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Medienpädagogik für alle! #Empowerment #Gemeinschaft #Digitalisierung

Jahresauftakttagung Medienpädagogik

| 09:30 - 17:00 Uhr
Institut für Jugendarbeit des Bayerischen Jugendrings KdöR, Germeringer Str. 30, 82131 Gauting

Die Bedürfnisse junger Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf sind vielfältig. Ziel ist es, dass sie vollwertig an unserer Mediengesellschaft teilhaben. Dafür ist eine Auseinandersetzung mit medienpädagogischen Fragestellungen in allen Bildungsbereichen notwendig. Durch die fortschreitende Digitalisierung wird die pädagogische Arbeit mit unterschiedlichen Zielgruppen multipler und gleichzeitig auch herausfordernder. Diesen Spagat möchte die Tagung aufgreifen. Diskutiert werden Herausforderungen und Möglichkeiten einer Medienpädagogik für alle mit spannenden Inputs von Fachreferent*innen. In Workshops werden praxisrelevante Themen alltagstauglich erarbeitet. Eine Ausstellung des interkulturellen Filmfestivalprojekts KINO ASYL rundet den Tag ab. 

Das JFF – Institut für Medienpädagogik lädt in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Jugendring (BJR) und der Aktion Jugendschutz Bayern (aj) zur jährlichen medienpädagogischen Auftakttagung nach Gauting ein. Aktuelle Befunde und Fachdiskussionen stehen bei der Tagung ebenso auf der Agenda wie Anregungen aus der Praxis und der kollegiale Austausch.

Anmeldung bis 31. Dezember 2019 mit Angabe von zwei Workshop-Prioritäten.

Tagungsprogramm

 9.30 Uhr

Tagungsanmeldung

10.00 Uhr

Grußwort

Staatssekretärin Carolina Trautner (StMAS)

Gespräch unter den Veranstalter*innen

Prof. Dr. Frank Fischer (JFF)

Elisabeth Seifert (aj)

Matthias Fack (BJR)

10.30 Uhr

Digitale Teilhabe, was steckt dahinter? Pädagogische Einblicke und aktuelle Herausforderungen

Dr. Niels Brüggen (JFF)

11.15 Uhr

Kaffeepause

11. 30 Uhr

Wie verändert Digitalisierung die Medienpädagogik? Medienpädagogische Ansätze für die Praxis

Klaus Lutz (Medienzentrum Parabol)

11.55 Uhr

So gelingt´s – Digitale Jugendbeteiligung

Jürgen Ertelt (jugend.beteiligen.jetzt)

12.20 Uhr

Zwischenfazit

12.30 Uhr

Mittagspause

13.30 Uhr

Vertiefung in Workshops zu praxisrelevanten Themen

15.45 Uhr

Zusammenführung der Arbeit aus den Workshops

16.00 Uhr

Impro - Wrap up

Christina Schmiedel und Adrian Klein (bühnenpolka)

16.30 Uhr

Ende der Veranstaltung und Ausklang bei Kaffee und Kuchen

 

 

Workshops

1. Übers Spielen reden: Gesprächsführung in der stationären Kinder-und Jugendhilfe

Beatrix Benz (aj)

Fachkräfte von stationären Einrichtungen haben es immer wieder auch mit exzessiv spielenden Jugendlichen zu tun. In diesem Workshop wird die Vier-Felder-Waage als eine Methode vorgestellt, um mit Jugendlichen ins Gespräch zu kommen und so Unterstützung zu ermöglichen.

2. Innovative Ansätze in der digitalen Jugendarbeit in Europa

Fabian Wörz (JFF)

Die digitale Jugendarbeit in Europa ist vielseitig: von Online-Streetwork bis hin zur digitalen Werkstatt für Jugendliche aus sozial herausfordernden Strukturen. In diesem Workshop werden Good Practices präsentiert, diskutiert und ausprobiert.

3. Partizipation Digital: Menschen mit Handicap durch gezielte Angeboten unterstützen

Albrecht Stangier und  Albert Gebel (PIKSL)

Dieser Workshop stellt Erfahrungen aus der Arbeit in den PIKSL Laboren und dem PIKSL mobil Angebot vor. Ziel der Angebote von PIKSL ist es digitale Barrieren abzubauen. In den Laboren werden kostenlos digitale Endgeräte und Internet zur Verfügung gestellt und die Nutzung vermittelt. Im Rahmen des mobilen Angebots besuchen Mitarbeitende, die mit Tablets, Smartphones und LTE Router ausgestattet sind, immobile Klient*innen.

4. Neue Perspektiven für Heranwachsende mit wenig Sprachkenntnissen

Kati Struckmeyer und Nadine Kloos (JFF)

Im Workshop werden die Grundlagen der einfachen Sprache, die einen Zugang zu Informationen und Kommunikation für alle Heranwachsenden ermöglichen, vorgestellt. Dabei geht es um den schriftlichen Einsatz ebenso wie die Kommunikation in medienpädagogischen Workshops mit neu ankommenden Kindern und Jugendlichen. Praktische Beispiele und Übungen vertiefen die theoretischen Grundlagen.

5. Mit Medien aufwachsen: Möglichkeit der Teilhabe für neu zugewanderte Familien

Marianne Meyer (aj)

Der Workshop stellt das Elternangebot der Aktion Jugendschutz vor. ELTERNTALK bietet die Möglichkeit zur Teilhabe für neu zugewanderte Familien. Eltern bekommen hier Unterstützung bei Fragen rund um die digitale Mediennutzung mit dem Fokus auf erzieherischen Kinder- und Jugendschutz.

6. Aktive Medienarbeit und diagnostisches Handeln

Dr. Jan-René Schluchter (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg) und Joachim Betz (Medienberatungszentrum Stuttgart) 

Pädagogische Diagnostik setzt bei Kindern bzw. Jugendlichen und deren Kompetenzen an und zielt darauf ab, den Möglichkeitsraum für die Entwicklung und das Lernen zu gestalten. Welche Potentiale birgt aktive Medienarbeit als Instrument pädagogischer Diagnostik? Welche Bedeutung hat diese für die aktive Medienarbeit? Entlang dieser Fragen sollen Perspektiven für die Praxis inklusiver pädagogischer Settings aufgezeigt werden.
 

Ausstellung

KINO ASYL – behind the scenes

KINO ASYL ist ein Festival mit Filmen aus der Heimat von in München lebenden, geflüchteten jungen Menschen. Das Festival wird von Kurator*innen mit Fluchterfahrung gemeinsam mit Fachleuten aus den Bereichen Medienpädagogik, Festival und Medien gestaltet. Seit dem ersten Festival dokumentieren der Fotograf Max Kratzer und der Filmemacher Tobias Rehm vor, während und hinter den Kulissen von KINO ASYL. Die Ausstellung zeigt einen subjektiven Querschnitt der vergangenen fünf Jahre des Festivals. 

 

Sollten Sie besonderen Unterstützungsbedarf bei der Tagung haben, teilen Sie uns dies bitte im Anmeldeformular oder telefonisch unter 089 68989 0 mit.


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