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2019 | Praxis

Play Your Role

“Play Your Role” will das positive Potenzial von Videospielen nutzen, um für das Thema Online Hate Speech zu sensibilisieren. Mittels Gamification sollen sichere Diskussionskontexte geschaffen, positives Verhalten gestärkt sowie ernsthafte Themen in einer Sprache, die junge Menschen unmittelbar anspricht, spielerisch angegangen werden.

Bis 09.02.2020 bewerben zum Hackathon - Games against hate speech

Spieleentwickler*innen gesucht! Beim Play Your Role Hackathon werden Spielideen zum Thema Hatespeech entstehen. Wir suchen bis zu dreiköpfige Entwicklerteams die beim Hackathon 31.03. - 03.04.2020 in Rimini und den zwei darauffolgenden Monaten ein Spiel zum Thema entwickelt. Budget 4500 Euro.

 

Hintergrund:

Online-Hate Speech findet sich überall im Netz und ist in Europa im öffentlichen Diskurs als auch auf politischer Ebene ein aktuelles Thema.

Zentrales Ziel des Projekts “Play Your Role” ist es, mittels Gamification für Online Hate Speech zu sensibilisieren und sichere Diskussionskontexte zu schaffen.

Medien wie Videospiele sowie die auf sie bezogenen Praktiken sind komplexe und miteinander verflochtene Welten, die im Alltag von Jugendlichen eine wichtige Rolle spielen. Daher haben sie einen wesentlichen Einfluss wie sie ihre Konzepte des “Anderen”, ihre Verhaltensmuster und ihr Konfliktmanagement entwickeln. Die Welt der Videospiele kann uns daher helfen, Hassreden unter jungen Menschen zu verstehen und zu verhindern.

Da Videospiele Hassreden und Stereotypen vermitteln können ist es notwendig, jungen Menschen zu helfen die Natur dieser Botschaften kritisch zu reflektieren. Gleichzeitig können wir die Wirkungsmechanismen von (Video-)Spielen nutzen, um Menschen zu motivieren, aktive Akteure gegen online Hate Speech zu werden. Neue Instrumente und Perspektiven können eine entscheidende Rolle bei der Bekämpfung von Hate Speech spielen und das bürgerliche Engagement junger Menschen stärken.

 

Zielgruppen:

  1. Gamingbegeisterte  Jugendliche zwischen 11 und 19 Jahren
  2. Pädagogische Fachkräfte in Europa: Im schulischen und außerschulischen Kontext wird das Projekt den Zugang zu Ressourcen erleichtern, die Lehrer*innen und Multiplikator*innen unterstützen können, Online-Hate Speech besser zu verstehen oder zu verhindern.
  3. Europäische Videospielverbände und -gemeinschaften werden im Projekt miteinbezogen, um sie für die grundlegende Rolle zu sensibilisieren, die sie im Zusammenhang mit dem Problem Hate Speech spielen können.

 

Aktivitäten

Das Hauptziel dieses Projekts ist, Maßnahmen gegen Online-Hatespeech zu schaffen, bei denen Videospiele als Werkzeuge zur Stärkung positiver Verhaltensweisen bei Jugendlichen eingesetzt werden. Dies soll durch vier miteinander verbundene Aktivitäten erreicht werden:

  • Studie zu Hate Speech in Communities junger Videospieler*innen, die darauf abzielt, mehr Informationen über das Thema zu sammeln und die wichtigsten Herausforderungen und Lösungsansätze zu identifizieren.
  • Schaffung neuer pädagogischer Angebote für Lehrer*innen und Jugendbetreuer*innen, die Werkzeuge, Ressourcen und Aktivitäten enthalten, die das Thema Hassrede auf neue Weise angehen, das Spielen als mächtiges spielerisches, pädagogisches Instrument fördern und die Wahrnehmung des Videospiels als reine Freizeitbeschäftigung, insbesondere in pädagogischen Kontexten, verändern.
  • Organisation eines Hackathons auf europäischer Ebene, bei dem Gamedesigner*innen und Pädagog*innen gemeinsam an neuen Gaming-Lösungen arbeiten, um mit ihnen Hate Speech zu begegnen.
  • Einrichtung einer Online-Plattform, auf der neue Instrumente zur Bekämpfung von Hate Speech zur Verfügung gestellt werden sowie die Organisation von Multiplikationsveranstaltungen (Urban Games, Seminare mit Lehrkräften und Jugendbetreuer*innen sowie eine europäische Konferenz).

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