Kita, Jugendhilfe & Schule
Medienkompetenzförderung ist von Bedeutung für die ganzheitliche Entwicklung von Kindern und beginnt bei den Kleinkindern in der Kita, reicht über Kinder und Jugendliche in betreutem Wohnen, Jugendhilfeeinrichtungen und der offenen Kinder- und Jugendarbeit bis zur Schule. Bei diesem wichtigen Vorhaben spielt nicht nur die Fortbildung von pädagogischen Fachkräften und Lehrer*innen eine zentrale Rolle, sondern auch die Sensibilisierung von Eltern und anderen Bezugspersonen für ihre Vorbildfunktion von Anfang an. Dabei ist es essenziell, dass Kinder alters- und entwicklungsgemäße Möglichkeiten erhalten, nicht nur Medienerfahrungen zu machen, sondern diese auch aktiv zu reflektieren und sich kreativ mit Medien zu entfalten.
Das JFF engagiert sich aktiv in der Unterstützung verschiedener Medienprojekte in Kitas, Einrichtungen der Jugendhilfe und Schulen und in der Begleitung der entsprechenden Akteur*innen und Institutionen. Unsere Forschungsarbeit widmet sich intensiv der Frage, wie Kinder in Kontakt mit Medien treten, wie sie sich in verschiedenen Alters- und Entwicklungsstufen Medien aneignen und welche Unterstützung aus den unterschiedlichen Sozialisationskontexten sie dabei erfahren. In der Kombination von praxisorientierten Medienprojekten, engagierter Fortbildung und umfassender Forschung streben wir danach, eine umfassende Grundlage für die Förderung der Medienkompetenz von der Kita über die Jugendhilfe und Schule bis zum Berufseinstieg zu schaffen.
Unsere Projekte zum Thema "Kita, Jugendhilfe & Schule"
KiLeif
Kindorientierte Leitlinien einer frühen digitalen Medienbildung
Die Lebenswelt von Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren ist heute untrennbar mit digitalen Medien verwoben. Doch obwohl die Bedeutung digitaler Medien in der frühen Kindheit stetig wächst, fehlt es bislang an einer systematischen Klärung, welche digitalen Kompetenzen im Elementarbereich gefördert werden sollten. Während sich die technische Ausstattung in Kitas verbessert, mangelt es oft noch an einer systematischen pädagogischen Einbettung.
Vor diesem Hintergrund strebt das Verbundprojekt KiLeif eine pädagogische Praxis an, welche die Perspektive der Kinder einnimmt und zugleich den Anforderungen des Kitaalltags gerecht wird. Dazu bestimmt das Projekt Gelingensbedingungen für eine kindorientierte frühe digitale Medienbildung, identifiziert Hindernisse und zeigt praxisnahe Veränderungsbedarfe auf.
Ziel ist es, empirisch fundierte Leitlinien für die frühe digitale Medienbildung zu entwickeln. Diese sollen Akteur*innen aus der Praxis eine fundierte Orientierung für die Gestaltung einer frühen digitalen Bildung bieten.
In drei Modulen werden dazu die Bedürfnisse der Kinder sowie die organisationalen Anforderungen der Praxis analysiert:
- Modul 1: Kinderperspektive
Mithilfe altersgerechter Methoden sollen die Medien-Bedürfnisse und Erfahrungen von Kindern zwischen drei und sechs Jahren im familiären und institutionellen Kontext erhoben werden. - Modul 2: Institutionelle Rahmenbedingungen
Durch Dokumentenanalysen, Stakeholder-Interviews und Gruppendiskussionen wird untersucht, wie gesellschaftliche Anforderungen und Haltungen der Fachkräfte das pädagogische Handeln prägen. - Modul 3: Transfer in die Praxis
In einem partizipativen Innovationsworkshop werden die Ergebnisse unter Einbezug von Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis in konkrete Leitlinien überführt.
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.
Projektlaufzeit: 2026–2028
Steckbrief
Projektteam
-
Laura
Cousseran
Forschung | Geschäftsstelle
laura.cousseran@jff.de
+49 89 68 989 118 -
Katharina Möbius
MERZ | Volontärin
katharina.moebius@jff.de
Projektleitung
-
Andreas
Oberlinner
Forschung | Geschäftsstelle
andreas.oberlinner@jff.de
+49 89 68 989 152
Wissenschaftliche Leitung
-
Dr.
Niels
Brüggen
Leitung der Abteilung Forschung
niels.brueggen@jff.de
+49 89 68 989 130
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