Zum Hauptinhalt springen
2017 | Praxis | Forschung

PADIGI – Partizipation digital

Erprobung von digitalen Lernmodulen für Fachkräfte in pädagogisch-pflegerischen Berufen

Im Zentrum des Projekts PADIGI –Partizipation digital steht die Entwicklung des Blended-Learning-Kurses Inklusiv digital für den Einsatz in der Fort- und Weiterbildung pädagogisch-pflegerischer Fachkräfte. Mit der Methode des Blended Learning wird dem Umstand Rechnung getragen, dass es für Fachkräfte im pädagogisch-pflegerischen Bereich oft sehr schwierig ist, eine Fort- oder Weiterbildung wahrzunehmen, da dies mit ihren Arbeitszeiten nur schwer zu vereinbaren ist. Blended Learning kombiniert selbstorganisiertes Online-Lernen mit Präsenzveranstaltungen und bietet so die Möglichkeit einer Weiterbildung, die in großen Teilen flexibel und unabhängig von Ort und Zeit absolviert werden kann.
Herzstück des Kurses ist die Erarbeitung eines Medienprojektes mit den jeweiligen Klient_innen, das heißt, die Methode der aktiven Medienarbeit steht im Zentrum des Angebotes. Inhaltliche Schwerpunkte des Projekts liegen dabei theoretischen Grundlagen zu Inklusion und digitalen Medien sowie auf der Sensibilisierung von Fachkräften für die Bedeutung digitaler Medien zur gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung. Eine Schulung erfolgt dahingehend, den Umgang der Klient_innen mit digitalen Medien im Alltag kompetent zu begleiten und zu unterstützen. Gleichzeitig stärken die Fachkräfte ihre eigene Medienkompetenz.

Der Blended-Learning-Kurs wird als Open Educational Resource (OER) konzipiert, sodass er nach Projektende Institutionen der Fort- und Weiterbildung, Wohlfahrtsverbänden und allen weiteren Interessierten frei zur Verfügung steht. Um den Kurs in eigene Strukturen zu integrieren und Tipps und Anregungen für die Kursumsetzung und -durchführung  zu erhalten, wird – zusätzlich zum eigentlichen Blended-Learning-Angebot – eine umfangreiche Handreichung für Anbieter_innen erarbeitet.

PADIGI wird in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Digitale und Strategische Kommunikation (Prof. Dr. Thomas Knieper) und dem Lehrstuhl für Data Science (Prof. Dr. Michael Granitzer) der Universität Passau durchgeführt. Praxispartnerin ist die Akademie Schönbrunn des Franziskuswerks Schönbrunn, einer der größten Einrichtungen für Menschen mit sogenannter Behinderung in Bayern. Weitere Kooperationspartnerin ist Prof. Dr. Susanne Heidenreich (Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm), die dem Projekt als Expertin im Bereich inklusiver Forschung sowie mit ihren Erfahrungen in der Entwicklung von E-Learning-Modulen zur barrierefreien Teilhabe beratend zur Verfügung steht.

Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren (1. März 2017 bis 29. Februar 2020).

Zielgruppen

PADIGI fokussiert zwei Zielgruppen. Dies sind zum einen Fachkräfte im pädagogisch-pflegerischen Bereich, die zentrale Zielgruppe des Projekts. Eine weitere indirekte Zielgruppe des Projekts sind Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung, in deren Alltag die Inhalte der Qualifizierungsmaßnahme zur Umsetzung kommen sollen. Mit Blick auf diese Zielgruppen werden folgende Ziele verfolgt:

  1. Sensibilisierung für die eigene Mediennutzung sowie dafür, wie Menschen mit geistiger Behinderung mit digitalen Medien umgehen und inwiefern sie davon profitieren können.
  2. Erhöhung der Akzeptanz digitaler Medien in der Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung.
  3. Thematisierung von Medien und deren Wahrnehmung als Lehr- und Lernmittel.
  4. Schärfung des Bewusstseins für Chancen sowie Probleme und Schwierigkeiten im Umgang mit Medien.
  5. Stärkung der Medienkompetenz für einen sichereren Umgang mit Medien in der täglichen Arbeit zur Unterstützung der personalen und sozialen Identität und Integration von Menschen mit geistiger Behinderung.

Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung:

  1. Förderung und Stärkung der individuellen Medienkompetenz.
  2. Begleitung und Unterstützung im Umgang mit digitalen Medien.
  3. Ermöglichung gesellschaftlicher Teilhabe mit Hilfe digitaler Medien.
  4. Steigerung der Lernmotivation und Verbesserung des Wissenserwerbs durch den Einsatz digitaler (Lern-)Medien.

English summary

Participative Media Education for People with an Intellectual Disability. Trial of Digital Learning Modules for Professionals (PADIGI)

The project aims on developing a blended learning module for the qualification of professionals working with people with an intellectual disability. Content of the learning module are the potentials of digital media for more participation of intellectual disabled people. Professionals shall be sensitized for these potentials and they will be trained to assist people with an intellectual disability using digital media in their everyday life in a competent way.   


























2019 | Forschung

Inklusiv digital

PADIGI-Beitrag in der merz 05/2019 zur Entwicklung eines Blended-Learning- Kurses für pädagogisch-pflegerische Fachkräfte

Mehr

2019 | Forschung

Expertise "Didaktisches Design für digitale Lernmodule"

Zur Vermittlung von Medienkompetenz für Menschen mit Lernschwierigkeiten

Mehr

2019 | Forschung

Inklusiv digital: Blended-Learning-Angebot für pädagogisch-pflegerische Fachkräfte

Ein Beitrag von Dr. Susanne Eggert und Valerie Jochim im Band "Digital Diversity" – herausgegeben von Holger Angenent, Birte Heidkamp und David Kergel

Mehr

2018 | Forschung

Expertise zum Einsatz Inklusiver Forschung

Die vorliegende Expertise entstand im Rahmen des vom JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis durchgeführten Projektes...

Mehr

| W5 Bürgerhaus | Röhrmoos

Inklusiv digital

Fachtagung zu den Potenzialen von Digitalisierung im pädagogisch-pflegerischen Arbeitsfeld

Mehr

Steckbrief

Ansprechpersonen


Partner


Zurück

Volltextsuche

Projekte Kompetenzbereich

Projekte Zielgruppe

Veröffentlichungen

Kontakt JFF

Rechnungsadresse: JFF – Jugend Film Fernsehen e. V.


mit der Geschäftsstelle:

JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis

Ansprechpersonen im Sekretariat: Gabriele Fella und Verena Höhme

Arnulfstr. 205
80634 München

+49 89 68 989 0
+49 89 68 989 111
jff@jff.de
www.facebook.com/JFF.Institut
JFF_de

Medienzentrum München des JFF (MZM)

Ansprechperson Sekretariat: Martina Bloech

Rupprechtstr. 29
80636 München

+49 89 12 665 30
+49  89 12 665 324
www.medienzentrum-muc.de
mzm@jff .de

Medienstelle Augsburg des JFF (MSA)

Willy-Brandt-Platz 3
86153 Augsburg

+49 821 32 429 09
www.jff.de/msa
msa@jff.de
www.facebook.com/msa.medienstelleaugsburg

Büro Berlin des JFF

Braunschweiger Str. 8
12055 Berlin

+49 30 87 337 952
bueroberlin@jff.de
Weitere Informationen

Kontaktformular

Kontaktformular