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2016 | Forschung

Think Big – Beratung

Die wissenschaftliche Beratung der Think Big Digitalwerkstatt begleitet die Arbeit mit wissenschaftlich fundierten Impulsen

YouTuber als Meinungsführer – bei Games und politischen Themen

Fungieren YouTuber als Meinungsführer für Jugendliche? Und ersetzen sie damit Menschen im sozialen Umfeld?

Diesen Fragen sind Forscherinnen der Universität im Rahmen der Videodays 2015 mit einer Umfrage unter den YouTube-Fans im Alter zwischen 12 und 18 Jahren nachgegangen. Erste Ergebnisse wurden kürzlich vorgestellt. Demnach gaben knapp 80 % der Befragten an, dass sie sich auf der Suche nach Ratschlägen zum Thema Games YouTubern zuwenden. Immerhin 56 % gaben dies auch für tagespolitische Themen an. Auffällig ist dabei, dass die präferierten YouTuber der Jugendlichen in vielen Fällen Games in ihren Videos behandeln. Videos zu tagespolitischen Themen aber nur von sehr wenigen YouTubern bereitgestellt werden.

Quelle:

Meißner, C., Podschuweit, N. & Wilhelm, C. (2016). Two-Step Flow reloaded: YouTubers as opinion leaders for their adolescent fans. 6th European Communication Conference (ECREA), Prag, 9.-12. November 2016. Informationen unter: https://www.uni-erfurt.de/kommunikationswissenschaft/personen/personenuebersicht/cynthia-meissner-ma/


YouTube und YouTube-Stars – Orientierungsquellen im Medienhandeln (mit Haken)

In dem 3. Short Report aus dem ACT ON! Monitoring gehen einige Risiken hervor, welche die "YouTube Vorbilder" mit sich bringen

Es ist kein Geheimnis: YouTube ist für Jugendliche eine äußerst relevante Plattform. Einblicke in den Umgang von jungen YouTube-Nutzer*innen gibt der aktuelle Short Report aus dem ACT ON!-Monitoring. Darin wird deutlich, dass YouTube als wichtige Informations- und Orientierungsquelle fungiert – ein Grund die Plattform in der Projektkommunikation zu nutzen. Der Report weist u.a. für unterschiedliche Themenbereiche und Genres häufig genannte YouTuber*innen aus. Diese YouTuber*innen fungieren offenbar als Wegweiser, auch bei Medienfragen – was im Bereich der Computerspiele besonders ausgeprägt ist. Diese „Vorbilder“ agieren teils aber durchaus problematisch mit Blick auf Geschlechterrollen, Sozialverhalten etc.  und bieten damit Stoff für Think Big-Projekte, die sich damit auseinandersetzen.

Quelle:

Christa Gebel, Gisela Schubert, Lilian Grimmeisen, Ulrike Wagner(2016) „... dieser Youtuber, der hat ganz viele krasse Maps bei Minecraft gefunden“.YouTube-Stars, Games und Kosten aus Sicht von 10-bis 12-Jährigen.ACT ON! Short Report Nr. 3. Ausgewählte Ergebnisse der Monitoringstudie. München: JFF –Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis. Online verfügbar: www.jff.de/act-on


Armutsfolgen für Kinder und Jugendliche

Die Studie gibt differenzierte Einblicke in die Lebenslagen von Jugendlichen in Armut

Verzicht üben bei materiellen Dingen und wenn es eng wird, mit dem eigenen (Taschen-)Geld die Familienkasse stützen – dies sind Schlaglichter auf die Lebenslagen von Jugendlichen in Armut aus der Studie „Armutsfolgen für Kinder und Jugendliche“. Darin sind die Erkenntnisse aus 59 Studien gebündelt. Somit bieten die 109 Seiten ein differenziertes und systematisches Bild der materiellen, sozialen, kulturellen und gesundheitlichen Lebenslagen einer Gruppe, die geringere Chancen zur aktiven Teilhabe an der digitalen Gesellschaft hat. Die Studie verdeutlicht die Notwendigkeit, mit Think Big auch diese Zielgruppe zu unterstützen, und bietet zugleich eine Grundlage für die Arbeit mit den Jugendlichen.

Quelle:

Laubstein, Claudia; Holz, Gerda; Seddig, Nadine (2016): Armutsfolgen für Kinder und Jugendliche. Erkenntnisse aus empirischen Studien in Deutschland. Herausgegeben von Bertelsmann Stiftung. Gütersloh. URL: https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/Studie_WB_Armutsfolgen_fuer_Kinder_und_Jugendliche_2016.pdf.

 


Die Creators auf YouTube – wer stellt auf YouTube die Inhalte ein?

