Statut

1. Grundlage
2. Aufgaben und Ziele des Netzwerkes Jungenarbeit München
3. Zusammensetzung des Netzwerkes Jungenarbeit München
3.1. Das Plenum
3.2. Der Sprecherrat
3.3. Die Projektgruppen

1. Grundlage

Das Netzwerk Jungenarbeit München bezieht sein Selbstverständnis im wesentlichen aus dem § 9 KJHG: Grundrichtung der Erziehung, Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen: “Bei der Ausgestaltung der Leistungen und der Erfüllung der Aufgaben sind (…) 3. die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen zu berücksichtigen, Benachteiligungen abzubauen und die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen zu fördern.”

Zum anderen bezieht das Netzwerk Jungenarbeit München seine Grundlagen aus den Leitlinien für geschlechtsspezifisch differenzierter Kinder- und Jugendhilfe der Kommunalen Kinder- und Jugendplanung der Landeshauptstadt München, insbesondere dem 1. Leitlinienentwurf für die Arbeit mit Jungen und jungen Männern (Beschluß des Kinder- und Jugendhilfeausschusses in der gemeinsamen Sitzung mit dem Schulausschuß vom 16.01.2001). Die darin formulierten Positionen sind Diskussionsgrundlage und Handlungsrahmen für weitere Entwicklungen in Theorie und Praxis in der Münchner Jungenarbeit.

Ein weiteres Grundverständnis des Netzwerkes Jungenarbeit München ergibt sich aus dem allgemeinen Erziehungsauftrag der Schulen und dem Auftrag zur Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe (Bekanntmachung des Bayrischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vom 23. November 1999).

Darüber hinaus sieht sich das Netzwerk Jungenarbeit München aktuellen Diskussionen der geschlechtsbezogenen Pädagogik und einer bereichsübergreifenden Zusammenarbeit verpflichtet.

Die Zusammenarbeit des Netzwerkes Jungenarbeit München mit der Mädchenarbeit, zur Förderung geschlechtsbezogener Pädagogik, ist in allen genannten Grundlagen enthalten und Bestandteil der Arbeit des Netzwerkes.

Bei allen Diskussionen, Planungen und Entscheidungen sieht sich das Netzwerk Jungenarbeit München den genannten Grundlagen verpflichtet.

2. Aufgaben und Ziele des Netzwerkes Jungenarbeit München

Auf der Grundlage von Kommunikation und Information sowie Transparenz und Verantwortlichkeit hat das Netzwerk Jungenarbeit München die Aufgabe, die Belange der im Netzwerk organisierten Jungenarbeit in München zu unterstützen. Dies bedeutet die vorhandene Jungenarbeit in den Arbeitsfeldern der Jugendhilfe und Schule zu vernetzen und geschlechtsbezogenes Arbeiten in die Arbeitsfelder zu tragen. In Kooperation mit der Mädchenarbeit werden gemeinsame Aufgaben und Ziele geschlechtsspezifischer Arbeit getragen und weiterentwickelt.

Die Ziele des Netzwerkes Jungenarbeit München umfassen Vernetzung, inhaltliche Arbeit und Vertretung nach außen:

Vernetzung
– Austausch von Information
– Gewährleistung von Kommunikation
– Serviceleistungen für die Jungenarbeit in München
– Sammeln und Erarbeiten von Wissen
– Aufspüren von Versorgungslücken und Defiziten

Inhaltliche Arbeit
– Führen von Fachdiskussionen
– Entwicklung von Fachlichkeit und Perspektiven
– Sicherung der Qualität und Standards der Jungenarbeit
– Entwicklung von modellhaften Angeboten für die Jungenarbeit

Vertretung nach außen
– Kontakt zu Gremien
– Fachliche und politische Vertretung der Jungen und Jungenarbeit und entsprechende Einflußnahme
– Lobbyarbeit
– Überregionale Vertretung und Vernetzung der Jungenarbeit

Die z.T. operationalisierten Ziele, die im 1. Leitlinienentwurf für die Arbeit mit Jungen und jungen Männern erarbeitet wurden, gelten entsprechend.

3. Zusammensetzung des Netzwerkes Jungenarbeit München 

Das Netzwerk Jungenarbeit München ist in seinem Selbstverständnis ein Netzwerk von Männern, die sich mit geschlechtsbezogenen Jungenarbeit beschäftigen.

