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JUZ macht Druck - in 3D!

In einem partizipativen Prozess wurden im Jugendzentrum (JUZ) zwei 3D-Drucker angeschafft und gemeinsam mit Jugendlichen Nutzungsoptionen entwickelt. Der 3D-Druck ist dabei einerseits ein eigenständiges offenes Angebot und kann andererseits in andere Angebote integriert werden.


Name

JUZ macht Druck – in 3D!

Land

Deutschland

Organisation

JUckt´Z Rimpar – Förderverein Kinder- und Jugendarbeit im Markt Rimpar e.V., kurz KiJuRim

Zielgruppe

Kinder und Jugendliche, die das Jugendzentrum besuchen.

Ziele

Es geht um die Vermittlung der Erfahrung, dass man digitale Werkzeuge benutzen kann, um eigene Ideen umzusetzen. 3D Druck macht dies im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar. Hinzu soll ein niedrigschwelliger Zugang zu digitalen Werkzeugen ermöglicht werden, da die Technik immer vor Ort ist und Peers als „Experte*innen“ agieren. Zudem ist es der Versuch einen Teilbereich der Arbeit im JUZ selbstverwaltet in die Hände der Jugendlichen zu legen. Ebenso soll beobachtet werden, wie der 3D Druck in andere Arbeitsbereiche hineinwirkt.

Entwicklung

Angeregt durch einen Making-Workshop haben Jugendliche des Jugendzentrums initiiert, dass 3D-Drucker angeschafft werden sollen. Realisiert werden konnte dies über ein Förderprogramm des Bayerischen Jugendrings. Eine Besonderheit des Ansatzes ist, dass stark auf die Beteiligung und das Enggagement der Jugendlichen gesetzt wird. Zentrale Prinzipien sind Peer-Lernen und Selbstorganisation. Unterstützt und begleitet werden die Jugendlichen dabei sowohl vom Sozialpädagogen vor Ort, wie auch von dem für den Bezirk zuständigen Medienfachberater. Durch diesen werden immer wieder bei gemeinsamen Terminen Impulse gegeben und Ziele für die Arbeit der Jugendlichen entwickelt.

Aktivitäten

Die Jugendlichen haben eine „Kerngruppe“ für die Planung, Anschaffung, Inbetriebnahme und Wartung der Geräte gegründet und sich Nutzungsregeln gegeben. Dabei haben sie bei der Planung schon langfristig gedacht und zwei  Drucker angeschafft:

  • einer fertig montiert zum sofortigem Drucken,
  • einer zum selber zusammenbauen und selber schrauben, um die Technik kennenzulernen und in Zukunft zu optimieren.

So ist garantiert, dass immer gedruckt werden kann und es auch einen Anlass gibt, sich auch mit der Technik auseinanderzusetzen und selber „schrauben“ und optimieren zu können.

Aufgabe der Kerngruppe nach der Inbetriebnahme ist es andere Jugendliche in die Drucktechnik einzuarbeiten, Softwareprogramme zu vermitteln, auf Webseiten für 3D-Druckvorlagen aufmerksam zu machen und auf die Einhaltung des Regelwerkes zu achten. So können Jugendliche sich jederzeit an Mitglieder des Kernteams wenden, wenn sie etwas ausdrucken möchten und Hilfe brauchen. Das Team wird von einem Mitarbeiter des JUZ betreut.

Ressourcen

Das Jugendzentrum stellte die Ecke in einem Raum und ließ Elektrik und Tischkonstruktion nach Plänen der Jugendlichen fertigen. Die Jugendlichen halfen bei Renovierungsarbeiten. Dabei wurde eine Tischkonstruktion gewählt, die nur mit der Wand und nicht mit dem Boden verbunden ist, um ein ungestörtes Drucken zu ermöglichen.

Die Finanzmittel kamen aus dem Medienfachprogramm des Bayerischen Jugendrings und der Marktgemeinde Rimpar.  Die Honorarkräfte aus den Reihen älterer Jugendlicher.

Feedback & Evaluation

Die Jugendlichen bewerten das Projekt als gutes Angebot, sich jederzeit der Technik bedienen zu können. Auch dass die Drucker in ihrer Verwaltung liegen, kommt gut an und stärkt das Selbstbewusstsein. Die „Digital-Nerds“ im Juz haben plötzlich eine wichtige Funktion und sind im „Kernteam“ aktiv. So werden digitale Kompetenzen sichtbar und wertgeschätzt.

Die Idee wurde vom Auswahlgremium des Bayerischen Jugendrings als innovativer Ansatz für die Jugendarbeit ausgewählt.

Positive Impulse

Die Drucker lösen bei einigen Jugendlichen  kreative Prozesse aus. Die Digitaltechnik ist selbstverständlicher und sichtbarer Bestandteil des Jugendzentrums, mit dem kreativ experimentiert werden kann.

Erste spontane Ideen aus der allgemeinen Arbeit („Wir müssen Ordnung schaffen“) konnten auch mit Hilfe des 3D Druckers umgesetzt werden (so wurden wie im Film gezeigt, Halterungen für Controller ausgedruckt, die ein Verstauen der Gaming-Geräte erlauben).

#maker-stem#media-literacy


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