Ergebnisse einer Online-Befragung unter deutschsprachigen YouTuber*innen

Spaß sowie sich und andere zu unterhalten sind die zentralen Motive, warum YouTuber ihre Channels betreiben. Dies ist eines der Ergebnisse einer Online-Befragung von über 200 aktiven deutschsprachigen YouTuber*innen. Die Creators scheinen überwiegend männlich zu sein (75,6 Prozent in der Befragung) und sie sind überwiegend gut gebildet - gerade bei den professionellen und erfolgreicheren YouTubern hat nahezu die Hälfte studiert. Dies wirft Fragen auf, wie inklusiv die Bedingungen auf der Plattform sind. Die von der Film- und Medienstiftung NRW geförderte Studie von Prof. Dr. Zabel bietet darüber hinaus weitere Ansatzpunkte für die Projektarbeit in Think Big.

Quelle:

Zabel, Christian; Pagel, Sven (2016): Wer sind die Creators auf Youtube? Quantitativ-qualitative Befragung deutscher Online-Video-Produzenten. Eine Studie im Auftrag der Film- und Medienstiftung NRW. (Die Studie ist auf Anfrage bei der Film- und Medienstiftung NRW zu erhalten.)


Digitale Inklusion vs. digitale Risiken

ACT ON! 2. Shortreport - Welche Risiken Jugendliche online erwarten und wie sie damit umgehen

Versucht nicht jede/r Risiken zu vermeiden, die man online vermutet? Wahrgenommene Risiken (ob begründet oder unbegründet) sind damit ein Faktor, inwiefern junge Menschen Potenziale des Internets für ihre Lebensgestaltung und ihr soziales Engagement fruchtbar machen. Der zweite Short Report aus der ACT ON!-Monitoring-Studie zeigt auf, welche Risiken Jugendliche online erwarten und wie sie mit diesen umgehen. Dabei werden Risiken im Bereich Persönlichkeitsschutz (getrackt werden, gehackt werden, dass Privates öffentlich wird) von Jugendlichen am Häufigsten angesprochenen. Bei der Förderung von jugendlichem Engagement mit digitalen Diensten gehört mithin also auch dazu, vermutete Risiken zu thematisieren und angemessene Schutzstrategien zu besprechen.

Quelle:

Christa Gebel, Gisela Schubert, Ulrike Wagner (2016) „... dann sollte man gar nicht erst ins Internet, weil sie da mit Daten machen, was sie wollen.“ Risiken im Bereich Online-Kommunikation und Persönlichkeitsschutzaus Sicht Heranwachsender. ACT ON! Short Report Nr. 2. Ausgewählte Ergebnisse derMonitoringstudie. München: JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis. Online verfügbar: www.jff.de/act-on


Bildung in der digitalen vernetzten Welt – die Dagstuhl-Erklärung und Think Big

Wenn sich Informatiker_innen zur Bildung in der digital vernetzen Welt äußern, lohnt es sich hinzusehen.

Denn sie müssten ja wissen, welche informationstechnischen Entwicklungen auch für die Bildung zu beachten sind. Und tatsächlich zeigt sich in der Anfang März veröffentlichten Erklärung der Gesellschaft für Informatik (GI) „Bildung in der digitalen vernetzten Welt“ ungewohnt deutlich ein Bezug auf gesellschaftliche Folgen der Digitalisierung. So heißt es, dass jede Erscheinungsform der Digitalisierung „sowohl technologische, gesellschaftlich-kulturelle als auch anwendungsbezogene Aspekte [hat], die sich gegenseitig beeinflussen“. Bildung müsse diese Aspekte gemeinsam thematisieren und dürfe sich nicht auf „wie nutze ich das“ oder „wie funktioniert das“ beschränken. So liest sich die Dagstuhl-Erklärung wie eine Steilvorlage für Think Big in der außerschulischen Bildung. Denn hier stehen in digitalen Projekten soziale Wirkungen („wie wirkt das“) im Fokus – entweder durch die Anwendung digitaler Tools für soziale Ziele oder als Thema in Projekten.

Quelle:

Dagstuhl-Erklärung „Bildung in der digitalen vernetzten Welt“ vom 07.03.2016: https://www.gi.de/aktuelles/meldungen/detailansicht/article/dagstuhl-erklaerung-bildung-in-der-digitalen-vernetzten-welt.html

Die Dagstuhl-Erklärung als Video: https://www.youtube.com/watch?v=_R0p6VSJ47E


Arbeitspapier zur Unterstützung von Projektmacher_innen aus benachteiligenden Verhältnissen

Think Big will Jugendliche aus allen Milieus dabei unterstützen, ihre Projekte zu realisieren – auch solche, die in benachteiligenden Verhältnissen aufwachsen

Ein neues Arbeitspapier der Digitalwerkstatt stellt die Frage: Welche Unterstützung braucht diese Zielgruppe, um auch beim digital shift des Programms mitgenommen zu werden?

