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2021 | Forschung

SIKID – Sicherheit für Kinder in der digitalen Welt

Regulierung verbessern, Akteur*innen vernetzen, Kinderrechte umsetzen

Das Internet, das ursprünglich für die Kommunikation zwischen Erwachsenen gedacht war, wird inzwischen gleichermaßen von Kindern genutzt. Ein Drittel der Internetnutzenden weltweit sind jünger als 18 Jahre. Heranwachsende sind jedoch eine besonders verletzliche und schutzbedürftige Gesellschaftsgruppe, die durch die wachsende, verfrühte und dabei oft unbegleitete digitale Nutzung verstärkten Sicherheitsrisiken ausgesetzt ist. Kinder konsumieren heute aber nicht nur Medien, sondern kreieren Inhalte und interagieren in Spielen, Chats und Social Media selbst, ohne die Folgen ihres Online-Handelns sicher abschätzen zu können. Hier entsteht ein Bündel strukturell neuer Gefährdungslagen, die über die Medienpädagogik und den Jugendmedienschutz hinaus im Bereich der zivilen Sicherheit verankert werden sollten. Durch die Allgegenwart digitaler Medien in kindlichen Lebenswelten, aber auch durch die Schwierigkeit ihrer Regulierung im globalen Kontext unterscheiden sich die Gefährdungen im digitalen Raum gravierend von solchen beispielsweise im Straßenverkehr. Der nachhaltige Schutz von Kindern in einem sich ständig erneuernden digitalem Handlungsfeld gehört damit zu den vordringlichen Aufgaben einer zukünftigen und demokratischen Sicherheitsarchitektur.

Ziel des Projekts ist die grundlegende Verbesserung der Sicherheit für Kinder und Jugendliche in der Online-Kommunikation. Dabei werden insbesondere Fragen der Regulierung, der Prävention und der Resilienz aus sicherheits- und medienethischer, kinderrechtlicher sowie juristischer und psychologischer Perspektive in den Blick genommen. Um besser zu verstehen, wie aus teils alltäglichen und als sicher wahrgenommen Online-Situationen Bedrohungsszenarien entstehen, werden Kinder und Jugendliche selbst in die Forschung einbezogen. Ihre Perspektiven, Bedürfnisse und Vorschläge für mehr Sicherheit in der Online-Kommunikation sollen berücksichtigt werden. Das Projekt bietet Analysen zu unterschiedlichen kindlichen Entwicklungsphasen und den damit verbundenen Formen von Verletzbarkeiten, Gefährdungen, aber auch Kompetenzen für digitale Interaktionen. SIKID gibt Empfehlungen, um bestehende Regulierungsansätze zu optimieren, Regulierungsakteur:innen zu vernetzen sowie die Sicherheitsarchitektur neu und effizienter aufzustellen.

Im Projekt SIKID sollen Sicherheitsanforderungen von einem kinderrechtlichen Ansatz her entwickelt werden. Dazu werden gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen Konzepte für Digitale Zivilcourage entwickelt sowie niedrigschwellige Sicherheitsinstrumente konzipiert. Für die Beteiligung von Kindern in der Sicherheitsforschung wird zudem ein forschungsethisches Konzept mit beispielhaftem Charakter für die empirische Sicherheitsforschung entwickelt. Es werden Handlungsoptionen für den Gesetzgeber und für technische Lösungen formuliert sowie good practice Modelle für Sicherheitsbehörden und Stakeholder aus der Praxis wie Medien-, Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sowie Eltern und Kinder und Jugendliche konzipiert und vermittelt. 


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