einsmehr medienstark – Medienpädagogik mit Kindern und Jugendlichen mit Down-Syndrom
Medienpädagogisches Projekt in Kooperation mit der Medienstelle Augsburg des JFF (MSA) und dem Verein einsmehr – Initiative Down-Syndrom für Augsburg und Umgebung e.V.
Im Rahmen einer zweijährigen Projektförderung durch Sternstunden e.V. können medienpädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche mit Down-Syndrom sowie Eltern-Angebote umgesetzt werden.
Im Rahmen von ‚einsmehr medienstark‘ werden Personen mit Down-Syndrom und ihre Familien im Umgang mit Medien unterstützt. Im Zentrum steht dabei das Recht von Kindern und Jugendlichen auf Schutz, Befähigung und Teilhabe. In einem eigens eingerichteten Arbeitskreis werden junge Menschen darin geschult, wie eigene Beiträge in sozialen Netzwerken gestaltet werden können (Befähigung), um in der Gesellschaft stärker sichtbar zu sein (Teilhabe) und auf was dabei insbesondere mit Blick auf den Schutz ihrer Persönlichkeitsrechte und ihrer eigenen Daten geachtet werden muss.
In inklusiven Medienfreizeiten werden die Teilnehmenden bei der selbständigen und reflektierten Produktion von eigenen Medienprodukten medienpädagogisch unterstützt. Für die Teilnehmenden dieser Freizeiten sind dauerhafte punktuelle Angebote geplant, um eine kontinuierliche Beschäftigung mit Medien möglich zu machen.
Zweite wichtige Zielgruppe sind die Eltern, die oft durch einen umfangreichen und unreflektierten Medienkonsum ihrer Kinder mit Down-Syndrom herausgefordert sind. Hier besteht ein besonderer Handlungsbedarf, da junge Menschen mit Down-Syndrom Inhalte oft noch weniger bewerten und einschätzen können als Gleichaltrige. Die Eltern werden in ihrer medienerzieherischen Haltung gestärkt und durch konkrete Tipps und Hinweise unterstützt.
Projektziel
Kinder und junge Menschen mit Down-Syndrom sind von digitalen Medien ebenso wie Gleichaltrige ohne Behinderung fasziniert. Durch die mit dem Down-Syndrom verbundenen Lernschwierigkeiten fällt es ihnen aber schwerer, digitale Medien souverän zu nutzen. In dem Projekt werden sie dabei unterstützt, digitale Medien zur Befriedigung ihrer alters- und entwicklungsbedingten Bedürfnisse in Gebrauch zu nehmen. Sie lernen dadurch, Medien selbständig und aktiv zu nutzen und zu gestalten. Dadurch können sie sich auf positive Weise sichtbar machen. Durch die medienpädagogisch begleitete aktive Medienarbeit werden sie gleichzeitig darin unterstützt, Medien kritisch zu betrachten und mögliche Gefahren zu erkennen und zu vermeiden.
Ein weiteres Ziel ist es, den Jugendlichen zu vermitteln, dass sie in der digitalen Welt ebenso Rechte wie Pflichten haben und sie selbstbestimmt entscheiden können, welche Inhalte sie teilen und mit wem sie in Kontakt treten möchten. Durch den gezielten Umgang mit diesen Themen möchten wir die Medienkompetenz der Jugendlichen fördern und ihnen ermöglichen, Social Media als ein positives und bereicherndes Tool zu nutzen, das für ihre Selbständigkeit und Teilhabe an der Gesellschaft unterstützt.
Indirekt profitieren Kinder mit Down-Syndrom, wenn ihre Eltern eine reflektierte Einstellung zum Umgang mit Medien haben und sich daraus eine klare Haltung in der Medienerziehung entwickeln kann. Die Eltern werden dadurch in der Begleitung ihrer Kinder zur Entwicklung eines ihren Möglichkeiten entsprechenden kompetenten und selbstbestimmten Medienumgangs unterstützt.
Das Projekt wird gefördert durch Sternstunden e.V.
Steckbrief
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