Peter Holzwarth
Beiträge in merz
Peter Holzwarth: Internationale medienpädagogische Praxisforschung im Kontext
In einem EU-Praxisforschungsprojekt wurden mithilfe visueller, von der Zielgruppe selbst geschaffener Medienprodukte die Lebenswelten von Kindern mit Migrationshintergrund erforscht. Die Erfahrungen zeigen, dass eine Öffnung in Bezug auf visuelle Dimensionen sowohl im Kontext subjektadäquater Forschungsmethoden in der Migrationsforschung als auch im Zusammenhang mit Identitätskonzepten und Selbstnarrationen wünschenswert ist.
(merz 2007-5, S. 25-33)
Peter Holzwarth und Bettina Roth: „Können wir anhand eines Pornos den Geschlechtsverkehr analysieren?“ Dekonstruktion von Pornografie aus medien- und sexualpädagogischer Sicht.
In diesem Beitrag wird Pornografie aus medien- und sexualpädagogischer Perspektive in den Blick genommen. Es geht um die Frage, wie junge Menschen dazu befähigt werden können, einen kritischen und konstruktiven Umgang zu entwickeln, um dysfunktionale Vorstellungen über Sexualität und Leistungsdruck zu vermeiden. In diesem Zusammenhang werden verschiedene Phänomene wie mediale Inszenierungen, Wirklichkeitsebenen, Filmtricks sowie chemische und mechanische Hilfsmittel thematisiert und aufgedeckt. Am Ende werden Ideen für die Praxis skizziert.
Literatur
Ahlers, Christoph Joseph (2015). Himmel auf Erden und Hölle im Kopf. Was Sexualität für uns bedeutet. München: Goldmann.
Bernath, Jael/Suter, Lilian/Waller, Gregor/Külling, Céline/Willemse, Isabel/Süss, Daniel, (2020). JAMES: Jugend, Aktivitäten, Medien – Erhebung Schweiz. Zürich: ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften.
Döring, Nicola (2011a). Aktueller Diskussionsstand zur Pornografie-Ethik: Von Anti-Porno- und Anti-Zensur- zu Pro-Porno-Positionen. Zeitschrift für Sexualforschung 24 (1), S.1–48.
Döring, Nicola (2011b). Pornografie-Kompetenz: Definition und Förderung. In: Zeitschrift für Sexualforschung, 24 (3), S. 228–255.
Döring, Nicola (2013). Medien und Sexualität. In: Meister, Dorothee/von Gross Friederike/Sander, Uwe (Hrsg.), EEO. Enzyklopädie Erziehungswissenschaft Online. Fachgebiet Medienpädagogik. Weinheim: Beltz Juventa.
Eidenbenz, Franz (2021). Digital-Life-Balance. Bewusst und selbstbestimmt dem Online-Sog begegnen. Zürich: Beobachter-Edition.
Geiser, Lukas (2017). Sexualität im Digitalzeitalter. Neugier und Normalität bei Jugendlichen. In: PÄDIATRIE 17 (3), S. 25–29. phzh.ch/MAP_DataStore/131888/publications/Sexualitaet-im-Digitalzeitalter.pdf
Hase, Sophie (2017). Was Pornostars nach dem Ausstieg treiben. In: Woman online. www.woman.at/a/porno-stars-nach-dem-ausstieg.[Zugriff: 01.11.2021]
Hierholzer, Stefan (2021). Basiswissen Sexualpädagogik. München: Ernst Reinhardt.
Korte, Alexander (2018). Pornografie und psychosexuelle Entwicklung im gesellschaftlichen Kontext. Psychoanalytische, kultur- und sexualwissenschaftliche Überlegungen zum anhaltenden Erregungsdiskurs. Gießen: Psychosozial-Verlag.
Nussbaum, Marie-Louise (2009). Aufklärungsmittel Pornografie? Eine Bestandsaufnahme zum Pornografiekonsum von Jugendlichen. Kurzfassung 2009. Unveröffentlichte Lizentiatsarbeit. Philosophische Fakultät Universität Fribourg. Departement für Erziehungswissenschaften.
Schwarzer, Alice/Luis, Chantal (2011). Der Traum vom Pornostar. In: Emma online. www.emma.de/artikel/der-traum-vom-porno-star-265351.[Zugriff: 01.11.2021]
Trang Do, Quynh (2019). Ethical Porn: Masturbieren ohne Schuldgefühle. www.srf.ch/radio-srf-virus/aktuell/sexualitaet-ethical-porn-masturbieren-ohne-schuldgefuehle.[Zugriff: 01.11.2011]
Vogelsang, Verena (2017). Sexuelle Viktimisierung, Pornografie und Sexting im Jugendalter. Ausdifferenzierung einer sexualbezogenen Medienkompetenz. Wiesbaden: Springer VS.
