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| Forschung

Kurzfragerunde mit Niels Brüggen, dem neuen Leiter der Abteilung Forschung

Hier können Sie Niels Brüggen mit einer Kurzfragerunde kennenlernen.

Mit dem 1. Dezember 2016 hat Niels Brüggen die Leitung der Abteilung Forschung des JFF übernommen. Als langjähriger Mitarbeiter der Abteilung hat er sich unter anderem intensiv mit Fragen der Medienaneignung digitaler Mediendienste bzw. des Social Web durch Jugendliche, mit Veränderungen für die Jugendarbeit durch eine fortschreitende Mediatisierung von Lebenswelten sowie mit Ansätzen der medienpädagogischen Evaluationsforschung beschäftigt. Weitere Schwerpunkte, Projekte und Publikationen können Sie auf seiner Profilseite einsehen.
Hier können Sie Niels Brüggen mit einer Kurzfragerunde ein bisschen kennenlernen.

JMS oder Medienkompetenz?

Kein entweder – oder. Beides sind zentrale medienpädagogische Forschungsfelder. Zum einen mit der Frage, inwiefern der Jugendmedienschutz tatsächlich erreicht, was er bezweckt, und wo ggf. neue Regelungsbedarfe entstehen. Zum anderen die Frage, welche Kompetenzen notwendig sind, um in einer mediatisierten Welt ein souveränes Leben mit Medien zu führen und inwiefern unterschiedliche Kinder, Jugendliche, Eltern oder pädagogische Fachkräfte über diese Kompetenzen verfügen. Hinzu kommt die Frage, wie die Entwicklung von Medienkompetenz möglichst gut unterstützt werden kann. Dabei muss Medienpädagogik insbesondere die im Blick behalten, denen weniger Ressourcen zur Verfügung stehen als anderen.

 

Qualitative Forschung ...

... ist da unverzichtbar, wo es auf Kontextbedingungen ankommt. Das gilt für die individuelle Aneignung von Medien und in besonderer Weise auch bei der wissenschaftlichen Begleitung von pädagogischen Prozessen. Ein Markenzeichen des gesamten Forschungsteams am JFF ist, dass hier innovative empirische Konzepte – auch in der Kombination von qualitativen und quantitativen Verfahren – realisiert werden. Ich freue mich darauf, solche innovativen Konzepte mit dem Team zu realisieren.

 

Medien ...

... sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Aber das ist ein Allgemeinplatz. Spannender ist, was daraus folgt: So interessiert aus medienpädagogischer Perspektive die Frage, wo daraus Herausforderungen für die Einzelnen aber auch auf gesellschaftlicher Ebene erwachsen. Und natürlich auch, wie das Zusammenwirken von Mensch-Medien-Gesellschaft positiv gestaltet werden kann.


Normativ oder wertfrei ...

Pädagogik kommt ohne Zielsetzungen nicht aus. Unsere wissenschaftliche Arbeit folgt in diesem Rahmen den Regeln guter wissenschaftlicher Praxis, wie sie von der DFG beschrieben wurden.


Open Access oder schöne Bücher?

Ein Großteil unserer Forschungsberichte steht bereits jetzt frei zugänglich zur Verfügung. Dass sie auch gefunden werden, wollen wir verbessern. Aber auch hier gibt es kein entweder – oder. Gute Buchpublikationen, die in die Hand genommen werden können, in denen man stöbern kann, haben einen besonderen Wert und der ist uns auch wichtig.


Medienkompetenz oder Medienbildung?

Ernsthafte Frage? Das lässt sich nicht in einer Kurzfragerunde beantworten. Vielleicht: unterschiedliche Konzepte und doch Überschneidungen. Medienkompetenz ist dabei nach wie vor das zentrale Konzept unserer Arbeit.


Kontinuität oder Veränderung?

Ich finde an der medienpädagogischen Forschung gerade spannend, dass wir immer wieder gefordert sind, neue Themen und aktuelle Entwicklungen aufzugreifen. Dabei gilt es aber, essentielle Aspekte der medienpädagogischen Perspektive immer wieder neu in den Fokus zu rücken. Zum Beispiel: der Perspektive der handelnden Menschen Gehör verschaffen. Denn inwiefern Chancen neuer Medienentwicklungen realisiert werden können oder Probleme daraus erwachsen, hängt zentral davon ab, wie die Menschen mit den Medientechniken umgehen (können). So ist die medienpädagogische Perspektive eine Kontinuität in der Auseinandersetzung mit Veränderung.


Die Dissertation?

Die Arbeit ist an der Universität Leipzig eingereicht und das Verfahren ist voraussichtlich im Frühjahr 2017 abgeschlossen. Thema ist die Bedeutung von ästhetischen Werturteilen in Prozessen der Medienaneignung – eine Fragestellung, die uns immer wieder in Forschungsprojekten begegnet. Aktuell wird viel über das postfaktische Zeitalter gesprochen, in welchem inhaltliche Argumente an Grenzen stoßen – auch zu diesem Diskurs kann die Arbeit einen Beitrag liefern. Bald gibt es mehr dazu.

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