Ein junges Mädchen besucht ein Puppentheater. Von dem dargebotenen Stück ist sie derart beeindruckt, dass sie am nächsten Tag den alten Puppenspieler aufsucht, in der Hoffnung, ihm einige Geheimnisse über die Kunst des Puppenspiels zu entlocken. Auf das erste, freundliche und anregende Treffen folgen weitere. Doch Stimmung und Atmosphäre der Treffen verändern sich zusehends, kippen mehr und mehr ins Bedrohliche. Der freundlich-verschrobene alte Mann verhält sich zusehends wie ein Besessener und offenbart die dunklen Seiten seiner Psyche.
In loser Anlehnung an Inonescos Stück "Die Unterrichtsstunde" haben die Filmemacher mit "Puppen" ein anspruchsvolles und tiefschürfendes Projekt in Angriff genommen. Nach voraus gegangenen Filmprojekten, wie dem 2002 mit einem bayerischen Jugendfilmpreis ausgezeichneten "Vom Wunsch als Vater des Gedankens", erforschen Anna Porzelt, Patrick Horn und ihr Team mit ihrem aktuellen Werk die Abgründe der Seele - oder mit Freud gesprochen: des Unbewussten mit all seinen diffusen Ängsten und Neurosen. In sorgfältig komponierten, teilweise spektakulären Bildern und ans Absurde grenzenden Szenen konfontiert der Film die Zuschauer mit dem Widerstreit von Ratio und Libido, mit dem Wunsch nach ewiger Jugend und der Angst vor der eigenen Vergänglichkeit.
Puppen
, , 19:50 min, Schönhofen 2003 19 - 26 Jahre
Unterstützung: In eigener Regie
Filmemacher: Anna Porzelt
Regie: Anna Porzelt
Produktion: Florian Kelm (dream FX), Nils Hornung
Kamera: Matthias Fleischmann, Thomas Spitzbart (Assistenz), Sami Haidar, Christian Pächtner (Kamerabühne)
Ton: Andreas Sandreuther
Schnitt: Anna Porzelt
Musik: Tobias Bachmann
Darsteller: Gerhard Albert, Patricia Litten, Birgit Donbauer, Tobias Bachmann, Jochen Porzelt u.a.
Betreut von: Medienzentrum PARABOL
Hilfestellung: Filmbüro Franken
Aufnahmeleitung: Thomas Jaik
Grafik: Ricarda Porzelt
Licht: Ralph Heither, Eric Pearson, Christian Schmidt
Maske: Jasmin Porzelt, Jörn Seifert, Tamar Aviv. Szenenbild/Requisite: Martin Sulzer, Björn Bernt, Solveig Perner, Roman Bahr, Daniel Unger, Tina Schmid