Vollbrecht, Ralf (2010). Wirkung pornographischer Mediendarstellungen. Theorien, Annahmen und empirische Befunde zur Medienwirkung sexualisierter und pornographischer Darstellungen auf Jugendliche. In: Schetsche Michael/Schmidt Renate-Berenike (Hrsg.), Sexuelle Verwahrlosung. Wiesbaden: Springer VS, S. 145–165.
Weller, Konrad (2009). Wie nutzen Jugendliche Pornografie und was bewirkt sie? Befunde – Theorien – Hypothesen. In: pro familia Magazin 2009 (1), S.9–13.
Peter Holzwarth/ Catherine Lieder: Medienkompetenz und Spielkompetenz für die ,Generation Lebensunfähig'
Der Generationenforscher Rüdiger Maas hat der jungen Generation das alarmierende Label „lebensunfähig“ attestiert – teilweise von „Helikopter-" und „Curlingeltern“ überbehütet, mit digitalen Geräten aufgewachsen und unterhalten und vor Frustration und Langeweile geschützt (Maas, 2021; 2023). Das aktuelle Buch des Psychologen Jonathan Haidt (2024) trägt den Titel ‚Generation Angst. Wie wir unsere Kinder an die virtuelle Welt verlieren und ihre psychische Gesundheit aufs Spiel setzen‘. Wo lernen junge Menschen den kompetenten und achtsamen Umgang mit Medien? Wo lernen sie spielen und kreativ sein? Wie lernen sie, sich selbst zu spüren und mit negativen Gefühlen umzugehen, wie Langeweile und Frustration aus eigener Kraft auszuhalten und zu überwinden? Im Beitrag werden pädagogische Konzepte und Handlungsmöglichkeiten diskutiert, die sich für herausgeforderte Generationen eröffnen.
Literatur
Früh, W. (2008). Dynamisch-transaktionaler Ansatz. In U. Sander, F. von Gross & K.-U. Hugger (Hrsg.), Handbuch Medienpädagogik (S. 179-184). VS Verlag für Sozialwissenschaften.
Geiger, N. & Lieger, C. (2024). SpielRäume schaffen: Wie das Projekt «Spielen Plus» die Transformation entlang gesellschaftlicher und pädagogischer Veränderungen im Zyklus 1 positiv beeinflussen kann. #schuleverantworten, 4(2), 146–151. https://doi.org/10.53349/schuleverantworten.2024.i2.a447
Haidt, J. (2024). Generation Angst. Wie wir unsere Kinder an die virtuelle Welt verlieren und ihre psychische Gesundheit aufs Spiel setzen. Rowohlt.
Halecker, P., Moeck, A. & Czilwik, M. (2023). Das große Buch für Zukunftskids. Wie wir die Zukunftskompetenzen unserer Kinder spielerisch stärken. Duden.
Holzwarth, P. & Maurer, B. (2019). Filme verstehen. Anleitung zur Filmanalyse im Studium am Beispiel des Spielfilms „Heidi“. kopaed.
Holzwarth, P. (2022b). Audiovisuelle Formen der Identitätskonstruktion am Beispiel von Social Media. Chancen und Herausforderungen für die Medienpädagogik. In F. von Gross & R. Rölleke, (Hrsg.), Love, Hate & More. Chancen und Risiken digitalanaloger Interaktion medienpädagogisch betrachtet (Schriftenreihe Dieter Baacke Preis Handbuch, Band 17, S. 17-24). kopaed.
Holzwarth, P. (2024). Medienbildung und Informatik – Konzepte, Kriterien und Ressourcen. In V. Dander, N. Grünberger, H. Niesyto & H. Pohlmann (Hrsg.), Bildung und digitaler Kapitalismus. Im Erscheinen.
Lieger, C. (2014). Professionelle Betreuung in Kindergärten. Praxistaugliche Erfassung der Betreuungsqualität. Tectum.
Lieger, C. & Huber, F. (2022). Veränderungen im Lernen der jungen Kinder: Wie lernt die „Generation Alpha“? #schuleverantworten, 2(2). https://doi.org/10.53349/sv.2022.i2.a225
Lieger, C. & Weidinger, W. (2021). Spielen Plus. Ein Handbuch für Kindergarten, Schule und Betreuung. HEP Verlag.
Maas, R. (2021). Generation lebensunfähig. Yes.
Rickert, A. (2019). 21st Century Skills – Kompetenzen für die Berufswelt von morgen. Lifelong Learning Blog, Pädagogische Hochschule Zürich. https:// blog.phzh.ch/zhe/21st-century-skills [Zugriff: 03.07.2024]
