basics zum filmen

basics zum filmen

Beim Filmen von Clips mit dem Handy, Smartphone oder Tablet muss man einige Eigenheiten beachten. Die Tipps hier helfen euch, euren Clip möglichst kinotauglich zu machen.

Tipp 1: Immer horizontal und nicht vertikal filmen.

Warum es wichtig ist, dass ihr euer Mobile quer nehmt, seht ihr in diesem Clip:

Tipp 2: Es hat sich ausgewackelt

Ein Smartphone liegt leicht in der Hand, ein Tablet muss man eher in beide Hände nehmen – bei diesen kompakten Geräten übeträgt sich leicht Zittern und Wackeln ins Bild. Die Clips sind dann verwackelt und manchmal nicht mehr sehr schön anzusehen. Um ungewolltes Verwackeln zu vermeiden, macht es Sinn ein Stativ zu benutzen.

Für Smartphones und Tablets gibt es eigene Stative oder Stativadapter für wenig Geld. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit dem 11 Euro teuren „Stativadapter und Universalhalter für Tablet oder Smartphone System-S“ gemacht.

Ihr könnt euer Mobile auch einfach auf einen Gegenstand legen und/oder mit Klebeband fixieren. Wenn ihr das Gerät an eine Wand drückt, ist es auch schon relativ stabil positioniert.

Tipp 3: Der Ton macht die Musik

Guter Ton ist oft ein Problem, wenn man mit Smartphones und Tablets filmen will. Probiert bei Interviews doch mal das Mikro der Kopfhörer eurer Geräte aus. Oder ihr kauft euch einen professionellen Adapter. Gute Erfahrungen haben wir mit dem iRig Pre oder Pro und dem iRig Mic gemacht es gibt aber auch andere gute Mikros und Adapter.
Mehr gute Tipps zum Vertonen eurer Clips findet ihr hier.

Tipp 4: Ein Storyboard für große Projekte

Wenn ihr einen etwas längeren Film plant, dann ist es häufig hilfreich, sich ein Storyboard anzulegen, wo schonmal in Bildern beschrieben ist, was wo und wie passieren und gedreht werden soll. Ein Storyboard kann gezeichnet werden oder aber als Fotostory mithilfe unterschiedlicher Apps erstellt werden. Z.B. Comic Life, Comic Strip it!, Storyboard Maker oder celtx.

Tipp 5: Bewegung rein bringen

Bewegung reinbringen, heißt nicht unbedingt im Film, obwohl eine wohlbedachte Kamerabewegung (Schwenk, Fahrt o.ä) tolle Stilmittel sind. Bevor ihr jedoch an Objekte ranzoomt, um sie näher abzubilden, setzt euch doch selbst einfach in Bewegung und geht ein bisschen näher ran. Hintergrund ist, dass die meisten Handy- und Smartphonekameras nur einen digitalen Zoom haben. Je weiter ihr damit reinzoomt, desto schlechter wird eure Bildqualität und desto mehr wackelt auch das Bild, wenn ihr ohne Stativ filmt. Also lieber mal näher ran gehen.

zusammengefasst:

kurz

klein

deluxe

Der Clip sollte nicht zu lang sein – auch 30 Sekunden können schon endlos erscheinen. Daher das Motto: kurz und knackig. Der Clip sollte gut auf einem kleinen Display anzusehen sein. Das heißt, man sollte beim Filmen darauf achten, dass man nah genug an die Motive herangeht und wackelige Aufnahmen vermeidet. Die Voraussetzungen für einen Clip deluxe sind die gute Idee, der präzise Ton und die außergewöhnliche Perspektive, … Übung macht den Meister, bzw. die Meisterin.

Einstellungsgrößen und Perspektiven

Die Einstellungsgröße bezeichnet den Bildausschnitt, den ihr mit der Kamera auswählt. Dabei könnt ihr nah ran gehen und Details filmen oder von weiter weg Totalen aufnehmen. Dazwischen gibt es noch unterschiedliche Abstufungen, die alle auch einen eigenen Namen haben. Die Einstellungsgrößen und auch unterschiedliche Perspektiven (von unten, oben oder auf Augenhöhe) machen euren Clip zum Zuschauen interessanter.

Im Beispielclip könnt ihr die unterschiedlichen Einstellungsgrößen und Perspektiven im Zusammenhang erleben. Normalerweise überspringt man die ein oder andere Einstellungsgröße, um eine größere Bildänderung zu erzielen, hierbei macht man aber auch keine zu großen Sprünge – das kommt natürlich ganz darauf an, was ihr mit der Einstellung, der Perspektive und/oder dem Schnitt aussagen möchtet.

Über diesen Link könnt ihr den Clip mit Erklärungen ansehen. Hier sind dann die Namen der einzelnen Einstellungsgrößen und Perspektiven eingefügt. Außerdem gibt es noch eine englische Version.

Der Five Shot

Wenn ihr nicht genau wisst, wie ihr eine Handlung oder eine Person in eurem Clip einführen sollt, dann kann euch der Five Shot hierbei helfen. In fünf Einstellungen (‚Shots‘) stellt ihr Schritt für Schritt die Person oder eine bestimmte Handlung vor. Die Reihenfolge im Clip kann natürlich auch umgekehrt werden. Häufig werden aus fünf auch nur drei ‚Shots‘. Hauptsache ist, dass die grundlegenden Fragen beantwortet werden können: Wer? Wo? und Was?

Über diesen Link könnt ihr den Clip mit Erklärungen ansehen. Hier sind dann die Namen der einzelnen Five-Shot-Schritte eingefügt. Außerdem gibt es noch eine englische Version.

Alle MCF Western Clips stehen unter der Creative Commons Lizenz CC-BY und können hier heruntergeladen werden.