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2018 | Praxis

MoMimA

Mediengestützte Diskurse über ein selbstbestimmtes Leben und geteilte Verantwortung im hohen Alter

Das Projekt Moderne Medizintechnik im Altenheim initiiert mediengestützte Diskurse über ethische Fragen und soziale Problemstellungen, die durch den Einsatz von Medizintechnologie bei hochaltrigen und dementen Menschen aufgeworfen werden.

Am Beispiel von drei Technologiebereichen (Bewegungsmonitoring, Beziehungsroboter, Telemonitoring von Vitaldaten) entwickeln die Verbundpartnerinnen und -partner gemeinsam ein Workshopkonzept. In den Workshops sollen Auszubildende für medizintechnische Fragestellungen sensibilisiert und ihnen Medien als Informations- und Produktionswerkzeug zur Teilhabe an gesellschaftlichen Diskursen zur Verfügung gestellt werden. Die Auszubildenden entwickeln in den Workshops Kampagnenmedien, die dazu dienen die Öffentlichkeit auf das Thema der modernen Medizintechnik im Altenheim aufmerksam zu machen. Diese Kampagnenmedien werden in neuartigen Formaten nachhaltig eingesetzt, um zum Diskurs und zur Positionierung anzuregen. Im Kern verfolgt das Projekt die Frage, wie junge Menschen an Diskursen über sie betreffende Fragen beteiligt werden können. Gerade in gesellschaftlich-relevanten und ethisch komplexen Themenbereichen, die ein hohes Maß an Fachwissen voraussetzen, stellt dies eine gesellschaftliche Herausforderung dar. Die Workshops werden während der gesamten Projektdauer aus medienpädagogischer und ethischer Perspektive begleitet und inhaltlich weiterentwickelt. Zudem werden die Medienprodukte als Ergebnisse analysiert und in die wissenschaftlichen Fachdebatten zurückgespielt.
 

Zielsetzung

  • Die ethische Debatte zu den Auswirkungen des Einsatzes von Medizintechnologien bei hochaltrigen und dementen Menschen wird für Workshops mit Auszubildenden aufbereitet.
  • Pflegeschülerinnen und -schüler werden für die Auseinandersetzung mit Medizintechnologien im Altenheim sowie die Förderung der (medialen) gesellschaftlichen Teilhabe sensibilisiert und dazu angeregt.
  • Niedrigschwellige und mediengestützte Diskursmethoden werden entwickelt und erprobt, um junge Menschen zu einer sachlichen Auseinandersetzung mit komplexen Fragestellungen zu befähigen.
  • Es werden Strukturen für eine fortgesetzte Auseinandersetzung mit ethischen Fragen bezüglich des Einsatzes von Medizintechnologie im Altenheim geschaffen.
  • Die entstandenen Diskursmethoden sowie die Ergebnisse des Projekts werden als weiterer Input für den ethischen Diskurs aufbereitet und öffentlich zur Verfügung gestellt. Dies findet beispielsweise in Form von Unterrichtsmaterialien statt.

Die Laufzeit dieses Projekts, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, erstreckt sich vom 1. August 2017 bis zum 31. Juli 2019.

Projektpartnerinnen und -partner:

JFF – Institut für Medienpädagogik: Das JFF als medienpädagogische Facheinrichtung hat umfangreiche Vorerfahrungen in der Entwicklung innovativer Veranstaltungsformate und insbesondere in der produktiven Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und pädagogischer Praxis. In den vergangenen Jahren spielten neben anderen Themen insbesondere die Unterstützung der Weiterentwicklung von Konzepten der beruflichen Bildung, aber auch in der generationenübergreifenden Arbeit eine große Rolle. Die Orientierung an den Fragestellungen von Kindern und Jugendlichen ist dabei Maxime des Handelns. Ziel aller Projekte ist die Förderung von Medienkompetenz, wobei es zentral darum geht, Kindern und Jugendlichen Medien als Informations-, Recherche-, Interaktions-, Produktions- und Präsentationsmittel an die Hand zu geben.

Dr. Julia Inthorn, Universitätsmedizin Mainz: Julia Inthorn forscht seit vielen Jahren zu medizinethischen Fragen an der Schnittstelle von Medizinethik und sozialempirischer Forschung. Dies zeigt sich in vielfältigen Projekten mit empirisch-ethischem Zuschnitt sowie in der Methodenreflexion u.a. im Rahmen ihrer langjährigen Mitarbeit im Arbeitskreis Ethik und Empirie der Akademie für Ethik in der Medizin. Ein Forschungsschwerpunkt ihrer Projekte liegt in der sozialwissenschaftlichen und ethischen Auseinandersetzung mit medialen Debatten im Bereich von Demenz und Autonomie. Darüber hinaus befasst sie sich seit vielen Jahren mit Fragen der geteilten Verantwortung und Struktur gemeinsamer Entscheidungen beim Einsatz digitaler Technologie, die auch in der Arbeit als Mitglied der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer fortgesetzt wird.

Praxispartner, Deutscher Caritasverband, Landesverband Bayern e.V.: Der Landes-Caritasverband ist als Spitzenverband für die katholischen caritativen Einrichtungen Mitglied der freien Wohlfahrtspflege Bayern. Er erfüllt vor allem verbandliche Auf-gaben, wie die Information und Beratung, die Durchführung von Fachveranstaltungen und trägt dadurch Sorge angemessene Rahmenbedingungen zu schaffen. Die Caritas in Bayern beschäftigt rund 160.000 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In über 6.500 Diensten und Einrichtungen kümmern sich die Profis um alle Lebensbereiche, in denen Männer, Frauen und Kinder im Freistaat Rat und Hilfe brauchen. Die Caritas betreibt auch gut 350 Alten- und Pflegeheime sowie 350 ambulante Pflegedienste in Bayern sowie in allen bayerischen Diözesen Ausbildungseinrichtungen für Altenpflege. Gemeinsam mit diesen Einrichtungen werden die Workshops konzipiert und durchgeführt, darüber hinaus engagiert sich die Caritas in der Veröffentlichung und Verbreitung der entstandenen Produkte und Aussagen.

 

 



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