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2020/06 Erinnern in und mit digitalen Medien

Erinnerungen sind eine wesentliche Bedingung von Gesellschaft und von großer Bedeutung für die Identitätsentwicklung und die soziale Einbettung von Individuen. In Prozessen des Erinnerns werden bestehende Erfahrungen und Wissen, Deutungs- und Handlungsmuster in aktuellen individuellen, sozialen und kulturellen Bezugsrahmen relevant gemacht und realisiert. Medien sind unmittelbar und auf vielfältige Weise mit der individuellen, kommunikativ erfolgenden Erinnerungsarbeit und dem generationenübergreifenden Tradieren von kulturellem Gedächtnis verbunden (Lohmeier/Pentzold 2014). Sie sind hierbei nicht nur Übermittler, sondern sie prägen in ihrer technologischen Form und ihrer kulturellen Bedeutung aktiv kollektive wie individuelle Erinnerungspraktiken und Erinnerungsinhalte. Entsprechend ist der Wandel von Medientechnologien und Kommunikationsformen verknüpft mit den sich verändernden Möglichkeiten, Vergangenheitsbezüge erinnernd herzustellen. 

In merzWissenschaft 2020 wird die Frage aufgegriffen, was Erinnern angesichts einer zunehmend von und mit digitalen Mediendiensten, Plattformen und den damit verbundenen Möglichkeiten durchdrungenen Gesellschaft bedeutet. Wie wird Erinnern heutzutage praktiziert? Welche Akteure sind daran beteiligt? Welche Inhalte und Themen werden aufgegriffen? Welche Medien(-dienste) werden dafür herangezogen? Unter welchen rechtlichen, pädagogischen, kulturellen und technologischen Bedingungen findet dies statt und welche Folgen gehen damit einher? 

 


thema

  • Christine Lohmeier/Christian Pentzold: Editorial: Erinnern in und mit digitalen Medien
  • Michaela Kramer: In Erinnerungen scrollen. Erinnerungs- und Biografisierungspraktiken Jugendlicher durch Smartphone-Fotografie und Social-Media-Nutzung
  • Lucia Santa Cruz: Swallowed by the Singing Stone. A Netnography in a Facebook Nostalgia Group
  • Jeannine Teichert: „Ich habe auch Facebook-Freunde“. Mediale Erinnerungspraktiken in  vergangenen Freundschaften
  • Lukas Dehmel/Bianca Burgfeld-Meise: Vergissmeinnicht! Self-Tracking-Apps auf dem Smartphone als Erinnerungsräume junger Erwachsener
  • Christine Lohmeier/Christian Schwarzenegger/Maria Schreiber: Instamemories. Geschichte in digitalen Medien als lebendige Erinnerungskultur jenseits formaler Bildungskontexte
  • Martin Rehm/Stefania Manca/Susanne Haake: Soziale Medien als digitale Räume in der Erinnerung an den Holocaust. Eine Vorstudie zur Twitter-Nutzung von Holocaust-Museen und Gedenkstätten
  • Anja Peltzer/Vivien Sommer: Stolpersteine digitaler Erinnerungskulturen. Eine komparative Analyse digitaler Zeitzeugenvideos über den Holocaust
  • Sandra Nuy/Mathias Scheicher: Fotografie auf Reisen. Digitale Medienpraktiken der Erinnerung an die Shoah
  • Stefan Selke: Der editierte Mensch. Künstliche Intelligenz als Kurator von Erinnerung. Ein postdisziplinärer Essay
  • Autor*innen 2020

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