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| Praxis | Forschung

SOMESSA – Schulsozialarbeit mit Social Media

Das Ziel vom „Somessa“ (übersetzt: In den sozialen Medien) Projekt war es, die Arbeit der Schulsozialarbeiter_innen auf jenen Online-Plattformen, die Jugendliche nutzen, auszuweiten und es den Mitarbeiter_innen zu ermöglichen, über aktuelle Smartphone-Apps erreichbar zu sein.

 

Ort

Vantaa, Finland

Organisation

Die Stadt Vantaa

Zielgruppe

Schüler_innen an den Schulen der Stadt Vantaa, alle Schulformen und -stufen (7-20 Jahre)

Ziele

Das Ziel vom „Somessa“ (übersetzt: In den sozialen Medien) Projekt war es, die Arbeit der Schulsozialarbeiter_innen auf jenen Online-Plattformen, die Jugendliche nutzen, auszuweiten und es den Mitarbeiter_innen zu ermöglichen, über aktuelle Smartphone-Apps erreichbar zu sein.

Entwicklung

Die Arbeit der Schulsozialarbeiter_innen zielt darauf ab, die Schüler_innen auf ihrem Bildungsweg zu unterstützen. Schulsozialarbeiter_innen sind häufig an mehreren Schulstandorten eingesetzt und ihre Arbeit ist sehr mobil. Um einen größeren Kreis von Schüler_innen und deren Eltern zu erreichen, soll die Arbeit verstärkt auf präventive Aspekte und die Pflege der Schulgemeinschaft fokussieren.

Die Abteilung für Sozialarbeit der Stadt Vantaa entwickelt ihre Schulsozialarbeit seit 2012 systematisch weiter. Die Arbeit wurde breit evaluiert, die Erreichbarkeit wurde verbessert, die Schwelle, Mitarbeiter_innen zu kontaktieren, wurde niedriger, die Informationsverbreitung effizienter. Neue Social Media-Plattformen kamen als Reaktion auf die veränderten Kommunikationsweisen der Jugendlichen dazu.

Aktivität

Während des Projektes wurden mehrere Plattformen ausprobiert und evaluiert. Eine Gruppe von Jugendlichen Expert_innen half dabei, ausgewählte Plattformen und Apps in das reguläre Angebot der Schulsozialarbeit zu integrieren. Der Einsatz der Plattformen und Apps sollte den primären Zielen der Schulsozialarbeit dienen. Mithilfe von Smartphones können Schulsozialarbeiter_innen auch außerhalb ihrer Büros an den Schulen effektiv arbeiten.

Jugendbeteiligung war für das Projekt besonders wichtig. Unterschiedlich alte Schüler_innen aus den beteiligten Schulen bildeten eine Expert_innengruppe, deren Aufgabe es war, die Arbeit der Schulsozialarbeiter_innen zu beobachten und Feedback und Anleitungen zu geben, um die Relevanz der Angebote für junge Menschen sicher zu stellen. Sie haben auch Inputs über aktuelle online Entwicklungen und Phänomene geliefert, über die die Mitarbeiter_innen Bescheid wissen sollten.

Ressourcen

Die Expert_innengruppe aus Jugendlichen war für die Implementierung einer erfolgreichen, zielgerichteten Praxis zentral. Technisches Equipment ist natürlich auch essentiell. Von Mitarbeiter_innen wird Mut abverlangt, ihre Komfortzone zu verlassen.

Feedback

Die Rückmeldungen sind bislang fast ausschließlich positiv gewesen. Das Feedback der Expert_innengruppe half dabei, die Arbeit effizient zu fokussieren. Jugendliche haben ihre Expert_innenrolle als eine Ermächtigung erlebt.

Evaluierung

Schüler_nnen-Expert_innen und beteiligte Mitarbeiter_innen haben das Projekt durchgehend evaluiert. Die Brauchbarkeit der verschiedenen Applikationen und Plattformen wurde ebenfalls bewertet. Es gab zusätzlich noch eine separate Steuerungsgruppe, die das Projekt gelenkt und evaluiert hat.

Wirkung

Durch den Einsatz von Smartphones hat sich die Erreichbarkeit der Schulsozialarbeiter_innen verbessert. Jugendliche können auch außerhalb der Schulzeiten mit uns in Kontakt treten. Unserer Erfahrung nach ist die Schwelle, Schulsozialarbeiter_innen zu kontaktieren, signifikant niedriger geworden. Dadurch können wir besser präventiv agieren und Jugendliche stärker unterstützen. Durch Social Media Plattformen konnten wir eine größere Zielgruppe erreichen und Kooperationen zwischen Schule und für junge Menschen relevante soziale Dienste aufbauen. Das Projekt hatte auch Vorbildwirkung innerhalb der Stadt: Andere Abteilungen wurden dazu inspiriert, Social Media Auftritte anzudenken.

 

#social-media

 


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