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2018 | Forschung

MeKriF – Flucht als Krise

Mediale Krisendarstellung, Medienumgang und Bewältigung durch Heranwachsende am Beispiel Flucht

Das JFF koordiniert das BMBF-geförderte Verbundprojekt mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig. Im Teilprojekt des JFF werden Aneignungsstrategien von Heranwachsenden im Alter zwischen zehn und 16 Jahren zu den Themen Flucht, Migration und Integration in ihren medialen und sozialen Zusammenhängen untersucht. Ziel ist es, Ansatzpunkte zur Stärkung individueller und gesellschaftlicher Ressourcen zur Bewältigung der Themen Flucht, Migration und Integration herauszuarbeiten.

2017 stand mit einem Literaturbericht und der Feinkonzeption die konzeptionelle Arbeit im Mittelpunkt. Im Jahr 2018 werden qualitative Erhebungen in den Regionen München und Leipzig durchgeführt. Im Teilprojekt der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf (HHU) werden mediale Darstellungen der Themen Flucht, Migration und Integration analysiert. Den Transfer der Ergebnisse stellt das JFF ab 2019 gemeinsam mit der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) sicher, indem mit Jugendlichen Handlungsempfehlungen für Journalistinnen und Journalisten und Fachkräfte der Jugendarbeit entwickelt werden. Der Prozess wird vom Zentrum für Ethik der Medien und der digitalen Gesellschaft (zem::dg) begleitet.


In drei miteinander verschränkten Modulen wird bearbeitet,

  • wie Heranwachsende mit der medialen Darstellung von Flucht(ursachen) und Flüchtenden umgehen und wie dadurch ihr Bild von Gesellschaft und von individuellen oder gesellschaftlichen Handlungsmöglichkeiten beeinflusst wird,
  • wie in von Heranwachsenden genutzten Medien und Kanälen über Flucht berichtet wird, welche Handlungsoptionen dort diskutiert werden, wie sich dabei traditionelle von Online-Medien unterscheiden und wie der kommunikative Umgang der Heranwachsenden mit diesen Inhalten in den sozialen Netzmedien ist,
  • welche Handlungsempfehlungen auf dieser Basis für die journalistische und pädagogische Praxis abgeleitet werden können

Modul 1: Medienaneignung und Bewältigungsstrategien
JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis

Dieses empirische Modul zielt auf die Erforschung der Auseinandersetzung von Heranwachsenden mit dem Themenbereich Flucht als Krise. Im Fokus der Untersuchung stehen insbesondere die Bedeutung von personalen, sozialen und medialen Faktoren im Prozess der Aneignung und Strategien zur Bewältigung, die Heranwachsende auf dieser Basis entwickeln. Umgesetzt werden qualitative Gruppenerhebungen mit ergänzenden, teilstandardisierten Instrumenten, Forschungswerkstätten und Einzelinterviews mit Heranwachsenden im Raum München und im Raum Leipzig.

Methoden: Leitfadengestützte Gruppeninterviews mit Heranwachsenden im schulischen Kontext, Medientagebücher, Forschungswerkstätten und leitfadengestützte Interviews
Stichprobe: Mind. 90 Heranwachsende im Alter zwischen zehn und 16 Jahren in den Gruppenerhebungen sowie 30 Einzelfallstudien
Zeitraum: Oktober 2017 bis September 2020

Kontakt: (Siehe Ansprechpersonen des JFF)

 

Modul 2: Medieninhalte
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU)

Dieses zweite empirische Modul beinhaltet eine standardisierte Analyse medialer Inhalte zum Thema Flucht. Die Analyse soll zum einen aus einer kontinuierlichen Basisuntersuchung bestehen, in der die Berichterstattung des Jahres 2018 anhand zentraler Indikatoren erfasst wird. Dabei werden Beiträge aus Printmedien, Fernsehen, Radio und dem Internet analysiert. Zum anderen sollen spezifische Aspekte der Berichterstattung zum Thema, aber auch die Kommunikationsverläufe unter Heranwachsenden in partizipativen Online-Medien vertiefend analysiert werden.

Methoden: standardisierte Inhaltsanalyse der Berichterstattung über Flucht, Migration und Integration in zielgruppenspezifischen und zielgruppenunspezifischen Medien; automatisierte Analyse der Kommunikationsverläufe unter Heranwachsenden in partizipativen Online-Medien
Sample: über 40 verschiedene Print-, TV-, Radio- und Online-Medien
Zeitraum der Analyse: Januar 2018 - Dezember 2018

Kontakt:

Prof. Dr. Gerhard Vowe; vowe@uni-duesseldorf.de | https://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/kmw-vowe/
PD Dr. Marco Dohle, dohle@phil.uni-duesseldorf.de | https://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/kmw-vowe/mitarbeiterinnen/dohle/
Ole Kelm, M.A., ole.kelm@hhu.de | https://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/kmw-vowe/mitarbeiterinnen/kelm/
Marike Bormann, M.A., marike.bormann@phil.hhu.de | https://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/kmw-vowe/mitarbeiterinnen/marike-bormann/

 

Modul 3: Theorie-Praxis-Transfer
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK)
JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis

Ziel des dritten Moduls ist die Übertragung der erarbeiteten Ergebnisse in die Praxis von Journalismus, Journalistenausbildung sowie in die pädagogische Arbeit mit Heranwachsenden in Schulen und Jugendarbeit. Dabei wird das Konzept der „constructive news“ aufgegriffen, das auf einen lösungsorientierten Journalismus zielt. Die Handlungsempfehlungen werden in einem partizipativen Prozess mit Heranwachsenden, Medienmacherinnen / Medienmachern und pädagogischen Fachkräften entwickelt.

Umsetzung: Workshops mit Jugendlichen und angehenden Journalistinnen und Journalisten und Jugendkonferenzen
Zeitraum: Januar 2019 - September 2020

Kontakt:

Prof. Dr. Gabriele Hooffacker  https://fm.htwk-leipzig.de/fakultaet-medien/personen/professorinnen-und-professoren/weitere-informationen/gabriele-hooffacker/
(Siehe Ansprechpersonen des JFF)






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