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Stellungnahme des Vorstands zur Positionierung der Medienpädagogik im Handlungsfeld der politischen Bildung

In Vorbereitung der Mitgliederversammlung des JFF – Jugend Film Fernsehen e.V. am 10. und 11. Mai 2019 zum Thema „Extremismus und politische Diskussionskultur im Netz“ hat der Vorstand des Vereins folgende Stellungnahme zur Positionierung der Medienpädagogik im Handlungsfeld der politischen Bildung verfasst:

Der Verein JFF – Jugend Film Fernsehen e.V. feiert 2019 sein 70jähriges Bestehen. Seit Jahrzehnten stehen die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichem Geschehen sowie die Befähigung von jungen Menschen zur Teilhabe an der Gesellschaft im Zentrum der Aktivitäten. Medien spielen dabei als Mittel zur Befassung mit Themen und zur Auseinandersetzung und Veröffentlichung von Meinungen eine zentrale Rolle – bis heute, wenn auch in sich wandelnden Technologien, Strukturen und Nutzungsweisen. Durch aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen ergeben sich vielfältige Herausforderungen, auch für Heranwachsende. So befasst sich das JFF in 2019 verstärkt mit den Themenfeldern Extremismus und einer zunehmend polarisierenden politischen Diskussionskultur im Netz.

Den Leitprinzipien der aktiven Medienarbeit entsprechend sowie auf den Rahmenbedingungen der Jugendarbeit basierend gilt es allen Kindern und Jugendlichen vielfältige Bildungsangebote zu unterbreiten. Dabei müssen die Prinzipien der Selbstorganisation, Selbstwirksamkeit, der Emanzipation sowie der Teilhabe im Zentrum stehen. Es gilt – wie im Katalog des § 11 Sozialgesetzbuch VIII als Aufgabe der Jugendarbeit benannt – Kinder und Jugendliche über Medienphänomene aufzuklären, ihnen Zugang zu Informations- und Kommunikationskanälen zu eröffnen sowie sie zu einer aktiv-reflektierten Teilhabe an gesellschaftlichen Diskussionen auch mit und in den Medien zu befähigen. Handlungsorientierte Bildungsarbeit zu politischen Themen sowie selbstbestimmter und aktiver Umgang mit Medien ermöglichen nicht nur eine Auseinandersetzung mit und Handhabung von medienspezifischen Techniken. Sie bieten vor allem die Chance zur Artikulation sowie zur individuellen und solidarischen Interessenvertretung und damit die Basis für die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung. 

Medienkompetenz ist heute ein unverzichtbares Ziel politischer Bildung in der Demokratie und zeigt sich in Form von Recherche, kritischer Reflexion angebotener Informationen und Einschätzung von politischen Inhalten in den Medien und im Netz. Entscheidend sind aber auch Wissen um und Reflexion über politische Orientierungen und die Kenntnis von Interessen spezifischer Medien und öffentlicher Personen. Das JFF spricht sich gegen Extremismus aus und setzt dies satzungsgemäß im Rahmen medienpädagogischer Projekte auf kommunaler, Landes- und Bundesebene um. Im Vordergrund stehen dabei die Förderung und Unterstützung demokratischen Engagements. Diesen Ansatz des JFF gilt es beständig weiterzuentwickeln, aktuell insbesondere hinsichtlich der Förderung einer vielfältigen, offenen, vorurteilsüberwindenden und respektvollen Diskussionskultur im Netz. Hier wachsen Jugendliche hinein, wenn sie Erproben und aus Fehlern lernen können – in geschütztem Rahmen und begleitet durch Reflexionsprozesse. Ein souveränes Aufwachsen mit Medien bedarf heute mehr denn je kooperativer, innovativer und politischer Ansätze zur Förderung von Medienkompetenz. Politische Jugendarbeit ist gesetzlicher Auftrag und Medienkompetenz bietet eine der wichtigsten Grundlagen dafür in der von und mit Medien gestalteten demokratischen Gesellschaft.

10.5.2019, Stellungnahme des Vorstand des JFF – Jugend Film Fernsehen e.V.

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