 989 132
Wissenschaftliche Leitung
-
Dr.
Niels
Brüggen
Leitung der Abteilung Forschung
niels.brueggen@jff.de
+49 89 68 989 130
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