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2019 | Praxis | Forschung

Self-Tracking im Freizeitsport

Mit Smartwatches, Fitnessuhren oder einer App auf dem Smartphone die sportlichen Aktivitäten selbst zu verfolgen kann gerade für Jugendliche spannend sein. Denn Self-Tracking bietet viele Möglichkeiten den eigenen Körper kennenzulernen, Grenzen auszutesten und sich mit anderen zu vergleichen. Was für Möglichkeiten und Herausforderung gibt es?

 

Mit der Nutzung von Fitness-Trackern können einerseits individuelle Vorzüge wie beispielsweise eine gesteigerte Motivation für das Training, ein besseres Eigenmonitoring und das Teilen von sportlichen Erfolgen in Social Media verbunden sein. Andererseits gibt es auch Herausforderungen und Risiken in Bezug auf Datenschutz und Datensicherheit sowie Leistungsdruck und Identitätsbildung. An diesem Spannungsfeld von Potenzialen und Herausforderungen setzt das Projekt an:

Ein innovatives Forschung-Praxis-Projekt zur Digitalisierung im Sport: Im Projekt wird eine Serie kompakter Methoden zum Thema „Self-Tracking im Freizeitsport“ entwickelt, die im Vereinssport sowie im Sportunterricht an Schulen eingesetzt werden können. Diese Einheiten unterstützen einen bewussten und reflektierten Gebrauch von Fitness-Trackern und knüpfen an den Erfahrungen von Jugendlichen mit Self-Tracking an. Sie bieten die Möglichkeit selbst aktiv Fitness-Trackern zu nutzen. Zudem wird der Austausch unter Jugendlichen angeregt und mit Informationen unterstützt.

Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung des Projekts entsteht zudem eine explortive Studie. Sie zeigt die verschiedenen Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen zwischen zwölf und 18 Jahren mit Self-Tracking-Technologien und gibt einen Einblick in die unterschiedlichen Nutzungsmotive. Außerdem wird beschrieben, welche Potenziale sie in der Nutzung sehen, aber auch welche Risiken sie beim Gebrauch wahrnehmen. Letzteren begegnen sie mit unterschiedlichen Lösungsstrategien. Die Studie zeigt, dass Self-Tracking bereits ein Thema für Kinder, aber insbesondere für Jugendliche ist und welche Unterstützungsbedarfe Kinder und Jugendliche bei der Nutzung von Fitness-Trackern haben.

Reflexion von Jugendlichen über Digitalisierungsprozesse lässt sich im Sport verankern. Das Projekt bearbeitet in Forschung und Praxis ein aktuelles Thema, das bei sportinteressierten Jugendlichen wichtig ist und zu dem es bislang keine entsprechenden pädagogischen Materialien gibt. Das Projekt hat zwei Zielgruppen, die bereits in der Entwicklungsphase beteiligt werden: Primäre Zielgruppe der zu entwickelnden Arbeitshilfen sind Multiplikator*innen (Jugendleiter*innen, Trainer*innen und Sportlehrer*innen). Die nächste Zielgruppe der Projektaktivitäten sind Jugendliche, die im Vereinssport aktiv sind oder über den Sportunterricht erreicht werden. Durch die unmittelbare Beteiligung der Zielgruppen sowie Expert*innen aus dem Bereich Verbraucherschutz, Datenschutz und Medienpädagogik, wurde eine zielgruppengerechte Aufbereitung der Arbeitshilfe garantiert.

Und so können Methoden für die Trainings-Praxis entstehen. Die Methodenpakete haben die Förderung eines kompetenten und reflektierten Umgangs mit Self-Tracking-Technologien zum Ziel. Sie knüpfen an der Lebenswelt der Jugendlichen an und werden als Open Educational Ressources (OER) bereitgestellt. Die Einheiten können bspw. verteilt über eine Trainingseinheit oder am Anfang und Ende des Trainings, in Form von inhaltlichen Inputs oder spielerischen Elementen, eingesetzt werden. Bei den Materialien können die Geräte der Jugendlichen gemäß dem Ansatz „bring your own device“ (BYOD) einsetzen.

Unsere Netzwerkarbeit ist die Grundlage für ein nachhaltiges Projekt. Das Projekt wird vom JFF gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und der Bayerischen Sportjugend umgesetzt. Von Beginn an wird eng mit den Kooperationspartnern zusammen gearbeitet und so eine notwendige interdisziplinäre Expertise in das medienpädagogische Projekt eingebunden.   

 

 




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