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2024 | Praxis

jung. engagiert. online

Unter dem Titel „jung. engagiert. online“ wollen BLM und JFF längerfristig in Zusammenarbeit mit dem BJR jungen Menschen unterstützen, die entweder selbst als Mikroinfluencer*innen im Netz aktiv sind oder als Engagierte der Jugendarbeit mit den Interessen und auch Sorgen junger Menschen im Netz konfrontiert sind.

Junge Menschen kommen auf Social Media auch mit problematischen Inhalten wie Hate Speech, Fake News oder Verschwörungsmythen in Kontakt. Egal, ob sie selbst Content erstellen oder nur als Userinnen und User unterwegs sind: Es ist wichtig, ihnen Tipps für eine sichere Mediennutzung zu bieten, um einen verantwortungsvollen Umgang mit Instagram, TikTok und Co. zu ermöglichen. 

Unter dem Titel "jung. engagiert. online" wollen die BLM und das JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis in Kooperation mit dem Bayerischen Jugendring (BJR) junge Menschen im Netz unterstützen. Im Fokus stehen dabei: 

  • Jugendliche und junge Erwachsene, die redaktionelle Inhalte für Social Media erstellen wollen,
  • Mikro-Influencerinnen und -Influencer, die eigenen Content produzieren und eine kleine Community haben,
  • Jugendleitungen, die in ihrer ehrenamtlichen Arbeit mit den Fragen junger Menschen rund um Medien in Berührung kommen.

Diese Zielgruppen werden in drei unterschiedlichen Modulen adressiert. Die Umsetzung der Module erfolgt schrittweise und wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert. 

Modul A): TikTok-Redaktion: RISKANTIK

Content von jungen Menschen für junge Menschen zu produzieren – das ist das Ziel der TikTok-Redaktion RISKANTIK. Ein- bis Zweimal im Monat treffen sich Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 13 und 23 Jahren unter der Anleitung von geschulten Medienpädagoginnen und -pädagogen des JFF zu einer Online-Redaktionssitzung. Die Redaktion sucht Themen aus und plant neue Videos für den TikTok-Account @tiktokredaktion. Thema des Kanals sind aktuelle Medientrends und deren Risiken – von Challenges bis Deep Fakes. In Videos klärt RISKANTIK über Gefahren auf und gibt Tipps für eine sichere Mediennutzung. Die Mitglieder der Redaktion lernen mit- und voneinander, wie man einen Redaktionsplan erstellt, Videos konzipiert, dreht und schneidet und wie Social Media funktioniert.  

Interessierte Jugendliche und junge Erwachsene können sich anmelden und mitmachen: riskantik@jff.de oder WhatsApp (0176 21542092). Weitere Informationen gibt es nach der Anmeldung

Modul B): Camp für und mit Mikroinfluencer*innen

Im Netz sind junge Menschen aktiv, auch als Mikro-Influencerinnen und -Influencer. Sie betreiben eigene Kanäle auf unterschiedlichen Plattformen, die sich mit einem breiten Spektrum an Themen befassen. Bei der Interaktion mit ihren meist ebenfalls jungen Followerinnen und Followern können sie z. B. auf Hate-Speech, Trolling und Verbreitung von Fake News stoßen. Weitere problematische Inhalte sind Verschwörungsmythen oder Extremismus. Nicht selten sind Mikro-Influencerinnen und -Influencer Bezugspersonen für ihre Fans, die sich bei Problemen hilfesuchend an sie wenden. Deshalb ist es wichtig, dass junge Influencerinnen und Influencer über ein breites Wissen, gute Kontakte und Kenntnis von Informations- und Beratungsangeboten verfügen. 

Im Projekt soll ermittelt werden, welche Rahmenbedingungen erforderlich sind, um ein (Schulungs-)Netzwerk für junge Influencerinnen und Influencer aufzubauen. Das Projekt ist partizipativ angelegt und wird gemeinsam mit der jungen Zielgruppe gestaltet. Herzstück des Projekts ist ein Camp, auf dem Mikro-Influencerinnen und -Influencer die Themen setzen. 

C) Netzwerk für Jugendleiter*innen

Jugendleitungen sind für Kinder und Jugendliche wichtige Ansprechpersonen auf Augenhöhe, wenn es um das Thema Medien geht. Für eine effiziente Unterstützung der Jugendleitungen und eine hilfreiche Verankerung des Themas in der Jugendarbeit fehlen Vernetzungsangebote, damit sich Jugendleitungen über das Thema Medienkompetenz austauschen können. 

Das neue Netzwerk soll Jugendleitungen ein Forum für Austausch bieten. Sie können sich dort damit befassen, wie sie Kinder und Jugendliche unterstützen und beraten können, aber auch, wie sie digitale Tools gewinnbringend und qualifiziert einbringen können. Das Netzwerk-Konzept soll als Pilotprojekt erprobt werden. 


Das Projekt "jung. engagiert. online" ist ein Projekt der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und dem JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis in Kooperation mit dem Bayerischen Jugendring (BJR).

 

 


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