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2002 | Praxis

D - A - S - H

Für Vernetzung, gegen Ausgrenzung

Das Projekt D-A-S-H besteht aus einer Internetplattform, die sich an junge Menschen wendet, welche für eine Gesellschaft frei von Ausgrenzung und Rassismus eintreten. Anliegen des Projektes ist es, politisches Engagement junger Menschen gegen Ausländerfeindlichkeit mit der aktiven Auseinandersetzung mit Medien zu verknüpfen und medienpädagogisch zu unterstützen. Durch Medienarbeit, insbesondere durch den projektorientierten Einsatz des Internets und die Vermittlung von Medienkompetenz sollen Jugendliche politisches Bewusstsein entwickeln und gemeinsam aktiv gestalten. D-A-S-H unterstützt unterschiedliche Modellprojekte.

 

D-A-S-H Dossiers

#16 Etablierung der Rechten

In der wissenschaftlichen Diskussion um Rechtsextremismus wurde sich schon lange vom Rechts/Linksschema verabschiedet. Studien und Umfragen stellen immer wieder fest, dass Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus keine Sache des rechten Randes ist. Vielmehr existieren sie in allen gesellschaftlichen Schichten, bei Männern wie Frauen, und unabhängig von parteipolitischen Präferenzen. Dennoch ist es nach wie vor verbreitet, Probleme mit rechten Einstellungen lediglich bei neo-nazistischen Jugendlichen zu verorten.

#15 Einreise und Zuwanderung in Deutschland

Das so genannte Zuwanderungsgesetz wurde in der Öffentlichkeit heiß diskutiert, oft mit rassistischen Untertönen. Beispielsweise wurde immer wieder das Bild der MigrantInnen, die ihre Arbeitskraft billig anbieten und damit Arbeit für Deutsche gefährden, heraufbeschworen. In der Bevölkerung wurde Stimmung gemacht und vor »offenen Grenzen« gewarnt. Gleichzeitig wiesen VertreterInnen der Wirtschaft darauf hin, dass hoch qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland gebraucht werden. Die Regierungskoalition aus SPD und Grünen hatte sich vorgenommen, das Ausländerrecht grundlegend zu reformieren und Deutschland offiziell als Einwanderungsland deklariert. Diese Positionen beschreiben die Eckpunkte der öffentlichen Diskussion im Vorfeld des neuen Gesetzentwurfs. Als das Gesetz dann verabschiedet wurde, blieb eine vernehmbare Diskussion aus, von den großen Reformplänen war nicht mehr viel übrig geblieben. Alle Parteien hatten sich auf einen Text geeinigt und lediglich antirassistische Gruppen kritisierten das Gesetz.

#14 Aktive Medienarbeit gegen Ausgrenzung

Medien bestimmen unseren Alltag. Aber wann haben wir die Möglichkeit, Einfluss darauf zu nehmen, worüber in den Medien berichtet wird und auf welche Art und Weise oder mit welchen Mitteln das geschieht? Die Antwort ist klar: selber machen!

#13: Ehe und Migration

Heiraten scheint auf den ersten Blick eine ganz persöliche und private Angelegenheit zu sein. Zwei Menschen entscheiden sich, gemeinsam das weitere Leben verbringen zu wollen und diesen Entschluss öffentlich zu machen. Aber da dieses öffentlich machen eben nicht nur mit einer Party, vielen Geschenken und eher sinnfreien Spielchen verbunden ist, sondern die staatliche Institution Standesamt einbezieht, ist die Ehe schon auf den zweiten Blick keine Privatangelegenheit mehr. Wenn bei einer Heirat eineR keinen deutschen Pass besitzt, gilt dies erst recht.

#12: EU-Verfassung und europäische Identität

Hier geht es um das Zustandekommen der EU Verfassung und den Diskussionen, die sie ausgelöst hat sowie die Vorstellungen von einer europäischen Identität und was diese bestimmen könnte.

#11: Erinnerungskultur und Gedächtnispolitik

Gedenken und Erinnern sind nicht objektiv, vielmehr werden mit Erinnerung und Geschichte politische Interessen verfolgt und gerade Auslassungen im Gedenkdiskurs sind aussagekräftig für Motivationen und Einstellungen. Für eine politische Praxis, für Geschichtsprojekte und Auseinandersetzungen mit deutscher Geschichte ist es wichtig, sich mit dem Kontext der Geschichtspolitik und Erinnerungskultur zu beschäftigen. Einerseits kann die eigene Motivation hinterfragt werden, andererseits steht jedes Erinnern in einem Erinnerungsdiskurs, von dem man sich gegebenenfalls explizit abgrenzen muss. Das Dossier versteht sich somit sowohl als Anregung fr die Beschäftigung mit deutscher Geschichte als auch als Aufforderung dabei die Erinnerungsdiskurse zu beachten.

