05.07.2016 – Forschung, Jugendschutz, Mobile Medien, Medienerziehung, Weitere Publikationen, Generationen

Mobile Medien in der Familie (MoFam)

Studie zu Haltungen, Sorgen und Unterstützungsbedarfen von Eltern und Fachkräften

 

Mit dem Einzug von mobilen Medien wie Smartphone, Tablet & Co. in Familien sehen sich Eltern mit neuen Herausforderungen in der Medienerziehung konfrontiert. Insbesondere der Zugang zum Internet, der damit jederzeit und von jedem Ort aus möglich ist, aber auch der scheinbar einfache Umgang, der auch schon den Jüngsten eine Nutzung möglich macht, bringen zahlreiche Fragen und Unsicherheiten auf Seiten der Eltern mit sich.  

 

Kombinierter Zugang zum Thema: Expertise und empirische Studie

Vor diesem Hintergrund hat das JFF – Institut für Medienpädagogik eine Studie zum Umgang mit mobilen Medien in Familien durchgeführt, die vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert wurde. Im Rahmen der Studie wurde zunächst eine Expertise erstellt, die entwicklungspsychologisches Wissen mit Erkenntnissen aus der medienpädagogischen Forschung zum Umgang mit Medien bis zum Alter von 16 Jahren verknüpft; ein Schwerpunkt lag dabei auf mobilen Medien und dem Internet. Die Ergebnisse der Expertise wurden unter dem Titel „Grundlagen zur Medienerziehung in der Familien veröffentlicht“.

Auf die Expertise aufbauend wurde eine aus zwei Teilen bestehende empirische Studie durchgeführt. Untersucht wurden zum einen Eltern von Kindern im Alter von acht bis 14 Jahren. Da erzieherische Probleme im Umgang mit mobilen Medien zunehmend auch ein Thema in der Erziehungsberatung sind, wurden zum anderen Fachkräfte der Erziehungsberatung interviewt. Ziel der Studie war es einerseits herauszufinden, welchen Fragen und Herausforderungen Eltern sich gegenübersehen und wo sie auf Unterstützung angewiesen sind. Und andererseits aber auch zu erfahren, welche (medien-)erzieherischen Schwierigkeiten Fachkräfte beobachten und worin ihr Unterstützungsbedarf besteht, um Familie gut beraten und unterstützen zu können und daraus entsprechende Konzepte zu entwickeln.  

Alle Ergebnisse der Studie stehen zum Download zur Verfügung.

 

 

Downloadmöglichkeiten

Expertise "Grundlagen zur Medienerziehung in der Familie"

Zitiervorschlag: Eggert, Susanne; Wagner, Ulrike (2016). Grundlagen zur Medienerziehung in der Familie. Expertise im Rahmen der Studie MoFam – Mobile Medien in der Familie. Online verfügbar unter: www.jff.de/studie_mofam

Studie „MoFam – Mobile Medien in der Familie“

Zitiervorschlag: Wagner, Ulrike; Eggert, Susanne; Schubert, Gisela (2016). MoFam – Mobile Medien in der Familie. Langfassung der Studie. Online verfügbar unter: www.jff.de/studie_mofam

Kurzfassung der Studie "MoFam - Mobile Medien in der Familie"

Zitiervorschlag: Wagner, Ulrike; Eggert, Susanne; Schubert, Gisela (2016). MoFam – Mobile Medien in der Familie. Kurzfassung der Studie. Online verfügbar unter: www.jff.de/studie_mofam

Alle Dokumente in einer Datei (ca. 7,4 MB)

 


 

Einblicke in die Studienergebnisse:

 

Kinder an einen souveränen Umgang mit mobilen Medien und dem Internet heranzuführen, ist eine relativ neue Erziehungsaufgabe. Eltern stellen fest, dass es noch zu wenig Erfahrungen gibt, auf die sie sich stützen könnten. Sie versuchen, nach bestem Wissen und Gewissen gemeinsam mit ihren Kindern innerfamiliäre Lösungen zu finden und Regeln zu entwickeln. Dabei konkurrieren sie aber mit den Familien der Freundinnen und Freunde ihrer Kinder.

Mehr dazu, welche Schwierigkeiten Eltern haben, angemessene Regeln aufzustellen, ab S. 47.


 

 

Die mobilen Medien üben eine große Faszination auf Kinder und Jugendliche aus. Hier ist immer etwas geboten; sei es, dass es im Freundeskreis Neuigkeiten gibt, dass ein neues YouTube-Video kursiert oder ein Spiel dringend weitergespielt werden sollte ... Dazu kommen Recherchen für schulische Zwecke. Eltern wissen nicht genau, wie viel Zeit ihre Kinder mit den mobilen Medien verbringen und wozu genau sie diese nutzen. Ihr Gefühl sagt ihnen, dass Smartphone & Co. zu viel Raum im Leben ihrer Kinder einnehmen, weshalb sie nach sinnvollen Kriterien suchen, die Nutzung zu begrenzen.

Warum es Eltern so schwer fällt, ihren Kindern einen zeitlichen Rahmen für die Nutzung mobiler Medien vorzugeben, wird ab S. 13 deutlich.


 

 

 

 

Nicht nur für Kinder und Jugendliche, auch für die meisten Eltern ist ein Leben ohne mobile Medien nicht mehr denkbar. Sie nutzen sie aus beruflichen Gründen, zur Organisation des Alltags, zur Kommunikation etc. Fachkräfte beobachten, dass manche Eltern das Smartphone oder Tablet rund um die Uhr im Blick haben. Den Zusammenhang zwischen der eigenen Nutzung und jener ihrer Kinder nehmen sie jedoch nicht wahr.

Welche Verhaltensweisen im Umgang mit mobilen Medien Fachkräfte an Eltern beobachten und welche Schwierigkeiten sie daraus ableiten, wird ab S. 43 thematisiert.


 

 

 

 

Viele Eltern schätzen an YouTube die Möglichkeit "fernsehen" zu können ohne vorgegebenes Fernsehprogramm. Sie haben jedoch nicht im Blick, dass das unbegrenzte Videoangebot auch Clips mit jugendgefährdenden Inhalten zur Verfügung stellt, die von Kindern genutzt werden können, ohne dass die Eltern dies bemerken.

Weitere Erklärungen von Fachkräften, warum Eltern die Inhalte nicht kennen, denen ihre Kinder sich zuwenden, ab S. 36.


 

 

Fachkräfte und Eltern haben großen Wissensbedarf im Themenkomplex Medien, die Herausforderung ist: auf dem Laufenden bleiben.

„Dann gibt es das Instagram, da weiß ich nur,

 

 

Fachkräfte sehen eine große Schwierigkeit darin, mit der technischen Medienentwicklung Schritt zu halten sowie darüber auf dem Laufenden zu bleiben, welche medialen Inhalte und Praktiken bei Kindern und Jugendlichen jeweils angesagt sind. Sie halten dieses Wissen aber trotzdem für notwendig, um Familien kompetent unterstützen und beraten zu können.

Welchen Unterstützungsbedarf sie für ihre Arbeit formulieren, wird ab S. 57 beschrieben.

Steckbrief

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