Genderpädagogik im Gegenwind: 4. Genderkonferenz am 23. und 24. Juni 2016

Aktive Gleichstellung und Pädagogik gegen Geschlechterklischees und -hierarchien hatten es noch nie leicht. Immer wieder gab es Abwehr – auch in Form von Verleugnung der Ungleichheiten im Geschlechterverhältnis, Spott und Marginalisierung. Neu sind hingegen die heutigen Attacken unter dem Kampfbegriff „Genderwahn“. Hier wird die Strategie des Gender Mainstreaming in Verbindung gebracht mit angeblicher „Umerziehung“, „Frühsexualisierung“ der Kinder, „Gehirnwäsche“ und „Sprachverunstaltung“. Unterstellung, grobe Unkenntnis oder gezielte Fehlinformation?

Gegenwind für Genderpädagogik scheint eine neue Popularität zu erlangen. Neben dem Kampf um politische Deutungshoheiten geht es auch um die Bewältigung realer gesellschaftlicher Aufgaben in Wirtschaft, Bildung und Jugendhilfe: Mädchen und Jungen, Männer und Frauen, können von ein und derselben Maßnahme in unterschiedlicher Weise betroffen sein oder profitieren unterschiedlich davon. Auch angesichts von Migration und Flucht ist Genderkompetenz gefragt – ein fundiertes Wissen über die unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten der Geschlechter. Gelungene Projekte in der Migrationsarbeit – wie etwa die Heroes e.V. – setzen diese Kenntnisse bewusst ein.

Trägerkreis und Beirat wollen mit ihrer Ausbildung „Genderpädagogik“ und den Genderkonferenzen Genderkompetenz vermitteln und einen Beitrag zur Debatte als auch zur konzeptionellen Weiterentwicklung von Genderpädagogik unter besonderen Bedingungen leisten.

Die Veranstaltung „Genderkonferenz“ findet vom 23. – 24. Juni 2016 statt im: Institut für Jugendarbeit Gauting, Germeringer Straße 30, 82131 Gauting

Die Genderkonferenz wird veranstaltet von:
Institut für Jugendarbeit des BJR, IMMA e.V.
Hochschule München – Soziale Arbeit
Stadt München – Jugendamt
Stadt München – Gleichstellungsstelle für Frauen

Programm und Anmeldung

Das detailierte Programm und Informationen zur Anmeldung finden Sie in dieser PDF

 

gender