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2011 | Praxis

MyGames

Die Jugendtagungen zum Thema Computerspiele

MyGames war eine Serie von Jugendtagungen für Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis 16 Jahren zum Thema Computerspiele.

Das Thema Computerspiele ist in Politik und Gesellschaft viel diskutiert. Vor allem Sucht, Gefahren und Risiken werden thematisiert und Jugendliche alleine aufgrund ihrer Spielvorlieben verdächtig. Unter dem Titel "MyGames” waren Schulklassen und einzelne Jugendgruppen zu Jugendtagungen eingeladen, um über die Spiele und das Spielen, ihre Motive und mögliche Spannungsfelder zu diskutieren. Filme und interaktive Elemente vermittelten wichtige Hintergrundinformationen. Die jugendlichen Teilnehmenden hatten während der Tagung eine aktive Rolle, ihre Meinung und ihre Fragen wurden in die Vorträge und im Rahmen einer Podiumsdiskussion einbezogen. Die Jugendtagung MyGames richtete sich vornehmlich an Hauptschulklassen. Zu den Aktivitäten im Rahmen von MyGames zählten auch Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte in Schule und außerschulischer Jugendarbeit, sowie Elternabende.

Dabei wurden für die Jugendlichen drei Ziele verfolgt:

Reflexion über Spiele und das Spielen anregen:

  • Bezogen auf Computerspiele: Inhalte und Genres von Computerspielen, Spielaufgaben und Spielregeln, Einbettung von Computerspielen in die konvergente Medienwelt
  • Bezogen auf Spielhandlungen: Soziale Aspekte des Spielens, Identitätsbildung, Einbettung in den Alltag, aktiver und kreativer Umgang mit Spielen statt bloßem Konsum


Wissen und Skills vermitteln

  • Zeitmanagement
  • Rahmenbedingungen der Spielproduktion und Vermarktung
  • Tools und Gestaltungsvarianten für einen aktiven und kreativen Umgang mit Spielen
  • Vermittlung von Spielvarianten


Rahmen für Peer-to-Peer-Lernen schaffen:

  • Zu Diskussionen ermutigen
  • Die Sichtweisen von Jugendlichen sichtbar machen


Begleitend wurden intensive Workshops der kreativen und aktiven Medienarbeit für kleinere Jugendgruppen realisiert. In Elternabende und Fortbildungen für pädagogisch Tätige wurden Erwachsene über Spielwelten, die Motive von Heranwachsenden und mögliche Problemfelder informiert. Zusätzlich entstand eine Elternbroschüre, die die Fragen der Eltern aufgreift und ihnen Handlungsmöglichkeiten aufzeigt.

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