#10: Interkulturelle Jugendarbeit

Interkulturelle Jugendarbeit versteht sich als verbindende Jugendarbeit, die Verständnis für Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen erzeugt und zur Überwindung von Trennungen beträgt. Die Chancen aber auch die Grenzen und Probleme interkultureller Pädagogik werden im Dossier vorgestellt.

#9: Prekäre Arbeit und Migration

Das Dossier Nummer 9 befasst sich mit »Prekärer Arbeit und Migration«. Beides Themen, die die innenpolitische Debatte in der Bundesrepublik immer wieder beschäftigen – besonders dann, wenn es um die Arbeitslosenzahlen und den Umgang mit Migrantinnen und Migranten hierzulande geht.

#8: Friedensbewegung 2003: Neue Koalitionen und Feindbildkonstruktionen

Das Dossier beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Friedensbewegung 2003 – dabei geht es uns in erster Linie um die Proteste gegen den Irak-Krieg. Die »alte« Friedensbewegung der Bundesrepublik hat ihre Ursprünge in den Protesten gegen die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Anfang der Fünfziger Jahre. Anfang der Achtziger Jahre entfaltete sie Massendemonstrationen gegen die Raketenstationierung in der Bundesrepublik – und konnte die Stationierung der Pershing II und Cruise Missiles doch nicht verhindern. Spätere Proteste richteten sich gegen den Eurofighter (früher »Jäger 90«) und gegen die Beteiligung der Bundeswehr am NATO-Angriffskrieg gegen Jugoslawien 1999.

#7: Der Nahostkonflikt und seine Diskussion aus deutscher Sicht

Der Konflikt zwischen Israel und Palästina ist ein Dauerbrenner der Nachrichtenberichterstattung und Vorschlägee zu seiner Lösung werden heftig diskutiert. Gerade in der Bundesrepublik spielt dabei auch die Auseinandersetzung mit Antisemitismus eine Rolle. Unser Dossier bietet Recherchemöglichkeiten zu den Hintergründen des Nahostkonfliktes, eine Auseinandersetzung mit der Medienberichterstattung und die Abbildung der Diskussion um Antisemitismus in der BRD. Weiterhin werden unterschiedliche Projekte vorgestellt, die sich z.B. für die Verständigung zwischen AraberInnen und Israelis einsetzen, Arbeit gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus leisten oder den Zugang zu Informationen aus der arabischen Welt ermöglichen.

#6: Bleiberecht für Opfer rassistischer Gewalt

Die Kampagne von agOra – der Arbeitsgemeinschaft der Beratungsprojekte für Opfer rassistischer, rechtsextremistischer und antisemitischer Gewalt – setzt sich für ein uneingeschränktes Aufenthaltsrecht von Flüchtlingen, Migrantinnen und Migranten ein, die Opfer rassistisch motivierter Gewalt wurden.

#5: Initiativen gegen rechtsextremen Einfluss auf Musik und Jugendkultur

Welchen Einfluss haben rechte Musiker und Bands auf die verschiedenen Musik- und Jugendszenen? Die rechten Tendenzen und deren Ausbreitung in den unterschiedlichen Musikszenen. Vorstellung von Initiativen und Projekten, die dem Rechtstrend entgegentreten und Möglichkeiten zum Nachmachen und Einbringen bieten.

#4: Strategien gegen rechtsextreme Inhalte im Netz

Unser viertes Dossier gibt einen Einblick in Projekte und Initiativen im Netz, die auf ganz unterschiedliche Weise mit rechten Inhalten im Netz umgehen und liefert Grundlagen zur Diskussion der verschiedenen Strategien gegen Nazis im Netz.

#3: Jugendarbeit gegen Rassismus

Unser drittes Dossier gibt einen Einblick in derzeitige Projekte und Ansätze und liefert anhand aktueller Anlässe Grundlagen zur erneuten Diskussion der akzeptierenden Sozialarbeit.

#2: Rassismus im Stadion

Debatten, Aktionen und Projekte vor, die sich mit Rassismus im Stadion beschäftigen und dabei Methoden der medialen Vermittlung und Vernetzung erproben.

#1: Bewegungsfreiheit

Debatten, Aktionen und Projekte, die sich mit der sogenannten Residenzpflicht auseinandersetzen und dabei Methoden der medialen Vermittlung und Vernetzung erproben.

 

Steckbrief

Ansprechpersonen


Projekt-Website

www.d-a-s-h.org

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