Ein zentraler Befund ist dabei die Diskrepanz zwischen digitalen Leuchtturmprojekten (wie bspw. App-Entwicklung) und den Ressourcen, die diese Zielgruppe eigenständig oder auch mit Unterstützung vor Ort für ihre Projekte aktivieren können. Ansatzpunkte für die Zielgruppe werden dagegen gesehen in Projektideen, die digitale Themen ihrer Lebenswelt aufgreifen, in stärker vorstrukturierten digitalen Tools oder z. B. in der Anpassung der Öffentlichkeitsarbeit zum Programm. Folgerungen ergeben sich damit für das Programm Think Big, für die PvO wie auch für die Digitalwerkstatt.

Das Arbeitspapier bündelt u.a. Ergebnisse eines Workshops auf dem PvO-Netzwerktreffen im September 2015.


Potenziale der Medienarbeit für Integration von Geflüchteten nutzen

Die große Bedeutung digitaler Medien für Jugendliche mit Fluchterfahrung legt nahe, mit der Zielgruppe auch pädagogisch mit Medien zu arbeiten

 In einer Mitgliederbefragung der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) wurde kürzlich erkundet, welche Ansätze und Erfahrung in diesem Feld bislang vorliegen. Die veröffentlichten ersten Ergebnisse offenbaren bereits ein breites Spektrum an Projektideen und darin realisierten Potenzialen der Arbeit mit Medien. Sei es, das Thema Ankommen mit fotografischen Stadtteilerkundungen oder die Unterstützung der Alltagsorientierung und kulturellen Partizipation sowie des Spracherwerbs mit und über Medien. Allerdings weisen die Ergebnisse auch auf Förder- und Qualifizierungsbedarfe hin, da die Arbeit nicht allein wegen Sprachhürden besondere Anforderungen stellt.

Quelle:

Pressemeldung der GMK vom 12.01.2016: „Integration Geflüchteter durch Medienpädagogik fördern. GMK stellt Ergebnisse ihrer Mitgliederbefragung für Medienprojekte vor“ URL: http://www.gmk-net.de/index.php?id=59&tx_ttnews[tt_news]=352&tx_ttnews[backPid]=57&cHash=1e9e767baebc7cf770ecdc0c7ade682c


Studie zeigt Good Practice digitaler Angebote für Geflüchtete

Anregungen für die Gestaltung von digitalen Angeboten für Geflüchtete aus umfassender Studie zum Umgang mit Smartphones und digitalen Diensten während und nach der Flucht

Eine neue Studie bietet umfassende Informationen zur Bedeutung von digitalen Medien auf und nach der Flucht. Hierfür hat ein britisch-französisches Forscher*innen-Team in einer umfassenden Feldstudie untersucht, wie Menschen auf und nach der Flucht Smartphones und digitale Plattformen nutzen. Unter anderem enthält die Studie konkrete Hinweise für die Gestaltung von digitalen Angeboten für Geflüchtete an ihrem neuen Wohnort. Diese Hinweise umfassen relevante Themen (neben rechtliche Informationen insbesondere praktische Informationen über die Alltagsorganisation etc.), sowie Anregungen, wie der Umgang von Geflüchteten mit digitalen Diensten effektiv in eigenen Angeboten aufgegriffen werden kann.

Quelle:

Weitere Informationen zur Studie finden sich unter http://www.open.ac.uk/ccig/research/projects/mapping-refugee-media-journeys

Die Studie wurde auch in einem BBC-Beitrag vorgestellt. Das Video kann hier angesehen werden: http://www.bbc.co.uk/programmes/p03v0lb8


Arbeitspapier der Digitalwerkstatt zur digitalen Aufbereitung von Methoden

Was bietet die digitale Bereitstellung methodischen Wissens? Diese Frage steht im Mittelpunkt eines Arbeitspapiers, das vom JFF im Rahmen der Think Big Digitalwerkstatt erstellt wurde

Aus einer Analyse von 32 aktuellen pädagogischen Online-Angeboten wurden Impulse für eine zeitgemäße Bereitstellung methodischen Wissen gefolgert. Das Arbeitspapier weist aus, wie ein digitaler Mehrwert erreicht werden kann, der weiter reicht als eine multimediale Aufbereitung mit Bild und/oder Video. Potenziale bestehen zum Beispiel mit Blick auf die Übersicht und Orientierung, Mehrsprachigkeit oder auch persönliche Nutz-Mehrwerte bei der Planung und Durchführung von Workshops.

Das Arbeitspapier (pdf) kann hier heruntergeladen werden: Impulse für die digitale Bereitstellung methodischen Wissens

2015 | Forschung

Arbeitspapier der Digitalwerkstatt

Was bietet die digitale Bereitstellung methodischen Wissens? Diese Frage steht im Mittelpunkt eines Arbeitspapiers, das vom JFF im Rahmen der Think...

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