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2019 | Praxis | Forschung

Self-Tracking im Freizeitsport

Smartwatches und Fitnessuhren sind intelligente Microcomputer, die mit vielen Sensoren direkt auf der Haut messen und Daten visualisieren können. Aber was können diese kleinen Helferleins, die gekoppelt mit dem Smartphone auch Internetzugang haben, eigentlich alles? Was stecken denn für Möglichkeiten und auch Risiken drin?

 

Im Projekt "Self-Tracking im Freizeitsport" werden kompakte, niederschwellige Methoden für die thematische Auseinandersetzung mit Jugendlichen entwickelt. Diese sollen Übungsleiter*innen dabei unterstützen, relevante Fragestellungen rund um Self-Tracking in Trainingsstunden aufzugreifen. 

Ein innovatives Modellprojekt zur Digitalisierung im Sport

Fitness-Apps werden zur Trainingsunterstützung genutzt. Smart-Watches, Wearables und Fitness-Apps werden als personalisierte Trainingsgeräte vermarktet. In der Kombination von Sensorik und Apps sammeln diese Geräte umfassende Daten über Aktivitäten der Nutzenden und können diese vergleichend auswerten. Mit der Nutzung entsprechender Technologien gehen individuelle Vorzüge (Motivation für das Training, besseres Eigenmonitoring etc.), aber auch Risiken (Datenschutz, Leistungsdruck etc.) einher.

Reflexion von Jugendlichen über Digitalisierungsprozesse lässt sich im Sport verankern. Das Projekt bearbeitet ein aktuelles Thema, das bei sportinteressierten Jugendlichen wichtig ist und zu dem es bislang keine entsprechenden pädagogischen Materialien gibt. Das Projekt hat zwei Zielgruppen, die bereits in der Entwicklungsphase beteiligt werden: Primäre Zielgruppe der zu entwickelnden Arbeitshilfen sind Multiplikator*innen (Jugendleiter*innen, Trainer*innen und Sportlehrer*innen). Die nächste Zielgruppe der Projektaktivitäten sind Jugendliche, die im Vereinssport aktiv sind oder über den Sportunterricht erreicht werden. Durch die direkte Einbeziehung dieser Personengruppen sowie Expert*innen aus dem Bereich Verbraucherschutz, Datenschutz und Medienpädagogik, in Form von Workshops und Befragungen, wird eine bedarfsorientierte Materialentwicklung garantiert.

Und so können Methoden für die Trainings-Praxis entstehen. In dem Projekt werden Methoden, angepasst an die Bedingungen im Training, entwickelt, erprobt und als Open Educational Ressources (OER) bereitgestellt. Dadurch ist eine nachhaltige Nutzung in allen Sportkontexten möglich. Die OER-Materialien beinhalten kurze und prägnante Lernszenarien. Diese können bspw. verteilt über eine Trainingseinheit oder am Anfang und Ende des Trainings eingesetzt werden, in Form von inhaltlichen Inputs oder spielerische Elemente von Online-Inhalten. Dabei sollen auch die Geräte der Jugendlichen auch gemäß dem Ansatz „bring your own device“ (BYOD) eingesetzt werden können. Aus medienpädagogischer Perspektive soll ein Bewusstsein für Themen der Digitalisierung geschaffen werden. Zentrale Fragen sind dabei, wie Jugendliche mit Self-Tracking-Technologien umgehen, welche Potenziale und Risiken sie sehen und welche Unterstützungsbedarfe sie haben.

Forschung und Praxis arbeiten Hand in Hand bei der Entwicklung und Erprobung des Methodensets. Die wissenschaftliche Begleitung des Projektes hat mit den Befragungen in der Entwicklungsphase und der Evaluation in der Erprobungsphase die Optimierung des Methodensets zum Ziel. So wird im Projekt der Umgang von jungen Sportler*innen mit Self-Tracking-Technologien begleitend ausgewertet und zur Verfügung gestellt.

Unsere Netzwerkarbeit ist die Grundlage für ein gut gedeiendes Projekt. Das Projekt wird vom JFF gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und der Bayerischen Sportjugend umgesetzt. Von Beginn an wird eng mit den Kooperationspartnern zusammen gearbeitet und so eine notwendige interdisziplinäre Expertise in das medienpädagogische Projekt eingewebt.   

 

Kontaktieren Sie uns, wenn sie selbst Trainer*in oder aktiv in einem Sportverein sind und sich mit dem Thema Self-Tracking auseinander setzen methodisch möchten. 

 

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