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2019 | Praxis | Forschung

Mit Padlet Leitlinien für die digitale Mediennutzung erarbeiten

Als Teil des Weiterbildungsmaterials für die digitale Jugendarbeit konzentriert sich diese Methode auf das Tool Padlet, um damit Ideen, Ansätze und Vorschläge auch in großen Gruppen schnell und einfach sammeln zu können.

Mit Padlet Leitlinien für die digitale Mediennutzung erarbeiten

Mithilfe der App „Padlet“ lassen sich auch in großen Gruppen ganz einfach und schnell Ideen, Denkansätze und Vorschläge sammeln und übersichtlich darstellen. Die Anwendung kann als eine Art digitale Mindmap genutzt werden, die jedoch mehr Übersichtlichkeit überzeugt, da Gedanken verschoben, zusammengefasst, geliked und geclustert werden können.  Das Zusammentragen von Ideen funktioniert zudem sehr zügig, da alle Teilnehmer*innen sich zeitgleich einbringen können. Die Mindmap kann an eine Leinwand projiziert werden, sodass alle Teilnehmer*innen die Beiträge der anderen lesen können, auf Wunsch anonym.

Padlet eignet sich in dieser Form sehr gut, um über spezifische Themen in eine Diskussion zu geraten und gemeinsame Regeln und Leitlinien zu entwickeln. Kindern und Jugendlichen fällt es häufig deutlich leichter, sich an diese zu halten und sie zu respektieren, wenn sie an der Erstellung selbiger beteiligt waren. Sie übernehmen auf diese Weise Verantwortung und beziehen Position. Über das vorgestellte Tool lassen sich zu etlichen relevanten Themen Leitlinien entwickeln und Diskussionen in Gang bringen.

Eine wichtige Frage, die immer wieder aufkommt und über die mithilfe von „Padlet“ diskutiert werden kann, ist zum Beispiel der Gebrauch digitaler Medien allgemein und im Speziellen in Jugendzentren. Da die Besucher*innen dieser Einrichtungen direkt von der Frage betroffen sind, ist es sinnvoll, sie selbst mitentscheiden zu lassen, ob und wie digitale Medien in Jugendzentren genutzt werden sollten.

Die Entwicklung gemeinsamer Leitlinien funktioniert über „Padlet“ ausgezeichnet, da mehrere Gruppen oder Einzelpersonen die Anwendung gleichzeitig nutzen können – ihre jeweiligen Ansichten, Vorschläge und Ideen ploppen gleichzeitig auf, sodass die Teilnehmer*innen sich gegenseitig inspirieren und Meinungen der Gruppe gleichberechtigt sichtbar werden. Schnell können Teilnehmer*innen durch das Liken oder Kommentieren von Beiträgen auch Zu- oder Widerspruch ausdrücken, diese Funktion kann allerdings deaktiviert werden.

Dabei spielen Dynamiken, die häufig in größeren, mündlichen Diskussionsrunden von Bedeutung sind, kaum eine oder keine Rolle. Ein Beispiel hierfür ist, dass dominante Teilnerhmer*innen meist viele ihrer Gedanken preisgeben, während zurückhaltende Kinder und Jugendliche sich oft wenig einbringen. Durch „Padlet“ fällt es vielen introvertierten Heranwachsenden leichter, ihre Meinung zu äußern, da sie diese anonym und schriftlich abgeben können, falls dies von der pädagogischen Leitung gewünscht ist, und nicht aktiv auf sich aufmerksam machen müssen, um gehört zu werden. Sie können sich so besonders einfach und beliebig oft einbringen, ohne dass dies von anderen Heranwachsenden möglicherweise negativ wahrgenommen wird.

Als digitales Medium lässt sich mit Padlet zudem die Medienkompetenz der Teilnehmer*innen stärken.

Download: Mit Padlet Leitlinien für die digitale Mediennutzung erarbeiten

 

Creative Commons License

Mit Padlet Leitlinien für die digitale Mediennutzung erarbeiten von JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis wurde im Projekt "digitally agile youth work" mit einer Förderung von Erasmus+ umgesetzt und ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

 

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