Das Netzwerk Jungenarbeit München besteht aus einem Plenum, einem Sprecherrat und aus Projektgruppen. Im Organigramm und der nachstehenden Beschreibung ist das Zusammenwirken dieser Elemente dargestellt.

3.1 Das Plenum 

Das Plenum des Netzwerkes Jungenarbeit München funktioniert auf der Basis regelmäßiger Teilnahme an den Treffen und aktiver Mitarbeit im Plenum und den Projektgruppen sowie das Mittragen von Zielen und Aufgaben des Netzwerkes.

Es bietet ein Forum für Informationsaustausch, Planung und Strukturdiskussion und den Rahmen für differenzierte Fachdiskussionen. Das Plenum legitimiert den Sprecherrat, begleitet und unterstützt dessen Arbeit kritisch und ist wichtigstes Entscheidungsgremium bei Grundsatzfragen. Im Plenum wird die Liste der aufgenommenen und zugeordneten Arbeitskreise beschlossen. Für Entscheidungen im Plenum genügt die einfache Mehrheit.

Das Plenum wird zweimal im Jahr vom Sprecherrat einberufen. Bei Bedarf können weitere Treffen des Plenums organisiert werden.

3.2. Der Sprecherrat

Der Sprecherrat ist der operative Kern des Netzwerkes Jungenarbeit München . Er ist verantwortlich für die Durchführung der Ziele und Aufgaben der Jungenarbeit im Rahmen des Netzwerkes und legt seine Tätigkeit im Rahmen des Plenums offen. Für die Bewältigung der Aufgaben ist der Sprecherrat auf die Unterstützung aller Teilnehmer aus dem Plenum angewiesen.

Der Sprecherrat wird vom Plenum legitimiert und besteht aus je einem Vertreter aus den aktiven Jungenarbeitskreisen und den Jungenbeauftragten, sowie eventuell einem Vertreter aus der Jungenarbeit bzw. der Arbeit mit Jungen, die nicht in Arbeitskreisen organisiert ist.

Der Sprecherrat wird vom Plenum auf 2 Jahre bestätigt. Jeder Sprecher ernennt einen persönlichen Vertreter.

Der Sprecherrat benennt einen Sprecher und dessen Stellvertreter, die die Geschäfte des Netzwerkes Jungenarbeit München führen und die Vertretung des Netzwerkes nach außen wahrnehmen. Der Sprecherrat trifft sich mindestens alle zwei Monate. Für Entscheidungen im Sprecherrat genügt die einfache Mehrheit. Die Arbeitsform des Sprecherrates wird als Modellphase für zwei Jahre nach Gründung des Netzwerkes gesehen.

Aufgaben des Sprecherrates:
– Die Ziele des Netzwerkes Jungenarbeit München vorantreiben
– Vertretung des Netzwerkes nach außen und politische Einflußnahme gewährleisten
– Langfristige Perspektiven für die Jungenarbeit in München entwerfen
– Information und Kommunikation sowie Transparenz und Verantwortlichkeit im Netzwerk sichern
– Serviceangebote im Netzwerk sicherstellen
– Projektgruppen koordinieren, Ergebnisse sichern
– Ansprechpartner für alle Belange der Jungenarbeit in München sein
– Entsendet einen Vertreter in die AG Jugendhilfe

3.3. Die Projektgruppen 

Die Projektgruppen im Netzwerk Jungenarbeit München werden je nach Bedarf für die Bearbeitung von Themen, Konzeptarbeit, Modellprojekten oder Sicherstellung von Servicefunktionen des Netzwerkes ins Leben gerufen. Sie können im Rahmen eines Plenums oder einer aktuellen Fachdiskussion entstehen und werden vom Netzwerk Jungenarbeit München unterstützt. Ergebnisse aus den Projektgruppen fließen in das Netzwerk ein und werden an den Sprecherrat rückgekoppelt. Sie werden unter der Perspektive zeitlicher Begrenzung sowie ziel- und ergebnisorientierten Arbeitens ins Leben gerufen.
2. Aufgaben und Ziele des Netzwerkes Jungenarbeit München
3. Zusammensetzung des Netzwerkes Jungenarbeit München
3.1. Das Plenum
3.2. Der Sprecherrat
3.3. Die Projektgruppen