Sprachförderung

Sprachförderung

Sprachkompetenz

Die Methoden setzen am Interesse der Kinder die Welt zu begreifen an. In den Medienprojekten sollen sie handelnd erfahren, wie Sprache ihnen in verschiedenen Kontexten nützen kann. Neben den allgemeinen Methoden der aktiven Medienarbeit, die die Medienkompetenz der Kinder und das soziale Lernen fördern, werden somit vor allem jene Aspekte konzeptuell berücksichtigt, die die Sprachentwicklung der Kinder unterstützen. Dies sind im Einzelnen folgende:

  1. Neugier auf Sprachverstehen wird geweckt, in dem Sprache mit attraktiven Inhalten und Darstellungsweisen verbunden wird. Um die Neugier auf Sprachverstehen zu wecken, wird auch rezeptiv mit auditiven und audiovisuellen Medien gearbeitet.
  2. Zusammenhängend und kontextunabhängig zu erzählen ist für Kinder eine sehr herausfordernde Aufgabe. Bilder können hier unterstützen. Insbesondere das Erklären mitgebrachter oder selbst herausgesuchter Bilder wie z. B. in rezeptiven Foto- und Videoprojekten regen den Sprachgebrauch an, der durch gezieltes Nachfragen der pädagogischen Fachkräfte gestützt wird.
  3. Das Mikrofon wird in Audio- und Videoprojekten auch dazu eingesetzt, um die Artikulation zu verbessern und zur spielerischen Auseinandersetzung mit der Wirkung verschiedener Sprachmodalitäten anzuregen. Allgemein wird die sprachliche Vertonung von Audio-, Video-, und Computerprodukten zur Unterstützung des Sprachgebrauchs eingesetzt.
  4. Die Medienprojekte basieren auf Gruppenarbeit. Somit ist es ein wichtiger Bestandteil, sich innerhalb der Gruppe über verschiedene Dinge zu verständigen und sich beispielsweise über das Vorgehen oder die Inhalte zu einigen. Die geplanten Computerprojekte erfordern zudem durch arbeitsteiliges Vorgehen in hohem Maße gegenseitige Abstimmung.
  5. In der rezeptiven und aktiven Arbeit mit Foto werden Zeitschriften und Bücher als schriftkulturelle Medien nahe gebracht. So werden beispielsweise aus Bildern und Fotos eigene Alben erstellt bzw. Fotos mit Untertiteln oder Überschriften versehen.
  6. Der Einbezug von Kindern mit nichtdeutscher Erstsprache wird besonders dort gefördert, wo bildgestützte Kommunikation das Sprachverstehen und das Erzählen erleichtert. Hemmschwellen beim Sprechen werden bei aktiver Audio- und Videoarbeit gesenkt, indem die Aufnahmetechnik Wiederholung und Selbstkorrektur erlaubt.
  7. Die in den Medienprojekten eingesetzten Methoden sind offen für die Medieninteressen der Kinder. Geschlechtstypische Unterschiede bezüglich der präferierten Medieninhalte werden aufgegriffen und es wird darauf geachtet wird, dass Jungen und Mädchen ihre Vorlieben in gleichem Maße einbringen können.

 

Sprachförderlichkeit von Medienarbeit in der Kita

Vom JFF und vom Medienzentrum Parabol wurde eine Expertise zu den sprachförderlichen Potenzialen von Medienarbeit in Kindertagesstätten erstellt. Die Expertise fasst den aktuellen Kenntnisstand zum Thema Sprachförderung durch Mediennutzung zusammen und analysiert die sprachförderlichen Potenziale medienpädagogischer Arbeit in Kindertagesstätten.
Im Auftrag der Arbeitsgruppe Sprachliche Förderung in der Kita des Deutschen Jugendinstituts (DJI) wurden dreißig medienpädagogische Projektkonzepte für Kindergarten- und Vorschulalter unter die Lupe genommen.

Download: Sprachförderlichkeit von Medienarbeit in der Kita (PDF-Datei, 1,5 MB)

erzhlkultur ist ein Projekt des JFF - Institut fr Medienpdagogik in Forschung und Praxis und des Medienzentrums Parabol und wird von Aktion Mensch finanziert.