13.02.2013 – Praxis, Computerspiele, Partizipation, Jugendliche

Gamescamp 2012

Rückblick auf das Barcamp für junge Gamer

Das Gamescamp² ist zu Ende. Zwischen Checkin am Freitagabend und Closing Rant am Sonntagnachmittag drehte sich auf der Burg Lohra in Thüringen alles um Games und Gaming. Was als »einzigartiger Bildungsurlaub für Gamer« angekündigt war, entwickelte sich trotz des unerwartet kühlen Wetters am ersten Juniwochenede zu einem über weite Phasen hinweg sehr intensiven und atmosphärisch dichten Wochenende: die über 80 Anwesenden – neben ca. 60 Teilnehmenden unter 26 Jahren auch um die 20 Joker, BegleiterInnen und OrganisatorInnen – füllten mit ihrem Engagement stolze 23 Sessions.

Im Barcampstil wurden von den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern genau die Themen bearbeitet, die in ihren Augen rund um Computerspiele zu diskutieren sind. Eines wurde dabei schnell deutlich: Die soziale Relevanz des Spielens – ob mit digitalen oder anderen Mitteln – stand im Vordergrund. Das lässt sich zum einen am Inhalt vieler Sessions festmachen, die zum Beispiel zeigten: Welche Herausforderungen ergeben sich bei der Leitung von Clans oder Gilden? Wie kommuniziert man mit Nicht-Gamern über Computerspiele? Welche ethischen Fragen lassen sich an Spiele stellen? Wie erklärt man Eltern die Gamingwelt und spielt mit ihnen? Wie sieht es mit E-Sports für Menschen mit Behinderung aus? Wie können sich Mitglieder der Gaming-Community gegenseitig für einen souveränen Umgang mit Games sensibilisieren?

Engagierte und gut vorbereitete Sessions, die teilweise im Vorfeld im Forum unter www.gamescamp.info abgestimmt wurden, waren im Sessionplan genauso zu finden, wie spontan entstandene Diskussionsrunden. Entstanden sind neben allerlei Erkenntnissen (hier ist eine Übersicht zu den Notizen) und Anregungen auch neue Kontakte zu Gleichgesinnten. In einigen Sessions entstanden auch Produkte, z.B. das Mobile Game TIMEWARP LOHRA und Konzepte für dei Kampagne Watch your game. Zum anderen war der Umgang miteinander von großer Offenheit geprägt - bei der Themenabstimmung, der Dikussion in den Sessions und beim gemeinsamen Spielen. In den Abenstunden brachten die Poetry-Performance eines Teilnehmers, und natürlich LAN-Partys und alle möglichen digitale und analoge Spiele die Gamescamp-Community zusammen.

Die Gamescamp-Community wächst und soll auf Initiative von Teilnehmenden in den nächsten Wochen und Monaten auch online einen umfangreicheren Community-Space finden. Im Vergleich zum vergangenen Jahr hat sich die Teilnehmendengruppe in Hinblick auf das Alter (im Durchschnitt älter), die Qualifikation (einige sehr gut vorbereitete und spezialisierte Teilnehmende) und erfreulicherweise auch das Geschlecht (deutlicher Zuwachs an Teilnehmerinnen) verändert. Auch in diesem Jahr kamen die Teilnehmenden aus dem gesamten Bundesgebiet. Um möglicherweise mangelnde Erfahrung oder Expertenwissen in bestimmten Bereichen auszugleichen, waren auch in diesem Jahr Joker geladen, die flexibel zu einzelnen Sessions hinzu geholt werden konnten: Benjamin Rostalski (USK), Ibrahim Mazari (E-Sport und Moderation), Christof Rezk-Salama (Ausbildung, Jobs, Gamedesign), Mattias Löwe (Interaktionsdesign, Indiegames), Sebastian Gutknecht (Recht), Tim Rittmann (Spielejournalismus).

Weitere Informationen zum Programm, sowie Impressionen lassen sich unter www.gamescamp.info abrufen.

Wie geht es mit dem Gamescamp weiter? Nach Hagen in NRW, Burg Lohra in Thüringen wird das Gamescamp³ im Frühsommer 2013 im Süden gastieren. Weitere Informationen folgen bald. Let there be Game!

Das Gamescamp² wurde von einem bundesweiten Netzwerk medienpädagogischer Institutionen veranstaltet und mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung, des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, desMinisteriums für Soziales, Familie und Gesundheit des Landes Thüringen durchgeführt. Medienpartner des Gamescamp ist die ESL.

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