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2017 | Forschung

PADIGI

Partizipative Medienbildung für Menschen mit geistiger Behinderung – Erprobung von digitalen Lernmodulen für Fachkräfte in pädagogisch-pflegerischen Berufen

Im Zentrum des Projekts PADIGI steht die Entwicklung eines Blended-Learning-Moduls für den Einsatz in der Fort- und Weiterbildung pädagogisch-pflegerischer Fachkräfte, wie z. B. Heilpädagoginnen und -pädagogen, Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger. Mit der Methode des Blended Learning wird dem Umstand Rechnung getragen, dass es für Fachkräfte im pädagogisch-pflegerischen Bereich oft sehr schwierig ist, eine Fort- oder Weiterbildung wahrzunehmen, da dies mit ihren Arbeitszeiten nur schwer vereinbar ist. Blended Learning kombiniert selbstorganisiertes Online-Lernen mit Präsenzveranstaltungen und bietet so die Möglichkeit einer Weiterbildung, die in großen Teilen flexibel und unabhängig von Ort und Zeit absolviert werden kann. Die inhaltlichen Schwerpunkte des Projekts liegen auf der Sensibilisierung von Fachkräften für die Bedeutung digitaler Medien zur gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit geistiger Behinderung. Diese werden dahingehend geschult, den Umgang von Menschen mit geistiger Behinderung mit digitalen Medien im Alltag kompetent zu begleiten und zu unterstützen.PADIGI wird in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Computervermittelte Kommunikation (Prof. Dr. Thomas Knieper) und der Professur für Informatik mit Schwerpunkt  Medieninformatik (Prof. Dr. Michael Granitzer) der Universität Passau durchgeführt. Praxispartnerin ist die Akademie Schönbrunn des Franziskuswerks Schönbrunn, einer der größten Einrichtungen für Menschen mit Behinderung in Bayern. Weitere Kooperationspartnerin ist Prof. Dr. Susanne Heidenreich (Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm), die dem Projekt als Expertin im Bereich inklusiver Forschung sowie mit ihren Erfahrungen in der Entwicklung von E-Learning-Modulen zur barrierefreien Teilhabe beratend zur Verfügung steht. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren (1.03.2017-29.02.2020) und wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF).

 

Zielgruppen

PADIGI fokussiert zwei Zielgruppen. Dies sind zum einen Fachkräfte im pädagogisch-pflegerischen Bereich, die zentrale Zielgruppe des Projekts. Eine weitere indirekte Zielgruppe des Projekts sind Menschen mit geistiger Behinderung, in deren Alltag die Inhalte der Qualifizierungsmaßnahme zur Umsetzung kommen sollen. Mit Blick auf diese Zielgruppen werden folgende Ziele verfolgt:

  1. Sensibilisierung für die eigene Mediennutzung sowie dafür, wie Menschen mit geistiger Behinderung mit digitalen Medien umgehen und inwiefern sie davon profitieren können.
  2. Erhöhung der Akzeptanz digitaler Medien in der Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung.
  3. Thematisierung von Medien und deren Wahrnehmung als Lehr- und Lernmittel.
  4. Schärfung des Bewusstseins für Chancen sowie Probleme und Schwierigkeiten im Umgang mit Medien.
  5. Stärkung der Medienkompetenz für einen sichereren Umgang mit Medien in der täglichen Arbeit zur Unterstützung der personalen und sozialen Identität und Integration von Menschen mit geistiger Behinderung.

Menschen mit geistiger Behinderung:

  1. Förderung und Stärkung der individuellen Medienkompetenz.
  2. Begleitung und Unterstützung im Umgang mit digitalen Medien.
  3. Ermöglichung gesellschaftlicher Teilhabe mit Hilfe digitaler Medien.
  4. Steigerung der Lernmotivation und Verbesserung des Wissenserwerbs durch den Einsatz digitaler (Lern-)Medien.
  5. Entwicklung geeigneter digitaler (Lern-)Medien und Weiterentwicklung „digitaler“ Assistenzformen.

 

English summary

Participative Media Education for People with an Intellectual Disability. Trial of Digital Learning Modules for Professionals (PADIGI)

The project aims on developing a blended learning module for the qualification of professionals working with people with an intellectual disability. Content of the learning module are the potentials of digital media for more participation of intellectual disabled people. Professionals shall be sensitized for these potentials and they will be trained to assist people with an intellectual disability using digital media in their everyday life in a competent way.   






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