Eine App für die Jugend? Möglichkeiten einer Jugend-App in Bayern
Die Diskussion über eine Jugend-App für Bayern ist hochaktuell und erfordert eine gründliche Untersuchung der Bedürfnisse junger Menschen. In einem innovativen Forschungs-Praxis-Projekt werden verschiedene Phasen durchlaufen – von der Analyse bestehender Jugend-Apps über kreative Workshops, in denen Jugendliche aktiv gestalten können bis hin zu einem digitalen Beteiligungsverfahren.
07/26 -12/26
EINE APP FÜR DIE JUGEND – Voraussetzungen für die Umsetzung.
In der aktuellen Projektlaufzeit werden die Ergebnisse der ersten Projektphase vertieft. Die Ergebnisse zeigen, dass die Attraktivität und nachhaltige Nutzung einer Jugend-App wesentlich von ihrer regionalen und lebensweltlichen Relevanz sowie von einer verbindlichen Anbindung an lokale Strukturen abhängt. Darauf aufbauend sollen nun Ressourcenanforderungen für eine erfolgreiche Implementierung, einen nachhaltigen Betrieb, sowie das Zusammenwirken von kommunalen und landesweiten Strukturen konkretisiert werden.
Zentrale Fragen sind:
- Welche organisatorischen, personellen und strukturellen Voraussetzungen sind für eine erfolgreiche Implementierung sowie den nachhaltigen Betrieb einer Jugend-App erforderlich?
- An welche kommunalen und landesweiten Strukturen kann eine Jugend-App sinnvollerweise angebunden werden? Insbesondere dann, wenn Jugendliche politisch beteiligt werden sollen?
- Welche Aufgaben und Verantwortlichkeiten sind idealerweise bei Akteur*innen in den Kommunen verankert und welche Elemente können durch landesweite Strukturen zentral bereitgestellt oder koordiniert werden?
Dazu wird unter anderem ein beispielhaftes App-Szenario modellhaft mit einer Kommune diskutiert.
01/2025 – 06/26
EINE APP FÜR DIE JUGEND – eine sinnvolle Investition für Bayern?
Die Idee, eine Jugendapp für Bayern einzuführen, wird lokal und regional immer wieder intensiv diskutiert. An die Entwicklung einer App sind unterschiedliche Hoffnungen und Erwartungen geknüpft, wie z.B. der Wunsch nach einer digitalen Plattform, über die sich Jugendliche niederschwellig, zielgruppengerecht und unmittelbar informieren oder auch beteiligen können. Das JFF – Institut für Medienpädagogik geht in Kooperation mit dem BJR - Bayerischer Jugendring der Frage nach, ob und unter welchen Bedingungen eine solche App in Bayern ein Erfolg sein kann.
Neben einer Analyse bestehender Angebote steht im Projekt vor allem die Partizipation junger Menschen selbst im Vordergrund. Der Erkenntnisprozess ist partizipativ angelegt und soll vielfältige Lebensrealitäten, Interessen und Bedürfnisse von Jugendlichen sichtbar machen. Wir wollen gemeinsam, im direkten Austausch mit den Jugendlichen herausfinden, was eine App braucht, damit diese ihnen einen Mehrwert bietet. Eine der Kernfragen, der wir nachgehen möchten, lautet: Was wünschen sich Jugendliche für eine App, damit sie diese gern nutzen?
Das Forschungs-Praxis-Projekt "App für die Jugend?" gliederte sich in mehrere Phasen, die wissenschaftliche Forschung und praxisorientierte Ansätze verbanden:
- Recherchephase und Expertise: In einem ersten Schritt wurde eine detaillierte Untersuchung zu den bestehenden Jugend-Apps durchgeführt. Diese Recherche bildet die Grundlage für eine fundierte Expertise, die die technischen, strukturellen, organisatorischen und finanziellen Anforderungen an eine solche App in Bayern aufzeigt. So können Kategorien zum Vergleich gebildet werden.
- Design Thinking Prozess: In ausgewählten Kommunen wurden Workshops mit jungen Menschen, die zur Zielgruppe der App gehören, und Fachkräften aus den Bereichen Jugendarbeit, Jugendhilfe, Verwaltung und Schule durchgeführt. In einem kreativen Design Thinking Prozess wurden unterschiedliche Szenarien entwickelt und diskutiert, wie eine solche App strukturiert und welche Funktionen sie beinhalten könnte. Ziel ist es, die Wünsche und Bedürfnisse der jungen Menschen ebenso wie die Ansprüche und Rahmenbedingungen für die Nutzung herauszuarbeiten.
- Beteiligungsverfahren im digitalen Raum: Parallel zu lokalen Diskursveranstaltungen wurde bayernweit ein Beteiligungsverfahren im digitalen Raum ins Leben gerufen. Über https://deineapp.jff.de/de konnten nicht nur alle Jugendlichen in Bayern ihren Vibe checken, sondern auch ihre eigenen Wünsche, Ideen und Vorschläge für die Gestaltung einer Jugend-App einzubringen. Am Ende der Umfrage wussten sie, welcher Beteiligungstyp am ehesten auf die zutrifft: Parti-Panda, Care-Bär, Social-Butterfly oder Acti-Maus.
- Think-Tanks: In zwei Think-Tanks reflektierten Jugendliche, Fachkräfte und Personen aus IT oder Verwaltung gemeinsam unterschiedliche App-Szenarien und diskutierten Chancen und Herausforderungen.
Mit diesem mehrstufigen Ansatz wurde im intensiven Austausch mit Jugendlichen und Fachkräften die Grundlage für eine potenzielle Entwicklung einer Jugend-App für Bayern geschaffen. Als Gelingensbedingung gilt dabei die Berücksichtigung der Bedürfnisse und Interessen der jungen Menschen und ihre aktive Beteiligung.
In den kommenden Wochen wird der Projektbericht hier veröffentlicht.
Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.
Steckbrief
Projektteam
-
Steff
Brosz
Praxis | Geschäftsstelle
steff.brosz@jff.de
+49 89 68 989 0 -
Christin
Winter
Forschung | Geschäftsstelle
christin.winter@jff.de
+49 89 68 989 137 -
Dr. des.
Mina
Mittertrainer
Leitung der Abteilung Forschung
mina.mittertrainer@jff.de
Projektleitung
-
Nadja
Jennewein
Forschung | Geschäftsstelle
nadja.jennewein@jff.de
+49 89 68 989 117
Wissenschaftliche Leitung
-
Dr.
Niels
Brüggen
Leitung der Abteilung Forschung
niels.brueggen@jff.de
+49 176 3088 0026
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