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2017 | Praxis

Kino Asyl

Münchner Festival mit Filmen aus den Herkunftsländern geflüchteter junger Menschen

Kino Asyl ist ein Festival mit Filmen aus den Herkunftsländern der in München lebenden Flüchtlinge. Das Festival wird von den Flüchtlingen mit Unterstützung von Fachleuten selbst gestaltet und könnte fester Bestandteil der Münchner Festivalszene werden.

Ausgangssituation
Jeden Tag landen Jugendliche aus verschiedenen Ländern der Erde am Münchner Hauptbahnhof. Sie haben meist kein Gepäck dabei, sondern nur ein Stück ihrer Kultur, dieses bringen sie in den deutschen Alltag mit ein. In ihren Herkunftsländern gibt es eine eigene Film- und Fernsehindustrie. Jeder wurde durch die Filme und Sendungen geprägt. Was wäre ein Samstagabend in Deutschland ohne „Wetten dass?“, ein Sonntag ohne den „Tatort“ oder das junge deutsche Kino ohne Fatih Akins „Gegen die Wand“. Aus den Ländern der jungen Flüchtlinge kennen wir diese Kulturgüter nicht. Diese kennen zu lernen und zeigen zu dürfen ist ein großer Gewinn. Hier setzt das Kino Asyl an.

Eigene Kultur zeigen
Das Festival wird so angelegt, dass die Flüchtlinge auf allen Ebenen aktiv eingebunden sind. Dies wird im Rahmen von Workshops und durch einzelne Akteure gewährleistet. So gestalten die Jugendlichen selbst das Material für Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Poster, Flyer, Programmheft) produzieren die Trailer für das Festival, treffen die Filmauswahl, Präsentieren diese Filme und übersetzen und untertiteln sie gegebenenfalls. Auch das mögliche Rahmenprogramm mit Musik und ggf. Essen wird von Ihnen kreiert.

Direkter Einblick in die Kultur
Den Besuchenden des Festivals wird ein tiefgehender und persönlicher Einblick in eine für Sie ansonsten unerreichbare Lebenswelt ermöglicht.

Kompetenzen fördern
Die Jugendlichen lernen partizipativ eine vermeintlich fremde Kultur aktiv mitzugestalten und zu bereichern. Durch die Gestaltung der Produkte lernen sie einen souveränen Umgang mit Medien und erhalten eine Bühne für ihre eigene Geschichte. Durch die öffentliche Präsentation und die Übersetzung steigt das eigene Selbstwertgefühl und auch sprachliche Kompetenzen werden gefördert.


Medien: Film, Foto, Audio, Mobile Medien

Zielgruppe: Junge Menschen mit Fluchthintergrund aus München und dem Münchner Umland

Zeitraum: Seit 2015

Kooperationspartner: Refugio München, Filmstadt München, Münchner Stadtbibliothek, Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) München, Pinakothek der Moderne, Import Export, Münchner Kammerspiele, Kulturreferat München, Stadtjugendamt München

Finanzierung: Filmstadt München, Kulturreferat München, LH München Sozialreferat Stadtjugendamt


Bericht aus 2017:

Auch 2017 konnte das Film-Festival KINO ASYL als ein voller Erfolg verbucht werden. Die geflüchteten jungen Menschen kuratierten vom 3. bis zum 8. Dezember Filme aus ihren Heimatländern. Bei durchschnittlich 90-100 Besucherinnen und Besuchern konnte sich das Team über ein gut besuchtes Festi- val freuen. Eröffnet wurde das Festival in der Pinakothek der Moderne mit den Filmen „BON VOYAGE“ (Syrien/Schweiz) und „Mammah Saylah“ aus Sierra Leone. Die Zusammenarbeit mit der HFF München bot am Folgetag eine schöne Mischung aus Ländern und Genres. Aber auch an den anschließenden Programmtagen im Gasteig und den Kammerspielen konnten beeindruckende Filme, wie „Men in the Arena“ gezeigt werden. Für diesen Film, der als Europapremiere lief, wurde die deutsche Übersetzung und Untertitelung eigens vom KINO ASYL-Team verfasst. KINO ASYL konnte außerdem für „Shakespeare in Zaatari“ den Regisseur und Filmemacher Maan Mouslli für Fragen und Antworten nach der Vorstellung gewinnen. Festlich beendet wurde das Festival am Freitag, den 8.12., mit der Premiere des KINO ASYL-Dokumentarfilms von Tobias Rehm. Seit der ersten Stunde begleitete er das Festival in seiner dreijährigen Geschichte, das mit internationalen Klängen aus den Boxen des „Import Export“ beendet wurde.


Fotocredit: Max Kratzer


| Hochschule für Fernsehen und Film München | München

KINO ASYL 2017

Münchener Festival mit Filmen aus den Herkunftsländern geflüchteter junger Menschen.

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