Spielräume – Populismus aufdecken | Gegenstrategien erproben
Wie entstehen Meinungen im Netz? Warum wirken populistische Inhalte oft so überzeugend? Und wie können wir ihnen begegnen?
Das Projekt Spielräume setzt genau hier an: Es stärkt Informationskompetenz und politische Urteilsfähigkeit – mit einem innovativen, spielerischen Zugang zu aktuellen Herausforderungen digitaler Öffentlichkeit.
Worum es geht
In digitalen Medien begegnen uns täglich vereinfachte Narrative, emotionale Zuspitzungen und gezielte Desinformation. Diese Kommunikationsstrategien sind oft schwer zu durchschauen und beeinflussen gesellschaftliche Diskurse nachhaltig. Spielräume sensibilisiert für diese Dynamiken und macht sie verständlich und erfahrbar.
Im Zentrum steht die Frage:
Wie können Menschen – insbesondere junge Menschen – lernen, sich selbstbestimmt zu informieren, Position zu beziehen und konstruktiv mit problematischen Inhalten umzugehen?
Unser Ansatz
Spielräume verbindet politische Bildung mit spielerischen Methoden. In einem partizipativen Prozess entstehen niedrigschwellige, kreative Formate, die komplexe Themen zugänglich machen und zur aktiven Auseinandersetzung einladen.
Dabei werden zentrale Aspekte populistischer Kommunikation beleuchtet:
- Wer spricht im Netz und mit welchen Interessen?
- Was sind typische Narrative und Argumentationsmuster?
- Wie funktionieren Strategien wie Desinformation, Emotionalisierung oder Hass?
Durch spielerische Zugänge werden diese Fragen nicht nur theoretisch behandelt, sondern praktisch erfahrbar gemacht.
Was entsteht
Im Projekt werden kompakte, spielbasierte Materialien entwickelt, die flexibel einsetzbar sind – auch ohne spezielle Vorkenntnisse. Dazu gehören unter anderem:
- Spielszenarien zu Mediennutzung, Plattformlogiken und Informationsbewertung
- interaktive Übungen zu Populismus und Desinformation
- kreative Methoden zur Entwicklung eigener Gegenstrategien
Alle Materialien werden gemeinsam mit Fachkräften entwickelt, mit jungen Menschen erprobt und anschließend über eine Projektwebsite frei zugänglich gemacht.
Für wen
Spielräume richtet sich in erster Linie an Fachkräfte aus Schule, Jugendarbeit und Bildung. Sie werden im Projekt qualifiziert und aktiv in die Entwicklung der Materialien eingebunden.
Die entwickelten Formate können anschließend direkt in der Bildungsarbeit eingesetzt werden – sowohl in formalen als auch in non-formalen Kontexten.
Besonderheit
Spielräume setzt auf einen partizipativen Entwicklungsprozess: Fachkräfte und junge Menschen gestalten die Inhalte gemeinsam. So entstehen praxisnahe, erprobte Methoden, die langfristig nutzbar sind und sich leicht in unterschiedliche Bildungssettings integrieren lassen.
Ziel
Das Projekt verfolgt ein klares Ziel:
Menschen zu befähigen, digitale Informationsräume kritisch zu verstehen, populistische Strategien zu erkennen und aktiv, reflektiert und demokratisch zu handeln.
Steckbrief
Projektteam
-
Daniel
Aberl
Praxis | Medienzentrum München
daniel.aberl@jff.de
+49 176 3088 9102 -
David
Morin
Praxis | Geschäftsstelle
david.morin@jff.de
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