Expertenkommission legt Bestandsaufnahme vor
Die Bestandsaufnahme der Unabhängigen Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ setzt einen wichtigen fachlichen Marker: Kinder- und Jugendmedienschutz braucht mehr als Alarmismus, Symbolpolitik oder verkürzte Bildschirmzeitdebatten.
Im Zentrum stehen nicht nur Inhalte, sondern vor allem Interaktionsrisiken digitaler Lebenswelten – von Cybermobbing, Hassrede und sexualisierten Grenzverletzungen bis hin zu neuen Gefährdungen durch KI-basierte Anwendungen. Gleichzeitig unterstreicht die Bestandsaufnahme, dass digitale Medien auch Räume für Information, Zugehörigkeit, Identitätsarbeit und Teilhabe eröffnen. Genau deshalb braucht es einen Ansatz, der Schutz, Befähigung und Teilhabe zusammendenkt: evidenzbasiert, entwicklungsbezogen und institutionell koordiniert. Es geht um Regulierung und Aufsicht ebenso wie um Medienbildung, Prävention und tragfähige Unterstützungssysteme für Kinder, Jugendliche, Eltern und Fachkräfte.
Besonders wichtig ist aus unserer Sicht, dass die Kommission die Debatte fachlich differenziert führt: Nicht pauschale Kausalbehauptungen helfen weiter, sondern der Blick auf Nutzungskontexte, Plattformlogiken, Vulnerabilitäten und ungleiche Betroffenheiten. Dass mit Dr. Susanne Eggert auch die fachliche Leitung des JFF in dieser Expertenkommission mitwirkt, ist für die Qualität dieser Debatte ein wichtiges Signal. Medienpädagogische Perspektiven, Praxiswissen und Forschung gehören in die Mitte der politischen und fachöffentlichen Auseinandersetzung um Kinder- und Jugendmedienschutz. Die Bestandsaufnahme ist damit ein zentraler Zwischenstand und eine starke Grundlage für die nun folgenden Handlungsempfehlungen.
Steckbrief
Ansprechpersonen
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Anja
Berg
Presse + Öffentlichkeitsarbeit
anja.berg@jff.de
+49 17630881171 -
Dr.
Susanne
Eggert
Direktorin mit Schwerpunkt fachliche Leitung
susanne.eggert@jff.de
+49 89 68 989 152
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