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2019 | Praxis | Forschung

Europäische Leitlinien für digitale Jugendarbeit

Das JFF hat an der Entwicklung des internationalen Papiers mitgewirkt, das Impulse für die praktische Bearbeitung des digitalen Wandels in der Jugendarbeit geben soll

Die „Europäischen Leitlinien für digitale Jugendarbeit“ wurden entwickelt, um den Beitrag zur Stärkung junger Menschen in einer digitalisierten Gesellschaft dieser wichtigen Bildungspraxis herauszustellen. Das Papier enthält praktische und ethische Leitlinien für Jugendarbeiter*innen, Leitungskräfte in der Jugendarbeit und Organisationen. Als Prinzip ist in diesen Adressaten festgehalten, dass es sowohl auf der individuellen Ebene wie auch auf der Ebene der Organisationen gilt, gute Voraussetzungen für zielgruppengemäße und fachlich begründete Angebote zu schaffen. Dementsprechend enthalten die Leitlinien auch einen Handlungsaufruf an Fördereinrichtungen und politische Entscheidungsträger*innen.

Die Leitlinien wurden in Zusammenarbeit mit Partner*innen in Österreich, Dänemark, Finnland, Deutschland, Irland und Schottland entwickelt. Dabei flossen Anregungen aus der Praxis der Jugendarbeit aus den Ländern und über internationalen Netzwerke ein.

Die Leitlinien stützen sich auf den Bericht der EU-Expert*innengruppe zu „Digitalisierung und Jugend(arbeit)“ und sollen die bevorstehenden Schlussfolgerungen des EU-Rates zur digitalen Jugendarbeit ergänzen. Sie verdeutlichen den Mehrwert, der entstehen kann, wenn auf internationaler Ebene ein Austausch über digitale Jugendarbeit möglich ist und wechselseitig Impulse aufgenommen werden.

Die Leitlinien leisten zudem einen Beitrag zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie:

"Struktur, Methoden und Kommunikationskanäle der Jugendarbeit sollten sich an die digitale Welt anpassen: Sie sollte Technologie und pädagogische Praktiken nutzen, um den Zugang zu verbessern und jungen Menschen zu helfen, mit digitalen Mitteln umzugehen. Die digitale Jugendarbeit sollte in die Ausbildung von Jugendarbeiter*innen und - soweit vorhanden - in die Berufs- und Kompetenznormen der Jugendarbeit einbezogen werden".

(Mitteilung der Kommission "Engagement, Vernetzung und Stärkung junger Menschen: eine neue EU-Jugendstrategie" KOM(2018) 269)

Das JFF war als deutscher Partner an der Entwicklung der Leitlinien beteiligt. Einbezogen wurden dabei unter anderem Anregungen aus der Arbeitsgruppe des BJR-Landesvorstands „Digitalisierung“. Die Leitlinien liegen derzeit nur in der englischsprachigen Version vor. Eine deutsche Übersetzung ist in Vorbereitung.


The European Guidelines for Digital Youth Work have been designed to clearly define Digital Youth Work, its impact and the value of youth work as an important educational practice which can empower young people in a digitalising society.

The guidelines give practical and ethical guidance to youth workers, managers and organisations. They also include a call to action for funders and policy makers for the youth work sector, outlining steps they can take to enable the development of digital youth work for all young people.

This work been developed collaboratively between partners in Austria, Denmark, Finland, Germany, Ireland and Scotland. We have consulted with the youth work sector in these countries and through our wider international networks.

The Guidelines build on the report of the EU Expert Group on Digitalisation and Youth and are designed to complement the forthcoming EU Council Conclusions on Digital Youth Work and demonstrate how digital youth work plays a role in International agenda.

“The structure, methods and communication channels of youth work should adapt to the digital world: it should use technology and pedagogical practices to increase access and help young people cope with digital means. Digital youth work should be incorporated into youth workers’ training and – where they exist – youth work occupational and competence standards.”

(Communication from the Commission “Engaging, Connecting and Empowering young people: a new EU Youth Strategy” COM(2018) 269)


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